Warnzeichen, Ernährung, Hygiene: Was tun bei Durchfall?
Wer unter Durchfall leidet, verliert im Körper Wasser und Mineralstoffe. Dieser Verlust sollte mit reichlich Trinken ausgeglichen werden. Auch die richtige Ernährung kann Durchfallbeschwerden lindern. Mehr über die Ursachen und Behandlungsoptionen bei akutem Durchfall.
Was ist Durchfall?
Durchfall wird definiert als das Auftreten von sehr weichem, ungeformtem oder sogar flüssigem Stuhlgang, der mehr als dreimal pro Tag auftritt. Durchfall kann akut auftreten, dann in der Regel nur wenige Tage dauernd oder kann als chronischer Durchfall auftreten, der durchaus auch über mehrere Wochen anhalten kann.
Es gibt verschiedene Ursachen für Durchfallerkrankungen:
- Im Winter erleben wir oft, gerne in Pflegeheimen oder Krankenhäusern das Auftreten von Noro-Virus-Infektionen
- Im Sommer werden Durchfälle häufig verursacht durch Campylobacter oder Salmonellen und weiteren Erreger
- Durchfall kann aber auch im Rahmen von chronisch entzündlichen Darmerkrankungen auftreten, dann häufig auch mit Beimengungen von Schleim und/oder Blut. Das ist immer ein Grund, sich in Ihrer Hausarztpraxis vorzustellen
- Auch nach der Einnahme von Antibiotika kann es zum Auftreten von Durchfällen kommen. Dies liegt dann daran, dass die Darmflora sich verändert durch die vorherige Antibiotikaeinnahme.
- Es gibt sicher noch mehr Ursachen, beispielsweise durch Medikamente, Hormonstörungen, Unverträglichkeiten oder andere Gründe
Diagnose
In der Praxis fragen wir im Rahmen der Abklärung immer nach Form, Farbe, Beimengungen des Stuhls, nach begleitenden Symptomen, aber auch nach Miterkrankten oder vorangegangenen Reisen oder anderen Aufenthalten. Gegebenenfalls erfolgen weitere körperliche Untersuchungen und womöglich Diagnostik durch Blut- und Stuhluntersuchungen oder Ultraschall.
Warnzeichen
Das Problem bei Durchfallerkrankungen ist, dass es durch den weichen, flüssigen Stuhl zu einem Flüssigkeitsverlust kommen kann, der gerade bei kleinen Kindern oder älteren Menschen zum Austrocknen führen kann. Dies würde man zum Beispiel merken, wenn die betroffene Person lethargisch oder verwirrt wird oder über Schwindel klagt, wenn die Zunge trocken ist oder die Hautfalten stehen. Dies sind alles Warnzeichen, bei denen sofort ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden muss.
Zusammen mit dem veränderten Stuhl kommt hinzu, dass über den Darm wertvolle Salze verloren gehen. Deswegen sollten Menschen mit einer Durchfallerkrankung viel trinken, sich körperlich schonen und gerne viele kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt zu sich nehmen.
Hygiene
Ganz wichtig: Um eine Ansteckung zu vermeiden, sollten Betroffene unbedingt die entsprechenden Hygieneregeln beachten. Es gilt regelmäßig und häufig die Hände zu waschen, die Toilette gründlich zu reinigen und entsprechende Kleidung und Handtücher wenn möglich bei mindestens 60 Grad zu waschen und auf Sauberkeit und Hygiene bei der Zubereitung von Speisen zu achten.
Flüssigkeit
Bei Durchfall reicht die Zufuhr von Wasser allein nicht. Wenn Sie eine Durchfallerkrankung haben, ist es sinnvoll, darauf zu achten, dass Sie genug Salz und Zucker zu sich nehmen.
Versuchen Sie ausreichend zu trinken: mindestens 2 Liter am Tag (jemand mit einer Herzschwäche muss dies womöglich mit dem behandelnden Arzt besprechen). Lassen Sie den schwarzen oder grünen Tee länger ziehen, dann werden mehr Gerbsäureanteile aufgenommen. Auch Matetee, Pfefferminztee, Kamillentee oder Kümmeltee bieten sich an. In den Tee können Sie jeweils eine kleine Menge Zucker und eine Prise Salz geben. Sie können auch Leitungswasser oder stilles Mineralwasser trinken. Auf jeden Fall sollten Sie auf alkoholische Getränke und auf Milchprodukte verzichten.
Auch eine schöne Apfelsaftschorle bietet eine gute Kombination aus Flüssigkeit mit ein bisschen Geschmack und Zucker. Viele greifen zurück auf eine Zufuhr von Elektrolytlösung. Diese gibt es einerseits in entsprechenden Apotheken oder Fachmärkten zu kaufen. Sie können sie aber auch selber zubereiten: Dafür nehmen Sie 1 Liter abgekochtes Leitungswasser oder stilles Mineralwasser und rühren jeweils einen Teelöffel Kochsalz und Backpulver hinzu, des Weiteren zwei Esslöffel Zucker und ein bisschen Orangensaft oder Apfelsaft. Diese Mischung können Sie in kleinen Schlucken bei Durchfall zu sich nehmen.
