Das Lungenkrebsscreening – eine neue Vorsorgeuntersuchung

Etwa Lungenkrebs ist die häufigste Krebsart bei Männern und Frauen. Um diesen früher zu erkennen, gibt es seit April dieses Jahres eine neue Vorsorgeuntersuchung: das Lungenkrebsscreening durch ein so genanntes Niedrigdosis-CT. CT steht für Computertomogramm, dies wird oft auch als Schichtröntgen bezeichnet.


Oft ist es so, dass Lungenkrebserkrankungen – wie viele andere Krebserkrankungen auch – erst in einem späten Stadium erkannt werden. Da Rauchen der stärkste Risikofaktor für das Lungenkrebsgeschehen ist, ist das neue Früherkennungsangebot für alle Menschen zwischen 50 und 75 Jahren entwickelt wurden, die eine bestimmte hohe Tabakexposition aufweisen und nicht länger als 10 Jahre rauchfrei sind.


Ziel: bösartige Tumore früher erkennen

Man weiß, dass das Risiko für die Entwicklung eines Lungenkrebses ansteigt, je früher Menschen mit dem Rauchen begonnen haben, je mehr sie geraucht haben und je länger sie geraucht haben. Dabei wird die Menge des Rauchens in den so genannten packyears oder auch Päckchenpackungsjahren ausgerechnet. Um Packyears auszurechnen, zählt man die Anzahl der Jahre, in denen insgesamt geraucht wurde, und multipliziert sie mit der Anzahl der Packungen, die im Durchschnitt pro Tag geraucht wurden. Dabei geht man davon aus, dass eine Packung 20 Zigaretten enthält. Hierzu gibt es auch einen Rechner im Internet: https://packyearscalculator.com/de/


In Studien hat man feststellen können, dass durch die neue Lungenkrebsfrüherkennung bösartige Tumore im Durchschnitt in früheren Stadien gefunden werden, also mit einer kleineren Gesamtgröße und damit auch einem kleineren Risiko, bereits gestreut zu haben. Dadurch steigt die Überlebenswahrscheinlichkeit.


Ablauf eines Lungenkrebsscreenings

Nach einem Gespräch in der hausärztlichen Praxis, in dem die Berechtigung zum Screening festgestellt wird, findet die Untersuchung selbst in entsprechend zugelassenen Radiologie-Zentren statt. Die Befundung der Untersuchung geschieht durch geschulte Radiolog:innen zusammen mit computerassistierten Systemen. Eine Wiederholung der Kontrolle wird standardmäßig nach zwölf Monaten stattfinden. Sollten Auffälligkeiten nachgewiesen werden, werden diese weiter abgeklärt in entsprechenden Lungenzentren oder aber es wird eine Kontrolle empfohlen mit einem verkürzten Zeitintervall, um immer noch früh genug potenziell wachsende Herde erkennen und damit auch abklären zu können.


Solche Untersuchungen gehen mit gewissen Risiken einher: Hierzu gehören zum Beispiel die falsch positiven Befunde. Dabei wird initial der Verdacht auf eine Lungenkrebserkrankung gestellt, der nach entsprechender weiterer Diagnostik ausgeschlossen werden kann. Solche Situationen sind immer mit einer hohen Anspannung für die Patient:innen verbunden und mit einer entsprechenden Diagnostik.


Genauso gibt es sogenannte falsch negative Befunde: Hier wird Initial davon ausgegangen, dass es keinen Hinweis auf eine bösartige Erkrankung gibt; leider zeigt sich dann in 8 Prozent aller Lungenkrebsfälle das Gegenteil. Das heißt, es wurde eine falsche Sicherheit vorgegaukelt.


Und natürlich muss man auch davon ausgehen, dass eine gewisse Strahlenbelastung auftritt. Man geht von einer Strahlenbelastung von circa einem Millisievert pro low-dose-CT aus. Und diese Strahlenbelastung erhöht ihrerseits wieder das Lungenkrebsrisiko und zwar bei Frauen um etwa 0,25 Prozent und bei Männern um etwa 0,1 Prozent.


Man geht insgesamt trotzdem davon aus, dass man mit der Maßnahme mehr Nutzen als Schaden anrichtet.


Aufklärung zu Nikotin wichtig

Generell ist mit dem Lungenkrebsscreening natürlich das Thema Nikotin verbunden. Da Nikotin der größte Risikofaktor für die Entwicklung eines Lungenkrebses ist, sollte verbunden mit der Aufklärung und Indikationsstellung für die Lungenkrebsvorsorgeuntersuchung auch immer die Frage gestellt werden: Seit wann wird wie viel pro Tag geraucht, wie hoch ist der Suchtdruck? Auch dazu gibt es entsprechende Fragebögen, die im Internet einsehbar sind:

https://www.rauchfrei-info.de/unterstuetzung/ausstiegsprogramm/fagerstroem-test/


Wenn Sie Fragen zum Thema Nikotin und zum Thema der Lungenkrebsvorsorgeuntersuchung haben, sprechen Sie uns gerne an.



