Ernährung bei Diabetes mellitus – worauf sollte man achten?

Grundsätzlich gelten für Menschen mit Diabetes die gleichen Ernährungsempfehlungen wie für gesunde Menschen. Eine gesunde Ernährung hilft dabei, die Blutzuckerwerte besser einzustellen. Menschen mit Diabetes brauchen keine spezielle Diät oder besondere Lebensmittel. Die Ernährung sollte ausgewogen und abwechslungsreich sein und hauptsächlich pflanzliche Produkte wie Gemüse, Früchte und Nüsse sowie Vollkornprodukte enthalten. Bevorzugt werden sollten nährstoffreiche, fettarme Lebensmittel, die wenig verarbeitet sind und einen hohen Anteil an Ballaststoffen haben.

 

Persönliche Vorlieben und Lebensumstände berücksichtigen

 

Neben regelmäßiger Bewegung bildet die Ernährung die Grundlage der Behandlung des Diabetes mellitus. Besonders zu Beginn der Erkrankung können Menschen mit Typ 2 Diabetes ihren Blutzuckerspiegel durch eine Lebensstiländerung stark beeinflussen. Häufig können bereits eine Ernährungsumstellung und vermehrte körperliche Bewegung ausreichen, ohne dass blutzuckersenkende Medikamente erforderlich sind.

 

Nach aktuellem Kenntnisstand gibt es nicht die eine Ernährungsweise für Menschen mit Diabetes mellitus. Verschiedene Ernährungsformen können aber den Zuckerstoffwechsel, die Blutfette und das Risiko für Folgeerkrankungen positiv beeinflussen, wie z.B. eine pflanzenbasierte Ernährung (pflanzenbetonte, vegetarische oder vegane Ernährung), die sogenannte mediterrane Kost (Mittelmeerkost), eine kohlenhydratarme Ernährung oder eine proteinreiche Ernährung.

 

Wie der optimale Speiseplan aussieht, kann für jeden einzelnen sehr unterschiedlich sein. Auch die persönlichen Vorlieben und Lebensumstände sollten berücksichtigt werden und das Ernährungskonzept sollte im Alltag umsetzbar sein. Entscheidend ist, wie die Ernährung insgesamt aussieht. Es kommt nicht so sehr auf ein gelegentliches Kuchenstück zum Kaffee oder gelegentliche Chips vor dem Fernseher an, sondern dass dieses in einen gesunden Ernährungsplan integriert wird und die Ernährung nicht dominiert. Es geht also um das richtige Verhältnis und nicht um generelle Verbote.

 

Mögliche Begleiterkrankungen und auch ob Medikamente eingenommen werden und/oder Insulin gespritzt wird, kann eine Rolle spielen. Im Rahmen der Diabetesschulungen werden Informationen rund um das Thema Ernährung vermittelt.

 

Kohlenhydrate: auf unbearbeitete Lebensmittel setzen

 

Achten Sie auf Kohlenhydrate in den Lebensmitteln. Möglichst vermeiden oder zumindest reduzieren sollten Sie bearbeitete Produkte, denen bei der Produktion viel künstlicher Zucker zugesetzt wurde wie z.B. Süßigkeiten, Kuchen, süße Getränke, aber auch Fertigprodukte und Fast-Food. Denn die Zuckerart in solchen Lebensmitteln kann zu einem starken Anstieg des Blutzuckers führen.

 

Unbearbeitete Lebensmittel enthalten natürlichen Zucker, welcher sich weniger stark auf den Blutzuckerspiegel auswirkt. Geeignete Kohlenhydratquellen sind vor allem Vollkornprodukte, Gemüse, Obst und Hülsenfrüchte. Weißmehlprodukte wie z.B. Weißbrot, weißen Reis und weiße Nudeln sollten Sie möglichst vermeiden. Denn diese Produkte haben einen hohen glykämischen Index. Der glykämische Index gibt an, wie stark und wie schnell kohlenhydrathaltige Lebensmittel den Blutzuckerspiegel erhöhen. Obst und Gemüse dagegen haben einen niedrigen glykämischen Index und führen somit zu einem langsameren Blutzuckeranstieg. 