Ernährung
Während einer akuten Durchfallepisode sollten Sie eine leichtverträgliche Kost zu sich nehmen, gerne auch Speisen, die die Stuhlkonsistenz festigen, also beispielsweise Zwieback, Reis oder Bananen. Auch Reis- oder Haferschleim können stopfend wirken, alternativ können auch Dinkel- und Weizenflocken, aber auch Graupen oder Stärke genutzt werden. Zudem bieten sich Kartoffeln oder Möhren zu Brei oder Suppe gekocht an. Und auch der geriebene Apfel (pektinhaltig) oder die gematschte Banane sind hilfreich.
Verzichten sollten Sie auf fettige Speisen! Auch Süßstoffe können durchfallfördernd wirken. Das Märchen von Salzstangen und Cola als Zaubermittel können sie getrost vergessen. Im Salz der Salzstangen fehlen wichtige Salze, so dass der Mineralverlust nicht ausgeglichen werden kann und Cola enthält zu viel Zucker und kann den Durchfall damit noch verstärken. Und wie schon oben erwähnt: Verzichten Sie bitte auf Milchprodukte, der enthaltene Milchzucker kann auch wieder abführend wirken! In der Akutphase sollten Sie auch auf rohes Gemüse und Obst verzichten. Flohsamen können Flüssigkeit binden und auf diesem Weg hilfreich sein
Wichtig: Eine medikamentöse Therapieempfehlung muss immer abhängig von den Ursachen gestaltet werden, nicht alles ist für alle Betroffenen geeignet.
geschrieben von Brigitte Sauter
Donnerstag, den 30. April 2026
Sodbrennen – Ursachen und Abhilfe
Nach dem Hype in den 1990er und den frühen 2000er Jahren über Magensäureblocker wie Omeprazol oder Pantoprazol ist mittlerweile in Studien klar geworden, dass zwar die Wirkung sehr gut ist, aber eine dauerhafte Anwendung durchaus auch bleibende Schäden, wie zum Beispiel eine Osteoporose, nach sich ziehen kann. In kleinen Mengen sind die oben angeführten Wirkstoffe in den Apotheken frei verkäuflich.
Es gibt aber immer wieder Menschen, die anhaltende Beschwerden wie Sodbrennen beklagen und dann auch dauerhaft sogenannte PPI (Protonenpumpenhemmer) nehmen wollen. Patientinnen und Patienten, die unter anhaltenden Beschwerden leiden, kommen auf Dauer nicht um eine Magenspiegelung herum. Manchmal kommen dabei Krankheitsbilder zum Vorschein, die ohne dauerhafte Behandlung in bösartigen Krankheiten enden können. Oft aber ist es so, dass auch mit etwas Lebensstiländerung auf einen Teil oder alle Medikamente verzichtet werden kann.
Was kann konkret helfen?
- Es ist sinnvoll, mehrere kleine Portionen über den Tag verteilt zu essen statt großer Mengen auf einmal. Halten Sie einen Abstand von 3 Stunden zwischen der letzten Mahlzeit und dem Zubettgehen ein.
- Es sollte keine enge Kleidung getragen werden, weil diese auf den Magen drücken und so zum Aufsteigen des sauren Magensaftes führen kann.
- Genussmittel wie saure Säfte oder Wein, aber auch andere hochprozentige Alkoholika und Nikotin können Sodbrennen verursachen und sollten deswegen reduziert oder gänzlich vom Speiseplan gestrichen werden.
- Auch andere säurehaltige Speisen wie Fruchtsäfte, Tomaten oder saure Beeren und auch kohlensäurehaltige Getränke sollten eher gemieden werden.
- Wer immer wieder unter Sodbrennen leidet, sollte beobachten, wann die Beschwerden auftreten. Wer nachts Beschwerden hat, kann versuchen, den Oberkörper höher zu lagern, zum Beispiel mit einem verstellbaren Lattenrost. Damit kann das Zurücklaufen des sauren Magensaftes in die Speiseröhre verhindert werden. Manchen Menschen hilft es, auf der rechten Körperseite zu schlafen, auch dann kann der Magensaft schlechter in die Speiseröhre zurücklaufen.
- Reduzieren Sie ihr Gewicht, wenn Sie Übergewicht haben; damit senkt sich der Druck im Bauchraum
- Wenn Sie zu Verstopfung neigen, sorgen sie für eine regelmäßige Stuhlentleerung. Das Pressen bei der Darmentleerung kann auch zu einem Hochlaufen des Magensaftes führen.
- Vermeiden Sie Tätigkeiten, wo Sie regelmäßig kopfüber arbeiten müssen, dies erhöht den Druck im Bauchraum
- Wenn Sie Medikamente einnehmen müssen, dann achten Sie darauf, diese mit genügend Flüssigkeit einzunehmen, damit die Tabletten auch im Magen landen und nicht davor in der Speiseröhre kleben bleiben.
Was hilft noch?
An rezeptfreien Alternativen fällt vielen sicher zuerst das gute alte Natron ein, gelegentlich angewandt in kleinen Mengen kann es aufgelöst in wenig Wasser die überschüssige Säure binden. Bei zu häufiger Anwendung kann es zu einer Verschiebung in unserem Säurehaushalt führen; deswegen ist Vorsicht geboten.
