Neue RSV-Impfung: Was Sie wissen sollten
Seit Herbst dieses Jahres gibt es eine neue Impfung für alle älteren Menschen – und zwar gegen das RSV, das respiratorische Synzytial-Virus. Alle Patientinnen und Patienten ab 75 Jahre haben jetzt Anspruch auf eine Impfung.
Aktuell wird die Impfung durch die STIKO empfohlen, die Kostenübernahme durch die gesetzlichen Krankenkassen muss aber aktuell (Stand Anfang November 2024) weiter bei der jeweiligen Krankenversicherung beantragt werden: Aktuell müssen Sie als Patientin oder Patient in Vorleistung gehen, die Kosten liegen bei über 200 Euro. Die ist dem Umstand geschuldet, dass die notwendige Vereinbarung der Überführung der Schutzimpfung in den Bremer Rahmenvertrag noch aussteht. Wir hoffen, dass dieser Zustand sich bald normalisiert.
Wie wird das Virus übertragen?
In den Medien ist gerade nach Start der Pandemie immer wieder über das RS-Virus geschrieben worden, insbesondere im Zusammenhang mit kleinen Kindern, die schwerste Krankheitsverläufe aufweisen können. Das Virus kann generell Menschen in allen Altersklassen betreffen. Es ist dadurch gekennzeichnet, dass Krankheitssymptome im Bereich der unteren Atemwege auftreten und die Patienten Erkältungssymptome aufweisen. Das Virus wird im Rahmen einer Tröpfcheninfektion übertragen, d.h. beim Niesen oder beim Husten können infizierte Menschen kleinste Tröpfchen, die Viren enthalten, in der Luft versprühen und dadurch andere Menschen anstecken.
Das RS-Virus kann auch durch eine Schmierinfektion weitergegeben werden. Bei entsprechendem hygienischem Vorgehen ist insofern wenig Infektionsrisiko zu erwarten. RSV-Infektionen können unterschiedlich schwer verlaufen. Es kann mit leichten Infektionen der oberen Atemwege anfangen, aber manchmal sind Infektionen so schwer, dass eine Behandlung im Krankenhaus erforderlich ist und auch tödliche Verläufe sind in seltenen Fällen möglich.
Die Ansteckungsdauer beträgt in der Regel zwischen 2 und 8 Tagen, im Durchschnitt bei fünf Tagen. Menschen mit geschwächter Immunabwehr können manchmal auch deutlich länger, nämlich bis zu Wochen das Virus in sich tragen und das Virus im Einzelfall sogar noch über Monate ausscheiden.
Zu welchen Symptomen kommt es?
Bei Kindern kommt es oft zu Schnupfen und Appetitverlust, das kann sich weiter fortsetzen in Husten und Niesen. Es kann zudem zu einer deutlich verschnellerten Atmung und bis hin zu Atemnot kommen. Bei Frühgeborenen kann es auch zu Aussetzern der Atmung kommen. Bei Erwachsenen weisen die Betroffenen oft gar keine oder kaum Krankheitszeichen auf, es können sich aber auch Krankheitszeichen eines Atemwegsinfekt zeigen. Insbesondere Menschen mit chronischen Herz- und Lungenerkrankungen sind gefährdet, aber auch Patientinnen und Patienten mit einem schwachen Immunsystem.
Der neue Impfstoff ist nur zugelassen für Erwachsene. Diese Impfung wird für alle über 75-Jährigen von der STIKO empfohlen. Damit gilt sie in der Altersklasse als Standardimpfung. Insbesondere wird sie aber für Menschen ab 60 Jahren empfohlen, die in einer Pflegeeinrichtung leben oder die schwere chronische Erkrankungen haben (Erkrankungen von Herzkreislauforganen, Lungen und Nieren, Knochenmark oder unter immununterdrückender Medikation, Chemotherapie stehen oder Transplantation).
Ablauf der Impfung
Die Impfung kann parallel mit anderen Impfungen gegeben werden, sollte dann aber an zwei verschiedenen Injektionsorten gegeben werden. Sie kann wie jede andere Impfung auch zu Nebenwirkungen führen: Die häufigsten Nebenwirkungen sind Schmerzen an der Injektionsstelle sowie Müdigkeit, Muskel-, Kopf- und Gelenkschmerzen. Sie kann auch zu Allgemeinsymptomen wie Fieber oder Schüttelfrost führen.