 

Patientinnen und Patienten mit Diabetes mellitus sollten Kohlenhydrate aus Vollkornprodukten mit einem hohen Anteil an ganzen Körnern, Gemüse mit einem geringen Stärkegehalt (Paprika, Tomaten, Zucchini, Gurken, Spargel, Kohl, Blattgemüse), Hülsenfrüchten (Erbsen, Bohnen, Linsen, Soja) und zuckerarmem Obst (Äpfel, Birnen, Beeren, Zitrusfrüchte, Melone) bevorzugt aufnehmen. Diese Lebensmittel haben außerdem viele Ballaststoffe, wodurch der Blutzuckerspiegel langsamer ansteigt.

 

In Kohlenhydrattabellen kann man sich darüber informieren, wieviel Zucker in den einzelnen Lebensmitteln enthalten ist. Solche Tabellen und viele andere nützliche Tips können Sie im Internet z.B. unter https://www.diabinfo.de/leben/info-ecke/kohlenhydrateinheiten.html finden.

 

Welche Rolle spielen Fette?

 

Die Ernährung sollte möglichst fettarm sein und einen hohen Anteil ungesättigter Fettsäuren enthalten. Geeignete Fettquellen sind z.B. Oliven-oder Rapsöl, Nüsse und Leinsamen. Pflanzliche Fette sollten bevorzugt werden. Wenn Sie tierische Produkte essen, sollten Sie fettarme Fleischprodukte und Wurstsorten, z.B. aus Geflügel, bevorzugen. Fettreiche Fische wie z.B. Lachs, Makrele oder Hering sind ebenfalls sehr gute Fettquellen. Versteckte Fette in verarbeiteten Lebensmitteln wie Süßigkeiten, Chips, Fast-Food und Gebäck sollten möglichst vermieden werden. Bei Milchprodukten wie Käse oder Joghurt sollten sie fettarme Produkte bevorzugen.

 

Zusammensetzung der Nahrung


Zusammengefasst sollten Sie Gemüsesorten mit einem hohen Ballaststoff- und geringen Stärkegehalt und wenig verarbeitete Lebensmittel bevorzugen. Stark verarbeitete Getreideprodukte und Lebensmittel mit zugesetztem Zucker sollten reduziert oder gar zu vermieden werden. Achten Sie auf die Zusammensetzung des Fettgehaltes mit möglichst ungesättigten Fettsäuren.

Entsprechend der nationalen Versorgungsleitlinie sollte die Ernährung zu ca. 45 bis 55 Prozent aus Kohlenhydraten, ca. 10 bis 20 Prozent Protein und ca. 30 bis 35 Prozent Fett bestehen. Personen mit Nierenerkrankungen sollten allerdings darauf achten, nicht zu viel Eiweiß zu essen.

 

Salzhaltige Lebensmittel sollten weniger konsumiert und auch beim Kochen weniger Salz verwendet werden. Achten Sie auf eine ausreichende Trinkmenge von mindestens 1,5 Liter pro Tag, am besten Wasser, ungesüßte Tees oder andere zuckerfreie Getränke. Trinken Sie keinen oder nur wenig Alkohol, denn Alkohol kann bei regelmäßigem Konsum zu einer Gewichtszunahme führen und bei Patienten mit einer medikamentösen Diabetestherapie den Blutzuckerspiegel senken und so zu einer Unterzuckerung führen.

 