Durch Kaugummi-Kauen wird Speichel produziert, dieser kann in kleinen Mengen den Magensaft neutralisieren. Dieses Mittelchen ist sicher aus den verschiedensten Gründen nicht für jeden geeignet.
Auch ein Glas Milch oder säurearmer Tee (zum Beispiel Kamille) können Linderung bringen.
Des Weiteren gibt es verschiedene Teemischungen gegen Sodbrennen:
- eine Mischung aus Kamille, Malve und Eibisch kann einen gereizten Magen beruhigen
- Fenchel-Anis-Kümmel-Tee ist wohltuend für den Magen-Darm-Trakt bekannt und durchaus schmackhaft
- Kamille-Fenchel-Süßholzwurzel-Tee
Auch andere freiverkäufliche Medikamente können hilfreich gegen Sodbrennen sein, das sollte aber in einem Gespräch geklärt werden, weil nicht alles für jeden zu jeder Zeit das Richtige ist.
Manchmal ist es so, dass Patientinnen und Patienten schon lange Säurehemmer genommen haben und gerne die Dosis reduzieren wollen oder sollen. Dann ist es sinnvoll, langsam mit der Dosis runterzugehen, also, nicht von heute auf morgen alles abzusetzen, sondern das Medikament erst mal jeden zweiten und dann jeden dritten Tag einzunehmen. Der Wirkstoff hat eine lange Wirkdauer, so dass dies durchaus funktionieren kann. Und wenn beim Ausschleichen Beschwerden auftreten, dann können genau diese Hausmittel hilfreich sein.
geschrieben von Brigitte Sauter
Dienstag, den 7. April 2026
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Freitag, den 20. März 2026
Trockene Haut und was dagegen hilft
Aufgabe der Haut
Die Haut, das größte Organ des Menschen, bildet die Barriere zwischen Umwelt und Körperinnerem. Sie puffert äußere Einflüsse ab, schützt den Körper vor Licht, Wasser, Schadstoffen und Keimen. Über Fühler in der Haut erspürt der Tastsinn Berührungen und Druck. Sinneszellen und Nerven nehmen Schmerz- und Temperaturreize auf, filtern sie und leiten sie nach innen. Die Haut regelt den Austausch von Wärme sowie die Abgabe von Schweiß und anderen Substanzen nach außen.
Was verursacht trockene Haut?
Im Gesicht erscheint trockene Haut oft müde und fahl. Manchmal zeigen sich dünne Schuppen und gerötete Stellen. Auf rauen Wangen entwickeln sich rasch feine Fältchen. Besonders leicht spannt und juckt die Haut auch an den Unterschenkeln über den Schienbeinen, an Füßen, Händen, Ellbogen und Unterarmen. Wenn der Haut anhaltend Fett und Feuchtigkeit fehlen, zieht sie sich pergamentartig zusammen. Erhält sie dann nicht ausreichend Schutz und Pflege, kann sie sich vermehrt schuppen, rissig werden und sich entzünden.
Menschen, die zu trockener Haut neigen, bringen meist die Anlage dafür mit. Aber viele verstärken diese Tendenz noch durch ihren Lebensstil und falsche Pflegegewohnheiten. Äußere Einflüsse wie Kälte, Hitze, Sonne und Wasser sowie Reizstoffe spielen eine wesentliche Rolle, wenn die Haut anfängt zu spannen und zu ziehen.
Von innen her wirken Flüssigkeitsmangel, einseitige Ernährung, Hormonschwankungen und nicht zuletzt die Psyche auf den Hautzustand. Außerdem wird die Haut im Alter natürlicherweise trockener.
Warum trocknet die Haut aus?
Ausgeprägte Hauttrockenheit zeigt manchmal einen bedrohlichen Flüssigkeitsverlust im Körper an. Sie kann auch Teil einer bestimmten Krankheit sein. Hautkrankheiten wie Neurodermitis, Kontaktekzeme, Schuppenflechte. Einige Hormon- und Stoffwechselerkrankungen, etwa eine Schilddrüsenunterfunktion oder Diabetes mellitus, kommen ebenfalls als Verursacher infrage.
Die Hautbarriere "bröckelt", wenn die Haut Feuchtigkeit und Fette (Lipide) verliert und nicht mehr fähig ist, den Verlust auszugleichen. Dann trocknet die Haut aus. Um das zu verhindern, gibt der Körper normalerweise Flüssigkeit an die Oberhaut ab. Deshalb ist es zum Beispiel wichtig, ausreichend zu trinken. Zum anderen leiten die beiden unteren Hautschichten Lipide nach oben. Schließlich produzieren die in der Haut angelegten Talgdrüsen ein Fettgemisch, das die Hautoberfläche mit einem schützenden Film überzieht.
Je älter die Haut wird, umso weniger kann sie Feuchtigkeit speichern und Fette bilden. Unsere Schutzhülle wird im Laufe des Lebens dünner und verletzlicher. Äußere sowie innere Einflüsse können ein von Natur aus eher trockenes Hautbild noch verstärken und die Hautbarriere angreifen.