geschrieben von Brigitte Sauter

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Nach dem Hype in den 1990er und den frühen 2000er Jahren über Magensäureblocker wie Omeprazol oder Pantoprazol ist mittlerweile in Studien klar geworden, dass zwar die Wirkung sehr gut ist, aber eine dauerhafte Anwendung durchaus auch bleibende Schäden, wie zum Beispiel eine Osteoporose, nach sich ziehen kann. In kleinen Mengen sind die oben angeführten Wirkstoffe in den Apotheken frei verkäuflich. Es gibt aber immer wieder Menschen, die anhaltende Beschwerden wie Sodbrennen beklagen und dann auch dauerhaft sogenannte PPI (Protonenpumpenhemmer) nehmen wollen. Patientinnen und Patienten, die unter anhaltenden Beschwerden leiden, kommen auf Dauer nicht um eine Magenspiegelung herum. Manchmal kommen dabei Krankheitsbilder zum Vorschein, die ohne dauerhafte Behandlung in bösartigen Krankheiten enden können. Oft aber ist es so, dass auch mit etwas Lebensstiländerung auf einen Teil oder alle Medikamente verzichtet werden kann. Was kann konkret helfen? Es ist sinnvoll, mehrere kleine Portionen über den Tag verteilt zu essen statt großer Mengen auf einmal. Halten Sie einen Abstand von 3 Stunden zwischen der letzten Mahlzeit und dem Zubettgehen ein. Es sollte keine enge Kleidung getragen werden, weil diese auf den Magen drücken und so zum Aufsteigen des sauren Magensaftes führen kann. Genussmittel wie saure Säfte oder Wein, aber auch andere hochprozentige Alkoholika und Nikotin können Sodbrennen verursachen und sollten deswegen reduziert oder gänzlich vom Speiseplan gestrichen werden. Auch andere säurehaltige Speisen wie Fruchtsäfte, Tomaten oder saure Beeren und auch kohlensäurehaltige Getränke sollten eher gemieden werden. Wer immer wieder unter Sodbrennen leidet, sollte beobachten, wann die Beschwerden auftreten. Wer nachts Beschwerden hat, kann versuchen, den Oberkörper höher zu lagern, zum Beispiel mit einem verstellbaren Lattenrost. Damit kann das Zurücklaufen des sauren Magensaftes in die Speiseröhre verhindert werden. Manchen Menschen hilft es, auf der rechten Körperseite zu schlafen, auch dann kann der Magensaft schlechter in die Speiseröhre zurücklaufen. Reduzieren Sie ihr Gewicht, wenn Sie Übergewicht haben; damit senkt sich der Druck im Bauchraum Wenn Sie zu Verstopfung neigen, sorgen sie für eine regelmäßige Stuhlentleerung. Das Pressen bei der Darmentleerung kann auch zu einem Hochlaufen des Magensaftes führen. Vermeiden Sie Tätigkeiten, wo Sie regelmäßig kopfüber arbeiten müssen, dies erhöht den Druck im Bauchraum Wenn Sie Medikamente einnehmen müssen, dann achten Sie darauf, diese mit genügend Flüssigkeit einzunehmen, damit die Tabletten auch im Magen landen und nicht davor in der Speiseröhre kleben bleiben. Was hilft noch? An rezeptfreien Alternativen fällt vielen sicher zuerst das gute alte Natron ein, gelegentlich angewandt in kleinen Mengen kann es aufgelöst in wenig Wasser die überschüssige Säure binden. Bei zu häufiger Anwendung kann es zu einer Verschiebung in unserem Säurehaushalt führen; deswegen ist Vorsicht geboten. Durch Kaugummi-Kauen wird Speichel produziert, dieser kann in kleinen Mengen den Magensaft neutralisieren. Dieses Mittelchen ist sicher aus den verschiedensten Gründen nicht für jeden geeignet. Auch ein Glas Milch oder säurearmer Tee (zum Beispiel Kamille) können Linderung bringen. Des Weiteren gibt es verschiedene Teemischungen gegen Sodbrennen: eine Mischung aus Kamille, Malve und Eibisch kann einen gereizten Magen beruhigen Fenchel-Anis-Kümmel-Tee ist wohltuend für den Magen-Darm-Trakt bekannt und durchaus schmackhaft Kamille-Fenchel-Süßholzwurzel-Tee Auch andere freiverkäufliche Medikamente können hilfreich gegen Sodbrennen sein, das sollte aber in einem Gespräch geklärt werden, weil nicht alles für jeden zu jeder Zeit das Richtige ist. Manchmal ist es so, dass Patientinnen und Patienten schon lange Säurehemmer genommen haben und gerne die Dosis reduzieren wollen oder sollen. Dann ist es sinnvoll, langsam mit der Dosis runterzugehen, also, nicht von heute auf morgen alles abzusetzen, sondern das Medikament erst mal jeden zweiten und dann jeden dritten Tag einzunehmen. Der Wirkstoff hat eine lange Wirkdauer, so dass dies durchaus funktionieren kann. Und wenn beim Ausschleichen Beschwerden auftreten, dann können genau diese Hausmittel hilfreich sein. geschrieben von Brigitte Sauter Dienstag, den 7. April 2026
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