geschrieben von Dr. Hertramph

Dienstag, den 15. September 2026


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Nach dem Hype in den 1990er und den frühen 2000er Jahren über Magensäureblocker wie Omeprazol oder Pantoprazol ist mittlerweile in Studien klar geworden, dass zwar die Wirkung sehr gut ist, aber eine dauerhafte Anwendung durchaus auch bleibende Schäden, wie zum Beispiel eine Osteoporose, nach sich ziehen kann. In kleinen Mengen sind die oben angeführten Wirkstoffe in den Apotheken frei verkäuflich. Es gibt aber immer wieder Menschen, die anhaltende Beschwerden wie Sodbrennen beklagen und dann auch dauerhaft sogenannte PPI (Protonenpumpenhemmer) nehmen wollen. Patientinnen und Patienten, die unter anhaltenden Beschwerden leiden, kommen auf Dauer nicht um eine Magenspiegelung herum. Manchmal kommen dabei Krankheitsbilder zum Vorschein, die ohne dauerhafte Behandlung in bösartigen Krankheiten enden können. Oft aber ist es so, dass auch mit etwas Lebensstiländerung auf einen Teil oder alle Medikamente verzichtet werden kann. Was kann konkret helfen? Es ist sinnvoll, mehrere kleine Portionen über den Tag verteilt zu essen statt großer Mengen auf einmal. Halten Sie einen Abstand von 3 Stunden zwischen der letzten Mahlzeit und dem Zubettgehen ein. Es sollte keine enge Kleidung getragen werden, weil diese auf den Magen drücken und so zum Aufsteigen des sauren Magensaftes führen kann. Genussmittel wie saure Säfte oder Wein, aber auch andere hochprozentige Alkoholika und Nikotin können Sodbrennen verursachen und sollten deswegen reduziert oder gänzlich vom Speiseplan gestrichen werden. Auch andere säurehaltige Speisen wie Fruchtsäfte, Tomaten oder saure Beeren und auch kohlensäurehaltige Getränke sollten eher gemieden werden. Wer immer wieder unter Sodbrennen leidet, sollte beobachten, wann die Beschwerden auftreten. Wer nachts Beschwerden hat, kann versuchen, den Oberkörper höher zu lagern, zum Beispiel mit einem verstellbaren Lattenrost. Damit kann das Zurücklaufen des sauren Magensaftes in die Speiseröhre verhindert werden. Manchen Menschen hilft es, auf der rechten Körperseite zu schlafen, auch dann kann der Magensaft schlechter in die Speiseröhre zurücklaufen. Reduzieren Sie ihr Gewicht, wenn Sie Übergewicht haben; damit senkt sich der Druck im Bauchraum Wenn Sie zu Verstopfung neigen, sorgen sie für eine regelmäßige Stuhlentleerung. Das Pressen bei der Darmentleerung kann auch zu einem Hochlaufen des Magensaftes führen. Vermeiden Sie Tätigkeiten, wo Sie regelmäßig kopfüber arbeiten müssen, dies erhöht den Druck im Bauchraum Wenn Sie Medikamente einnehmen müssen, dann achten Sie darauf, diese mit genügend Flüssigkeit einzunehmen, damit die Tabletten auch im Magen landen und nicht davor in der Speiseröhre kleben bleiben. Was hilft noch? An rezeptfreien Alternativen fällt vielen sicher zuerst das gute alte Natron ein, gelegentlich angewandt in kleinen Mengen kann es aufgelöst in wenig Wasser die überschüssige Säure binden. Bei zu häufiger Anwendung kann es zu einer Verschiebung in unserem Säurehaushalt führen; deswegen ist Vorsicht geboten. Durch Kaugummi-Kauen wird Speichel produziert, dieser kann in kleinen Mengen den Magensaft neutralisieren. Dieses Mittelchen ist sicher aus den verschiedensten Gründen nicht für jeden geeignet. Auch ein Glas Milch oder säurearmer Tee (zum Beispiel Kamille) können Linderung bringen. Des Weiteren gibt es verschiedene Teemischungen gegen Sodbrennen: eine Mischung aus Kamille, Malve und Eibisch kann einen gereizten Magen beruhigen Fenchel-Anis-Kümmel-Tee ist wohltuend für den Magen-Darm-Trakt bekannt und durchaus schmackhaft Kamille-Fenchel-Süßholzwurzel-Tee Auch andere