Einflüsse von außen
- Wind und Wetter:
Sowohl bei Kälte wie bei Hitze gibt die Haut vermehrt Feuchtigkeit ab. Ist zudem die Luftfeuchtigkeit geringer, trocknet sie schneller aus. Wenn es heiß ist, verliert die Haut durch vermehrtes Schwitzen weiter an Flüssigkeit.
- Sonneneinstrahlung: Einerseits nutzt die Haut das Sonnenlicht, um mit seiner Hilfe Vitamin D zu bilden. Ist die Haut jedoch länger und intensiver der Sonne ausgesetzt, fangen die betroffenen Partien an zu spannen, sie röten sich und können schmerzen. Häufige Sonnenbrände setzen der Haut nachhaltig zu. Es erhöht das Risiko, in späteren Jahren an Hautkrebs zu erkranken, erheblich.
- Eng sitzende Kleidungsstücke lassen die Haut oft zu wenig atmen. Zudem schwitzt sie stärker. Trockene Haut schuppt und juckt dann vermehrt. Auch raue Stoffe oder chemische Zusätze in den Materialien setzen gereizter Haut zu.
- Im Alltag hantieren wir häufig mit unterschiedlichen chemischen Substanzen, die bei direktem und wiederholtem Kontakt die Haut angreifen können. Reinigungs- und Waschmittel, Farben, Lacke, Lösungsmittel gehören dazu. Deshalb ist es wichtig, gefährdete Hautbereiche mit entsprechender Kleidung zu schützen, um Kontaktekzeme und andere entzündliche Reaktionen zu vermeiden. Das gilt insbesondere für Menschen, die beruflich ständig mit Reizstoffen umgehen.
Einflüsse von innen
- Schwitzen: etwa beim Sport oder bei hochsommerlichen Temperaturen, ist eine wesentliche Maßnahme des Körpers, um den Wärmehaushalt auszugleichen. Dadurch gehen jedoch kurzfristig Flüssigkeit und Salze verloren. Durch Trinken, etwa vor oder nach dem Sport, gleichen wir den Verlust wieder aus.
- Zu wenig trinken: Die Haut ist auf einen ausgeglichenen Wasserhaushalt im Körper angewiesen. Wer über längere Phasen zu wenig trinkt, sein Durstgefühl unterdrückt, etwa in Stresszeiten, nimmt der Haut ihr Feuchtigkeitspolster.
- Rauchen: Oft verrät die Haut den Raucher, da die Gesichtshaut bei vielen Rauchern blass, trocken und grau wirkt. Sie zeigt frühzeitig feine Fältchen. Das Risiko für Hautkrankheiten wie Schuppenflechte, die mit trockener Haut einhergeht.
- Alkohol:
Wer Alkohol trinkt, schwitzt stärker. Allein dadurch trocknet die Haut leichter aus.
- Stress, seelische Belastungen:
Dass die Haut der Spiegel der Seele ist, kennen viele aus eigener Beobachtung. Glückliche, entspannte Lebensphasen beflügeln, ebenso wie positiver Stress und lassen die Haut frisch und rosig erscheinen. Kehrt sich befriedigende Aktivität in negative Daueranspannung um, leidet die Haut sichtbar mit. Sie wird blass und fahl, spannt, schuppt und juckt.
- Lebensalter, hormonelle Veränderungen: Verschiedene Hormone, darunter die Geschlechtshormone, beeinflussen auch den Hautzustand. Insbesondere Frauen erleben es, dass sich ihr Hauttyp im Laufe ihres Lebens verändert. Sie normalisiert sich später, etwa unter Einnahme eines Verhütungsmittels oder während der Schwangerschaft und Stillzeit. In den Wechseljahren schließlich neigt die Haut oft deutlich zu Trockenheit.
- Erkrankungen, wie z.B. die Zuckerkrankheit, Diabetes mellitus, zeigt sich die Haut sehr häufig trocken, sie juckt und neigt zu Entzündungen. Mangelernährung ist zu vermeiden wichtig ausgewogene Ernährung, Vitamin- und Mineralstoffreich.
Was hilft unserer Haut?
- Schutz vor Kälte:
Packen Sie im Herbst und Winter empfindliche Partien gut ein, wenn Sie ins Freie gehen, die Hände zum Beispiel mit Handschuhen. Wappnen Sie das Gesicht mit einer fetthaltigen Creme gegen kalte Luft, und geben Sie erst wenn Sie wieder im Warmen sitzen, feuchtigkeitsspendende Produkte dazu.
- Schutz vor Sonne:
Verwenden Sie am besten Sonnenschutzmittel mit einem hohen Lichtschutzfaktor, und zwar nicht nur gegen die Sommersonne, sondern auch an goldenen Winter- und Frühlingstagen sowie im Gebirge und am Meer. Außerdem bewahren Hüte und luftige, helle Kleidung im Frühjahr und Sommer vor einem Zuviel an schädlichen Strahlen.