In der Regel ist die Impfung aber relativ gut verträglich, auch besser als andere Impfungen, die im höheren Lebensalter empfohlen werden. Aktuell gilt die Empfehlung, dass die Impfung einmal im Leben verabreicht wird. Dies kann sich im Lauf der nächsten Jahre ändern, falls sich neue Erkenntnisse ergeben.
geschrieben von Brigitte Sauter
Donnerstag, den 14. November 2024
Aktuell wird die Impfung durch die STIKO empfohlen, die Kostenübernahme durch die gesetzlichen Krankenkassen muss aber aktuell (Stand Anfang November 2024) weiter bei der jeweiligen Krankenversicherung beantragt werden: Aktuell müssen Sie als Patientin oder Patient in Vorleistung gehen, die Kosten liegen bei über 200 Euro. Die ist dem Umstand geschuldet, dass die notwendige Vereinbarung der Überführung der Schutzimpfung in den Bremer Rahmenvertrag noch aussteht. Wir hoffen, dass dieser Zustand sich bald normalisiert.
Wie wird das Virus übertragen?
In den Medien ist gerade nach Start der Pandemie immer wieder über das RS-Virus geschrieben worden, insbesondere im Zusammenhang mit kleinen Kindern, die schwerste Krankheitsverläufe aufweisen können. Das Virus kann generell Menschen in allen Altersklassen betreffen. Es ist dadurch gekennzeichnet, dass Krankheitssymptome im Bereich der unteren Atemwege auftreten und die Patienten Erkältungssymptome aufweisen. Das Virus wird im Rahmen einer Tröpfcheninfektion übertragen, d.h. beim Niesen oder beim Husten können infizierte Menschen kleinste Tröpfchen, die Viren enthalten, in der Luft versprühen und dadurch andere Menschen anstecken.
Das RS-Virus kann auch durch eine Schmierinfektion weitergegeben werden. Bei entsprechendem hygienischem Vorgehen ist insofern wenig Infektionsrisiko zu erwarten. RSV-Infektionen können unterschiedlich schwer verlaufen. Es kann mit leichten Infektionen der oberen Atemwege anfangen, aber manchmal sind Infektionen so schwer, dass eine Behandlung im Krankenhaus erforderlich ist und auch tödliche Verläufe sind in seltenen Fällen möglich.
Die Ansteckungsdauer beträgt in der Regel zwischen 2 und 8 Tagen, im Durchschnitt bei fünf Tagen. Menschen mit geschwächter Immunabwehr können manchmal auch deutlich länger, nämlich bis zu Wochen das Virus in sich tragen und das Virus im Einzelfall sogar noch über Monate ausscheiden.
Zu welchen Symptomen kommt es?
Bei Kindern kommt es oft zu Schnupfen und Appetitverlust, das kann sich weiter fortsetzen in Husten und Niesen. Es kann zudem zu einer deutlich verschnellerten Atmung und bis hin zu Atemnot kommen. Bei Frühgeborenen kann es auch zu Aussetzern der Atmung kommen. Bei Erwachsenen weisen die Betroffenen oft gar keine oder kaum Krankheitszeichen auf, es können sich aber auch Krankheitszeichen eines Atemwegsinfekt zeigen. Insbesondere Menschen mit chronischen Herz- und Lungenerkrankungen sind gefährdet, aber auch Patientinnen und Patienten mit einem schwachen Immunsystem.
Der neue Impfstoff ist nur zugelassen für Erwachsene. Diese Impfung wird für alle über 75-Jährigen von der STIKO empfohlen. Damit gilt sie in der Altersklasse als Standardimpfung. Insbesondere wird sie aber für Menschen ab 60 Jahren empfohlen, die in einer Pflegeeinrichtung leben oder die schwere chronische Erkrankungen haben (Erkrankungen von Herzkreislauforganen, Lungen und Nieren, Knochenmark oder unter immununterdrückender Medikation, Chemotherapie stehen oder Transplantation).
Ablauf der Impfung
Die Impfung kann parallel mit anderen Impfungen gegeben werden, sollte dann aber an zwei verschiedenen Injektionsorten gegeben werden. Sie kann wie jede andere Impfung auch zu Nebenwirkungen führen: Die häufigsten Nebenwirkungen sind Schmerzen an der Injektionsstelle sowie Müdigkeit, Muskel-, Kopf- und Gelenkschmerzen. Sie kann auch zu Allgemeinsymptomen wie Fieber oder Schüttelfrost führen.
In der Regel ist die Impfung aber relativ gut verträglich, auch besser als andere Impfungen, die im höheren Lebensalter empfohlen werden. Aktuell gilt die Empfehlung, dass die Impfung einmal im Leben verabreicht wird. Dies kann sich im Lauf der nächsten Jahre ändern, falls sich neue Erkenntnisse ergeben.