freiverkäufliche Medikamente können hilfreich gegen Sodbrennen sein, das sollte aber in einem Gespräch geklärt werden, weil nicht alles für jeden zu jeder Zeit das Richtige ist. Manchmal ist es so, dass Patientinnen und Patienten schon lange Säurehemmer genommen haben und gerne die Dosis reduzieren wollen oder sollen. Dann ist es sinnvoll, langsam mit der Dosis runterzugehen, also, nicht von heute auf morgen alles abzusetzen, sondern das Medikament erst mal jeden zweiten und dann jeden dritten Tag einzunehmen. Der Wirkstoff hat eine lange Wirkdauer, so dass dies durchaus funktionieren kann. Und wenn beim Ausschleichen Beschwerden auftreten, dann können genau diese Hausmittel hilfreich sein. geschrieben von Brigitte Sauter Dienstag, den 7. April 2026
13. März 2026
Aufgabe der Haut Die Haut, das größte Organ des Menschen, bildet die Barriere zwischen Umwelt und Körperinnerem. Sie puffert äußere Einflüsse ab, schützt den Körper vor Licht, Wasser, Schadstoffen und Keimen. Über Fühler in der Haut erspürt der Tastsinn Berührungen und Druck. Sinneszellen und Nerven nehmen Schmerz- und Temperaturreize auf, filtern sie und leiten sie nach innen. Die Haut regelt den Austausch von Wärme sowie die Abgabe von Schweiß und anderen Substanzen nach außen. Was verursacht trockene Haut? Im Gesicht erscheint trockene Haut oft müde und fahl. Manchmal zeigen sich dünne Schuppen und gerötete Stellen. Auf rauen Wangen entwickeln sich rasch feine Fältchen. Besonders leicht spannt und juckt die Haut auch an den Unterschenkeln über den Schienbeinen, an Füßen, Händen, Ellbogen und Unterarmen. Wenn der Haut anhaltend Fett und Feuchtigkeit fehlen, zieht sie sich pergamentartig zusammen. Erhält sie dann nicht ausreichend Schutz und Pflege, kann sie sich vermehrt schuppen, rissig werden und sich entzünden. Menschen, die zu trockener Haut neigen, bringen meist die Anlage dafür mit. Aber viele verstärken diese Tendenz noch durch ihren Lebensstil und falsche Pflegegewohnheiten. Äußere Einflüsse wie Kälte, Hitze, Sonne und Wasser sowie Reizstoffe spielen eine wesentliche Rolle, wenn die Haut anfängt zu spannen und zu ziehen. Von innen her wirken Flüssigkeitsmangel, einseitige Ernährung, Hormonschwankungen und nicht zuletzt die Psyche auf den Hautzustand. Außerdem wird die Haut im Alter natürlicherweise trockener. Warum trocknet die Haut aus? Ausgeprägte Hauttrockenheit zeigt manchmal einen bedrohlichen Flüssigkeitsverlust im Körper an. Sie kann auch Teil einer bestimmten Krankheit sein. Hautkrankheiten wie Neurodermitis, Kontaktekzeme, Schuppenflechte. Einige Hormon- und Stoffwechselerkrankungen, etwa eine Schilddrüsenunterfunktion oder Diabetes mellitus, kommen ebenfalls als Verursacher infrage. Die Hautbarriere "bröckelt", wenn die Haut Feuchtigkeit und Fette (Lipide) verliert und nicht mehr fähig ist, den Verlust auszugleichen. Dann trocknet die Haut aus. Um das zu verhindern, gibt der Körper normalerweise Flüssigkeit an die Oberhaut ab. Deshalb ist es zum Beispiel wichtig, ausreichend zu trinken. Zum anderen leiten die beiden unteren Hautschichten Lipide nach oben. Schließlich produzieren die in der Haut angelegten Talgdrüsen ein Fettgemisch, das die Hautoberfläche mit einem schützenden Film überzieht. Je älter die Haut wird, umso weniger kann sie Feuchtigkeit speichern und Fette bilden. Unsere Schutzhülle wird im Laufe des Lebens dünner und verletzlicher. Äußere sowie innere Einflüsse können ein von Natur aus eher trockenes Hautbild noch verstärken und die Hautbarriere angreifen. Einflüsse von außen Wind und Wetter: Sowohl bei Kälte wie bei Hitze gibt die Haut vermehrt Feuchtigkeit ab. Ist zudem die Luftfeuchtigkeit geringer, trocknet sie