- Schutz vor Feuchtigkeitsverlusten:
Da trockene Haut nicht nur Fett, sondern insbesondere auch Feuchtigkeit braucht, helfen Sie ihr, wenn Sie ausreichend trinken. Das bedeutet, täglich mindestens 1,5 Liter geeignete Flüssigkeit (zusätzlich zum flüssigen Anteil in fester Nahrung wie etwa Obst) aufzunehmen. Menschen mit einigen Herz-, Leber- oder Nierenleiden müssen jedoch die für sie geeignete Trinkmenge mit ihrem Arzt absprechen.
- Behutsame Körperpflege: Duschen Sie mit lauwarmem Wasser, eventuell auch nur jeden zweiten Tag. Übertriebenes Waschen und heftiges Rubbeln greifen die Haut an. Gewöhnliche Seifen oder entfettende Waschgels verstärken die Trockenheitsprobleme noch. Auch häufige Peelings verträgt trockene Haut nicht gut, da ihre Hornschicht dünner und nicht so robust ist. Duftstoffe und Konservierungsmittel in Kosmetikprodukten reizen die empfindliche Haut zusätzlich. Sie kann allergisch reagieren. Rötungen und entzündliche Stellen sind die Folge.
- Verwenden Sie milde, seifenfreie, hautneutrale Dusch- und Waschgels.
Ausgiebige Vollbäder sind nichts für trockene Haut. Wählen Sie Hygiene- und Pflegeprodukte, die Feuchtigkeit spenden, rückfetten und möglichst nicht parfümiert sind. Wasser und Glycerin sollten daher bei den Inhaltsstoffen so weit vorn wie möglich stehen. Wer trockene Haut hat, darf ruhig reichlicher cremen, aber Vorsicht: Auch ein Zuviel des Guten setzt der Haut zu.
- Ein Klassiker der Körperpflege ist die Body-Creme. Cremes haben meist einen höheren Fettanteil als beispielsweise Lotionen, ziehen daher aber auch langsamer in die Haut ein. Sie sind gut geeignet für die Pflege kleinerer, besonders trockener Körperstellen, wie den Ellenbogen oder den Knien. Je schuppiger die Haut ist, desto höher sollte der Fett Anteil sein.
- Öle haben den höchsten Fettanteil. Wird ein Körperöl direkt nach dem Duschen in die noch feuchte Haut einmassiert, schließt es die Feuchtigkeit in den Poren ein und sorgt gleichzeitig dafür, dass die Hautoberfläche wieder geschmeidiger wird. Einige pflanzliche Öle können zudem entzündungshemmend wirken. Der Nachteil: Viele Öle hinterlassen einen leicht klebrigen Film. Die Sorge, Öle würden die körpereigene Fettproduktion beeinflussen, ist unberechtigt. Bei ausschließlicher Anwendung können Öle aber verhindern, dass die Haut ausreichend Feuchtigkeit bekommt, was die Haut langfristig austrocknen kann. Gegen eine gelegentliche Nutzung von Körperölen spricht aber nichts. Lotionen haben im Vergleich zu Creme oder Öl den höchsten Wasseranteil, lassen sich meist leicht auftragen und ziehen schnell ein.
Welcher Zusatz ist sinnvoll?
- Urea (Harnstoff) lagert sich in den oberen Hautschichten ein und bindet dort Feuchtigkeit. Von außen aufgetragen sorgt Urea dafür, dass trockene Haut besser abschuppen kann. Die Oberfläche wird glatter. Bei normaler Haut, die gerade mal etwas trocken ist, reichen fünf Prozent Urea aus. Sehr trockene Haut verträgt auch zehn Prozent. Eine höhere Konzentration ist für diesen Einsatzbereich nicht zu empfehlen. Mit 20 Prozent Urea lässt sich bereits Hornhaut an den Füßen lösen. Wird eine Lotion oder Creme auf kleinste Verletzungen aufgetragen, kann es zu einem starken Brennen kommen. Deshalb sollte man direkt nach dem Rasieren auf Urea-haltige Produkte verzichten.
- Panthenol ist die Vorstufe von Vitamin B 5 und auch unter dem Namen Dexpanthenol bekannt. Es kann bei trockener Haut helfen, weil es die Zellerneuerung unterstützt. Panthenol ist auch bei Hautirritationen oder rissiger Haut geeignet.
geschrieben von Marvena Zeller
Freitag, den 13. März 2026
Was beeinflusst unsere Lebenserwartung?
Im Sommer war es groß in der Presse zu lesen: Die Lebenserwartung in Deutschland hat sich im vergangenen Jahr wieder auf das Vor-Corona-Niveau bewegt. Während in der Pandemie die Lebenserwartung bei Frauen und Männern gesunken war, liegen nun wieder Werte wie aus dem Jahr 2019 vor – im Durchschnitt erreichen in Deutschland Frauen ein Alter von etwa 83 Jahren, Männer ein Alter von 78 Jahren.