Bleiben Sie gesund!
geschrieben von Brigitte Sauter
Donnerstag, den 14. November 2024
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Nach dem Hype in den 1990er und den frühen 2000er Jahren über Magensäureblocker wie Omeprazol oder Pantoprazol ist mittlerweile in Studien klar geworden, dass zwar die Wirkung sehr gut ist, aber eine dauerhafte Anwendung durchaus auch bleibende Schäden, wie zum Beispiel eine Osteoporose, nach sich ziehen kann. In kleinen Mengen sind die oben angeführten Wirkstoffe in den Apotheken frei verkäuflich. Es gibt aber immer wieder Menschen, die anhaltende Beschwerden wie Sodbrennen beklagen und dann auch dauerhaft sogenannte PPI (Protonenpumpenhemmer) nehmen wollen. Patientinnen und Patienten, die unter anhaltenden Beschwerden leiden, kommen auf Dauer nicht um eine Magenspiegelung herum. Manchmal kommen dabei Krankheitsbilder zum Vorschein, die ohne dauerhafte Behandlung in bösartigen Krankheiten enden können. Oft aber ist es so, dass auch mit etwas Lebensstiländerung auf einen Teil oder alle Medikamente verzichtet werden kann. Was kann konkret helfen? Es ist sinnvoll, mehrere kleine Portionen über den Tag verteilt zu essen statt großer Mengen auf einmal. Halten Sie einen Abstand von 3 Stunden zwischen der letzten Mahlzeit und dem Zubettgehen ein. Es sollte keine enge Kleidung getragen werden, weil diese auf den Magen drücken und so zum Aufsteigen des sauren Magensaftes führen kann. Genussmittel wie saure Säfte oder Wein, aber auch andere hochprozentige Alkoholika und Nikotin können Sodbrennen verursachen und sollten deswegen reduziert oder gänzlich vom Speiseplan gestrichen werden. Auch andere säurehaltige Speisen wie Fruchtsäfte, Tomaten oder saure Beeren und auch kohlensäurehaltige Getränke sollten eher gemieden werden. Wer immer wieder unter Sodbrennen leidet, sollte beobachten, wann die Beschwerden auftreten. Wer nachts Beschwerden hat, kann versuchen, den Oberkörper höher zu lagern, zum Beispiel mit einem verstellbaren Lattenrost. Damit kann das Zurücklaufen des sauren Magensaftes in die Speiseröhre verhindert werden. Manchen Menschen hilft es, auf der rechten Körperseite zu schlafen, auch dann kann der Magensaft schlechter in die Speiseröhre zurücklaufen. Reduzieren Sie ihr Gewicht, wenn Sie Übergewicht haben; damit senkt sich der Druck im Bauchraum Wenn Sie zu Verstopfung neigen, sorgen sie für eine regelmäßige Stuhlentleerung. Das Pressen bei der Darmentleerung kann auch zu einem Hochlaufen des Magensaftes führen. Vermeiden Sie Tätigkeiten, wo Sie regelmäßig kopfüber arbeiten müssen, dies erhöht den Druck im Bauchraum Wenn Sie Medikamente einnehmen müssen, dann achten Sie darauf, diese mit genügend Flüssigkeit einzunehmen, damit die Tabletten auch im Magen landen und nicht davor in der Speiseröhre kleben bleiben. Was hilft noch? An rezeptfreien Alternativen fällt vielen sicher zuerst das gute alte Natron ein, gelegentlich angewandt in kleinen Mengen kann es aufgelöst in wenig Wasser die überschüssige Säure binden. Bei zu häufiger Anwendung kann es zu einer Verschiebung in unserem Säurehaushalt führen; deswegen ist Vorsicht geboten. Durch Kaugummi-Kauen wird Speichel produziert, dieser kann in kleinen Mengen den Magensaft neutralisieren. Dieses Mittelchen ist sicher aus den verschiedensten Gründen nicht für jeden geeignet. Auch ein Glas Milch oder säurearmer Tee (zum Beispiel Kamille) können Linderung bringen. Des Weiteren gibt es verschiedene Teemischungen gegen Sodbrennen: eine Mischung aus Kamille, Malve und Eibisch kann einen gereizten Magen beruhigen Fenchel-Anis-Kümmel-Tee ist wohltuend für den Magen-Darm-Trakt bekannt und durchaus schmackhaft Kamille-Fenchel-Süßholzwurzel-Tee Auch andere freiverkäufliche Medikamente können hilfreich gegen Sodbrennen sein, das sollte aber in einem Gespräch geklärt werden, weil nicht alles für jeden zu jeder Zeit das Richtige ist. Manchmal ist es so, dass Patientinnen und Patienten schon lange Säurehemmer genommen haben und gerne die Dosis reduzieren wollen oder sollen. Dann ist es sinnvoll, langsam mit der Dosis runterzugehen, also, nicht von heute auf morgen alles abzusetzen, sondern das Medikament erst mal jeden zweiten und dann jeden dritten Tag einzunehmen. Der Wirkstoff hat eine lange Wirkdauer, so dass dies durchaus funktionieren kann. Und wenn beim Ausschleichen Beschwerden auftreten, dann können genau diese Hausmittel hilfreich sein. geschrieben von Brigitte Sauter Dienstag, den 7. April 2026