schneller aus. Wenn es heiß ist, verliert die Haut durch vermehrtes Schwitzen weiter an Flüssigkeit. Sonneneinstrahlung: Einerseits nutzt die Haut das Sonnenlicht, um mit seiner Hilfe Vitamin D zu bilden. Ist die Haut jedoch länger und intensiver der Sonne ausgesetzt, fangen die betroffenen Partien an zu spannen, sie röten sich und können schmerzen. Häufige Sonnenbrände setzen der Haut nachhaltig zu. Es erhöht das Risiko, in späteren Jahren an Hautkrebs zu erkranken, erheblich. Eng sitzende Kleidungsstücke lassen die Haut oft zu wenig atmen. Zudem schwitzt sie stärker. Trockene Haut schuppt und juckt dann vermehrt. Auch raue Stoffe oder chemische Zusätze in den Materialien setzen gereizter Haut zu. Im Alltag hantieren wir häufig mit unterschiedlichen chemischen Substanzen , die bei direktem und wiederholtem Kontakt die Haut angreifen können. Reinigungs- und Waschmittel, Farben, Lacke, Lösungsmittel gehören dazu. Deshalb ist es wichtig, gefährdete Hautbereiche mit entsprechender Kleidung zu schützen, um Kontaktekzeme und andere entzündliche Reaktionen zu vermeiden. Das gilt insbesondere für Menschen, die beruflich ständig mit Reizstoffen umgehen. Einflüsse von innen Schwitzen: etwa beim Sport oder bei hochsommerlichen Temperaturen, ist eine wesentliche Maßnahme des Körpers, um den Wärmehaushalt auszugleichen. Dadurch gehen jedoch kurzfristig Flüssigkeit und Salze verloren. Durch Trinken, etwa vor oder nach dem Sport, gleichen wir den Verlust wieder aus. Zu wenig trinken: Die Haut ist auf einen ausgeglichenen Wasserhaushalt im Körper angewiesen. Wer über längere Phasen zu wenig trinkt, sein Durstgefühl unterdrückt, etwa in Stresszeiten, nimmt der Haut ihr Feuchtigkeitspolster. Rauchen: Oft verrät die Haut den Raucher, da die Gesichtshaut bei vielen Rauchern blass, trocken und grau wirkt. Sie zeigt frühzeitig feine Fältchen. Das Risiko für Hautkrankheiten wie Schuppenflechte, die mit trockener Haut einhergeht. Alkohol: Wer Alkohol trinkt, schwitzt stärker. Allein dadurch trocknet die Haut leichter aus. Stress, seelische Belastungen: Dass die Haut der Spiegel der Seele ist, kennen viele aus eigener Beobachtung. Glückliche, entspannte Lebensphasen beflügeln, ebenso wie positiver Stress und lassen die Haut frisch und rosig erscheinen. Kehrt sich befriedigende Aktivität in negative Daueranspannung um, leidet die Haut sichtbar mit. Sie wird blass und fahl, spannt, schuppt und juckt. Lebensalter, hormonelle Veränderungen: Verschiedene Hormone, darunter die Geschlechtshormone, beeinflussen auch den Hautzustand. Insbesondere Frauen erleben es, dass sich ihr Hauttyp im Laufe ihres Lebens verändert. Sie normalisiert sich später, etwa unter Einnahme eines Verhütungsmittels oder während der Schwangerschaft und Stillzeit. In den Wechseljahren schließlich neigt die Haut oft deutlich zu Trockenheit. Erkrankungen, wie z.B. die Zuckerkrankheit, Diabetes mellitus , zeigt sich die Haut sehr häufig trocken, sie juckt und neigt zu Entzündungen. Mangelernährung ist zu vermeiden wichtig ausgewogene Ernährung, Vitamin- und Mineralstoffreich. Was hilft unserer Haut? Schutz vor Kälte: Packen Sie im Herbst und Winter empfindliche Partien gut ein, wenn Sie ins Freie gehen, die Hände zum Beispiel mit Handschuhen. Wappnen Sie das Gesicht mit einer fetthaltigen Creme gegen kalte Luft, und geben Sie erst wenn Sie wieder im Warmen sitzen, feuchtigkeitsspendende Produkte dazu. Schutz vor Sonne: Verwenden Sie am besten Sonnenschutzmittel mit einem hohen Lichtschutzfaktor, und zwar nicht nur gegen die Sommersonne, sondern auch an goldenen Winter- und Frühlingstagen sowie im Gebirge und am Meer. Außerdem bewahren Hüte und luftige, helle Kleidung im