Lebensstil hat Einfluss auf die Gesundheit
Unsere Lebenserwartung wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst: In Westeuropa haben wir ein gutes Gesundheitssystem, in der Regel eine freie Verfügbarkeit von sauberem Wasser und Nahrungsmitteln sowie eine gute Wohn- und Lebenssituation – dies alles führt zu einer höheren Lebenserwartung der Bevölkerung. Das ändert sich rasch, wenn es zu Krieg, Naturkatastrophen, Seuchen, Hungersnöten oder noch Schlimmeren kommt. Mitbeeinflusst wird unsere Lebenserwartung aber durchaus auch durch die Gene, die wir in die Wege gelegt bekommen. Man geht davon aus, dass in den ersten sieben bis acht Lebensjahrzehnten der Lebensstil einen stärkeren Einfluss auf unsere Gesundheit hat.
Wer sich gesund ernährt, regelmäßig Sport treibt, nicht zu viel Alkohol trinkt und Nikotin meidet, kann womöglich bis ins hohe Alter gesund leben. Wenn es um deutlich ältere Menschen geht, scheinen die Gene eine wichtige Rolle zu spielen. Aber natürlich können auch Unfälle oder oben aufgeführte Katastrophen im Einzelfall unser Leben stark verkürzen und vorzeitig beenden.
Auch die Wahl unseres Berufes oder unserer Freizeitaktivitäten beispielsweise kann durchaus eine Rolle spielen, wenn es um unsere Lebenserwartung geht. Sprich, wer risikoreiche Sportarten betreibt, geht ein höheres Risiko ein.
Wohlstandserkrankungen als Risikofaktoren
Als Risikofaktoren für eine kürzere Lebenserwartung gelten einige unserer Wohlstandserkrankungen wie Bluthochdruck, Übergewicht und Fettleibigkeit, Zuckererkrankung, Bewegungsmangel, aber auch Fehlernährung, Nikotinmissbrauch sowie übermäßiger Alkoholkonsum. An diesen Punkten besteht also durchaus eine Möglichkeit, an den Stellschrauben zu drehen.
Schon immer sehen wir unterschiedliche Lebenserwartungen für Frauen und Männer. Dazu kommen regionale Unterschiede sowohl beim Blick auf ganz Deutschland als auch auf Bremen in den einzelnen Stadtteilen. Hier zeigt sich eine Korrelation der Lebenserwartung mit den sogenannten sozioökonomischen Faktoren: Wer in Armut lebt, hat das Risiko, früher zu Tode zu kommen.
Wenn wir unsere Lebenserwartung hier in Bremen angucken, sieht man, dass die Lebenserwartung für beide Geschlechter im Vergleich mit dem Rest der Bundesrepublik tiefer ausfällt.
Auch innerhalb von Bremen gibt es eklatante Unterschiede. Männer in Gröpelingen, Walle oder Woltmershausen haben eine durchschnittlich um bis zu fünf bis sieben Jahre niedrigere Lebenserwartung als in Schwachhausen oder Oberneuland.
Was bedeutet das alles für uns?
An unserer Genetik können wir noch nichts ändern, aber unser Lebensstil ist durchaus veränderbar. Hier gilt: Eine gesunde, ausgewogene Ernährung, ausreichend Bewegung und Sport im Alltag, der Verzicht auf legale und illegale Drogen sind immer eine gute Herangehensweise, um die persönliche Lebenserwartung und hoffentlich auch Lebenszufriedenheit zu steigern.
In diesem Sinne bleiben Sie oder werden Sie gesund?
geschrieben von Brigitte Sauter
Freitag, den 23. Januar 2026
Akutes Nierenversagen: Ursachen, Symptome, Behandlung
Die Nieren sind lebenswichtige Organe für die Reinigung des Blutes. Sie filtern überschüssiges Wasser aus dem Blut und regulieren mit der Urinausscheidung den Flüssigkeitshaushalt des Körpers. Außerdem filtern sie Abfallstoffe wie z.B. den Harnstoff, der beim Abbau von Eiweißen entsteht, oder Medikamente und andere Giftstoffe aus dem Körper. Daneben werden in den Nieren Hormone produziert, die für die Blutbildung (Erythropoetin) oder den Knochenstoffwechsel (Calcitriol) eine wichtige Funktion haben.
Bei einer Einschränkung der Nierenfunktion können viele verschiedene Probleme auftreten: Wassereinlagerungen, Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems oder Störungen im Knochenstoffwechsel, um nur einige Beispiele zu nennen.
Kann zu einer lebensbedrohlichen Situation führen
Bei einer chronischen Nierenkrankheit ist die Nierenfunktion über einen längeren Zeitraum eingeschränkt. Sie entwickelt sich meistens über Monate oder Jahre, die häufigsten Ursachen sind Erkrankungen wie Diabetes mellitus oder Bluthochdruck.
Bei einem akuten Nierenversagen kommt es innerhalb kurzer Zeit zu einer starken Einschränkung oder einem Verlust der Nierenfunktion, was zu einer lebensbedrohlichen Situation führt.
Ursachen eines akuten Nierenversagens
Es gibt viele Ursachen für die Entstehung eines akuten Nierenversagens. Diese werden in der Medizin in drei Gruppen eingeteilt: Ursachen, die entsprechend dem Blutfluss im Körper vor den Nieren liegen, führen zu einem prärenalen Nierenversagen (prärenal bedeutet vor den Nieren). Dieses ist mit ca. 60% die häufigste Form eines akuten Nierenversagens. Bei einem prärenalen akuten Nierenversagen werden die Nieren nicht mehr ausreichend durchblutet. Ursache dafür kann ein starker Flüssigkeitsmangel durch erhöhte Flüssigkeitsverluste infolge von anhaltendem Durchfall und Erbrechen bei einem Magendarminfekt sein, aber auch bei starkem Blutverlust durch einen Unfall oder nach großen Verbrennungen auftreten. Die übermäßige Einnahme von entwässernden Medikamenten kann weitere Ursache sein. Andererseits kann durch die Einschränkung der Pumpfunktion, z.B. bei einem Herzinfarkt, der Blutdruck plötzlich absinken und dadurch die Durchblutung eingeschränkt sein.
Ein sogenanntes intrarenales Nierenversagen kann bei Ursachen auftreten, die in den Nieren liegen und zu einer direkten Schädigung der Nieren selbst führen. Hierzu zählen beispielsweise Infektionen und Entzündungen der Nieren (Nierenbeckenentzündungen, Glomerulonephritis), Autoimmunerkrankungen, Erkrankungen der Nierengefäße wie Niereninfarkt oder Thrombose; Schadstoffe wie Drogen, aber auch nierenschädigende Medikamente wie NSAR (z.B. Ibuprofen, wenn es längerfristig und hochdosiert eingenommen wird).
Ursachen im Verlauf der Harnwege hinter den Nieren führen zu einem postrenalen Nierenversagen, wenn der Harn nicht mehr ausreichend abfließen kann. Hierzu kann es durch Nieren- oder Harnleitersteine, Verengungen der Harnröhre, beispielsweise durch Tumore oder andere Verstopfungen der Harnröhre kommen. Auch eine gutartige Vergrößerung der Prostata oder ein verstopfter Blasenkatheter kann eine mögliche Ursache sein.
Symptome bei einem akuten Nierenversagen
Häufig wir ein akutes Nierenversagen zunächst nicht bemerkt. Vielleicht fällt zunächst nur eine Verminderung der Urinmenge auf. Oft wird ein akutes Nierenversagen erst im Verlauf bemerkt, wenn es zu Folgekomplikationen kommt. So kann es durch den Rückstau von zu viel Flüssigkeit im Körper zu Einlagerungen von zunächst in den Beinen und im Verlauf ggf. auch in der Lunge (Lungenödem) oder im Bauchraum (Aszites) kommen. Wenn Stoffwechselprodukte nicht mehr ausreichend über den Urin ausgeschieden werden, kann es zu einer Harnvergiftung mit Symptomen wie Kopfschmerzen, Müdigkeit, Übelkeit und Erbrechen Juckreiz, Verwirrtheit bis hin zum Koma kommen.
Wie wird ein akutes Nierenversagen festgestellt?
Zunächst wird eine ausführliche Anamnese mit Fragen nach vorbestehenden Erkrankungen und der Medikamenteneinnahme erhoben und eine körperliche Untersuchung durchgeführt. Außerdem folgen Laboruntersuchungen des Urins und des Blutes mit Bestimmung des Kreatinins und der glomerulären Filtrationsrate, und ggf. weitere Blutuntersuchungen wie Bestimmung eines Blutbildes, Elektrolyte, Leberwerte, im Krankenhaus Blutgasanalyse und ggf. Anlegen einer Blutkultur.
Ein Abflusshindernis lässt sich durch eine Ultraschalluntersuchung der Nieren und Harnwege feststellen.
Wie wird ein akutes Nierenversagen behandelt?
Die Behandlung hängt von der jeweiligen Ursache ab. Im Falle eines Flüssigkeitsmangels wird im Krankenhaus eine Infusionsbehandlung durchgeführt. Wenn Medikamente das akute Nierenversagen ausgelöst haben, müssen diese ggf. abgesetzt, die Dosis angepasst oder durch andere Medikamente ersetzt werden. Bei einer Abflussstörung des Urins muss diese beseitigt werden wie z.B. Katheterwechsel im Falle eines verstopften Blasenkatheters oder Entfernung von Harn- oder Nierensteinen. Manchmal muss vorübergehend eine Dialyse durchgeführt werden.
Bei rechtszeitiger Behandlung erholen sich die Nieren nach einem akuten Nierenversagen meistens wieder, wenige Patientinnen und Patienten benötigen eine dauerhafte Dialyse. Neben dem Alter hat auch die Dauer der Erkrankung und eine mögliche Vorschädigung der Niere einen Einfluss auf den Verlauf.
Was können Sie vorbeugend selber tun?