Frühjahr und Sommer vor einem Zuviel an schädlichen Strahlen. Schutz vor Feuchtigkeitsverlusten: Da trockene Haut nicht nur Fett, sondern insbesondere auch Feuchtigkeit braucht, helfen Sie ihr, wenn Sie ausreichend trinken. Das bedeutet, täglich mindestens 1,5 Liter geeignete Flüssigkeit (zusätzlich zum flüssigen Anteil in fester Nahrung wie etwa Obst) aufzunehmen. Menschen mit einigen Herz-, Leber- oder Nierenleiden müssen jedoch die für sie geeignete Trinkmenge mit ihrem Arzt absprechen. Behutsame Körperpflege: Duschen Sie mit lauwarmem Wasser, eventuell auch nur jeden zweiten Tag. Übertriebenes Waschen und heftiges Rubbeln greifen die Haut an. Gewöhnliche Seifen oder entfettende Waschgels verstärken die Trockenheitsprobleme noch. Auch häufige Peelings verträgt trockene Haut nicht gut, da ihre Hornschicht dünner und nicht so robust ist. Duftstoffe und Konservierungsmittel in Kosmetikprodukten reizen die empfindliche Haut zusätzlich. Sie kann allergisch reagieren. Rötungen und entzündliche Stellen sind die Folge. Verwenden Sie milde, seifenfreie, hautneutrale Dusch- und Waschgels . Ausgiebige Vollbäder sind nichts für trockene Haut. Wählen Sie Hygiene- und Pflegeprodukte, die Feuchtigkeit spenden, rückfetten und möglichst nicht parfümiert sind. Wasser und Glycerin sollten daher bei den Inhaltsstoffen so weit vorn wie möglich stehen. Wer trockene Haut hat, darf ruhig reichlicher cremen, aber Vorsicht: Auch ein Zuviel des Guten setzt der Haut zu. Ein Klassiker der Körperpflege ist die Body-Creme. Cremes haben meist einen höheren Fettanteil als beispielsweise Lotionen, ziehen daher aber auch langsamer in die Haut ein. Sie sind gut geeignet für die Pflege kleinerer, besonders trockener Körperstellen, wie den Ellenbogen oder den Knien. Je schuppiger die Haut ist, desto höher sollte der Fett Anteil sein. Öle haben den höchsten Fettanteil. Wird ein Körperöl direkt nach dem Duschen in die noch feuchte Haut einmassiert, schließt es die Feuchtigkeit in den Poren ein und sorgt gleichzeitig dafür, dass die Hautoberfläche wieder geschmeidiger wird. Einige pflanzliche Öle können zudem entzündungshemmend wirken. Der Nachteil: Viele Öle hinterlassen einen leicht klebrigen Film. Die Sorge, Öle würden die körpereigene Fettproduktion beeinflussen, ist unberechtigt. Bei ausschließlicher Anwendung können Öle aber verhindern, dass die Haut ausreichend Feuchtigkeit bekommt, was die Haut langfristig austrocknen kann. Gegen eine gelegentliche Nutzung von Körperölen spricht aber nichts. Lotionen haben im Vergleich zu Creme oder Öl den höchsten Wasseranteil, lassen sich meist leicht auftragen und ziehen schnell ein. Welcher Zusatz ist sinnvoll? Urea (Harnstoff) lagert sich in den oberen Hautschichten ein und bindet dort Feuchtigkeit. Von außen aufgetragen sorgt Urea dafür, dass trockene Haut besser abschuppen kann. Die Oberfläche wird glatter. Bei normaler Haut, die gerade mal etwas trocken ist, reichen fünf Prozent Urea aus. Sehr trockene Haut verträgt auch zehn Prozent. Eine höhere Konzentration ist für diesen Einsatzbereich nicht zu empfehlen. Mit 20 Prozent Urea lässt sich bereits Hornhaut an den Füßen lösen. Wird eine Lotion oder Creme auf kleinste Verletzungen aufgetragen, kann es zu einem starken Brennen kommen. Deshalb sollte man direkt nach dem Rasieren auf Urea-haltige Produkte verzichten. Panthenol ist die Vorstufe von Vitamin B 5 und auch unter dem Namen Dexpanthenol bekannt. Es kann bei trockener Haut helfen, weil es die Zellerneuerung unterstützt. Panthenol ist auch bei Hautirritationen oder rissiger Haut geeignet. geschrieben von Marvena Zeller Freitag, den 13. März 2026
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