Bei bestimmten Erkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes mellitus oder einer vorbestehenden chronischen Nierenerkrankung ist das Risiko für ein akutes Nierenversagen erhöht. Daher ist es sinnvoll, zur Früherkennung alle drei Jahre einen Gesundheits-Check-up machen zu lassen, um eventuell vorbestehende noch nicht bekannte Vorerkrankungen frühzeitig festzustellen. Sind diese Vorerkrankungen bereits bekannt, sollten regelmäßige Verlaufskontrollen durchgeführt werden, um die medikamentöse Einstellung eines Diabetes mellitus oder Bluthochdrucks zu überprüfen und ggf. anzupassen. Und natürlich gelten die bekannten Empfehlungen zu ausreichender Bewegung, gesunder Ernährung und Vermeidung von Übergewicht, um das Risiko für Diabetes und Herzkreislauferkrankungen so gering wie möglich zu halten.
geschrieben von Dr. Hertramph
Mittwoch, den 10. Dezember 2025
Wie bereits erwähnt, hat die Einführung von jodiertem Speisesalz und auch das Hinzufügen von Jodid zur Tiernahrung bereits dazu geführt, dass es eine bessere Versorgung der deutschen Bevölkerung gibt. Aber auch im täglichen Leben können wir durch unsere Ernährung steuern, ob wir größere oder kleinere Mengen an Jodid zu uns nehmen. Dazu eine Übersicht: https://www.vitalstoff-lexikon.de/Spurenelemente/Jod/Lebensmittel
Für die allermeisten von uns ist es wichtig, auf eine ausreichend hohe Jodid-Zufuhr zu achten. Wenn Menschen zu viel Jodid zu sich nehmen, muss das kein Problem sein, vorausgesetzt es handelt sich um eine gesunde Schilddrüse und gesunde Nieren. Bei einer vorerkrankten Schilddrüse und bei eingeschränkter Nierenfunktion kann es allerdings zum Auftreten von Schilddrüsenüberfunktionen kommen, die je nach Ausprägung sogar lebensbedrohlich werden können. Eine Schilddrüsenüberfunktion kann einhergehen mit vermehrtem Schwitzen, mit Herzrasen, mit Schlafstörungen oder Unruhe, mit Durchfällen und mit Gewichtsabnahme.
Man weiß, dass Patientinnen und Patienten, die bereits einen sogenannten heißen Knoten haben, die übermäßige Zufuhr von Jodid dazu führen kann, dass solche Knoten außer Rand und Band geraten. Dann ist eine Einschränkung der Jodid-Zufuhr erforderlich, um eine drohende Schilddrüsenüberfunktionskrise (thyreotoxische Krise) zu verhindern.
Was tun?
In solchen Fällen ist es wichtig, die Zufuhr an Fisch, Meeresfrüchten und Algen zu begrenzen. Bei normalen Verzehrmengen, also ein- bis zweimaliger Zufuhr von Fisch und Meeresfrüchten oder Algen dürfte kaum eine Überdosis über die Ernährung zu befürchten sein. Gefährlich kann es bei der Zufuhr von Röntgenkontrastmittel oder bei solchen Nahrungsergänzungsmitteln werden, die auf Algenbasis beruhen. Hier kann der Jodid-Gehalt sehr deutlich schwanken.
Weitere Infos zum Thema:
https://www.deutsches-schilddruesenzentrum.de/wissenswertes/jod-selen-vitamine-und-ernaehrung/
Empfehlungen rund ums Impfen
Wir haben schon oft in separaten Beiträgen zu den verschiedensten Impfungen berichtet und aufgeklärt. Auch wenn gerade in und durch die Pandemie große Diskussionen zum Thema Impfen und Impfpflicht hochgekommen sind und mit hoher Emotionalität geführt worden sind, kann man auf jeden Fall sagen, dass Impfen schützt.
Deswegen versuchen wir als Hausarztpraxis immer wieder, Ihre Impfausweise zu kontrollieren und mit Ihnen zu besprechen, wann die nächsten Impfungen anstehen im Sinne einer Empfehlung.
Wichtige Links zum Thema
Im Gegensatz zu anderen Ländern besteht in Deutschland keine Impfpflicht. Allerdings ist es beim Thema Masern – im Sinne des Schutzes für alle – nur möglich, Gemeinschaftseinrichtungen zu besuchen, wenn ein Impfschutz gegen Masern nachgewiesen werden kann.
Damit Sie auch zu Hause Ihre Impfdokumentationen überprüfen können, fügen wir zwei Links an:
- einen von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, wo die Empfehlungen vom Kindesalter bis zum Erwachsenenalter mit kurzen Erklärungen aufgeführt sind, was die einzelnen Krankheiten für Symptome verursachen: https://www.kbv.de/media/sp/kbv_flyer_vorsorgeplaner_impfen.pdf
- in dem zweiten Link vom Robert-Koch-Institut gibt es noch ausführlichere Erläuterungen zum Thema Impfen: https://www.rki.de/DE/Themen/Infektionskrankheiten/infektionskrankheiten-node.html
Natürlich stehen wir Ihnen als Hausärztinnen und Hausärzte immer zu ihrer Verfügung, um mit Ihnen zu klären, wo besondere Empfehlungen auszusprechen sind und was womöglich noch fehlt.
Bleiben Sie gesund,
Ihre Hausärzte Habenhausen
Termine jetzt auch online buchbar
Liebe Patientinnen, liebe Patienten,
ab sofort haben Sie die Möglichkeit, auch online Termine bei uns in der Praxis oder für das Labor zu buchen (gilt nicht für die Gesundheitsvorsorge). Einfach Wunscharzt/ärztin angeben, einen der vorgeschlagenen Termine anklicken und auf unsere Bestätigung warten: www.termin-patmed.de/p/hausaerzte-habenhausen
