Chronikerbescheinung direkt in unserer Praxis erhältlich

Viele Patienten kennen es: Wer eine schwerwiegende chronische Erkrankung hat, kann sich eine sogenannte Chronikerbescheinigung ausstellen lassen. Damit können Zuzahlungen von 2 auf 1 Prozent des jährlichen Bruttoeinkommens gesenkt werden. Während die Chronikerbescheinigung viele Jahre zu den Ärgernissen in Arztpraxen gehörte, ist das Ausstellen dank eines bundesweit einheitlichen Formulars inzwischen deutlich einfacher geworden.


Dieses Formular ist bei Bedarf bei uns in der Praxis erhältlich und kann elektronisch ausgefüllt werden. Damit entfällt der bisherige Weg, der Patienten erst zur Kasse, dann zur Arztpraxis und anschließend wieder zurück zur Krankenkasse führte.


Informationen auf das Notwendigste reduziert


Der überarbeitete Vordruck für eine Chronikerbescheinigung ist deutlich übersichtlicher als das alte Muster und hat im neuen A6-Format die Größe eines Rezepts. Auch die notwendigen Informationen, die Patienten angeben müssen, wurden mittlerweile auf das Nötigste reduziert. Auf der Bescheinigung geben wir nur noch die Dauerdiagnose/n an und vermerken, seit wann der Patient wegen dieser Erkrankung bei uns in Behandlung ist. Patienten müssen sich jedoch weiterhin eigenständig um einen entsprechenden Einkommensnachweis kümmern, um die Höhe der erforderlichen Zuzahlung zu bestimmen.


Wann ist eine Erkrankung chronisch?


Die Feststellung, dass der Versicherte an einer schwerwiegenden chronischen Krankheit leidet, wird durch die Krankenkassen getroffen. Per Definition ist eine Erkrankung dann als chronisch zu bezeichnen, wenn sie mindestens ein Jahr lang ärztlich behandelt wurde oder wenn eines der folgenden Merkmale vorliegt:


- es liegt eine Pflegbedürftigkeit mindestens der Pflegestufe 2 oder 3 vor


- es liegt eine Schwerbehinderung mit mindestens einem Grad der Behinderung von 60 vor oder eine Minderung der Erwerbsfähigkeit von mindestens 60 Prozent


- es ist eine kontinuierliche medizinische Versorgung erforderlich (durch ärztliche oder psychotherapeutische Behandlung, durch Versorgung mit Hilfs-oder Heilmitteln, durch Arzneimittel oder pflegerische Betreuung), ohne die nach ärztlicher Einschätzung eine lebensbedrohliche Verschlimmerung, eine Verminderung der Lebenserwartung oder eine Beeinträchtigung der Lebensqualität zu erwarten ist.

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Nach dem Hype in den 1990er und den frühen 2000er Jahren über Magensäureblocker wie Omeprazol oder Pantoprazol ist mittlerweile in Studien klar geworden, dass zwar die Wirkung sehr gut ist, aber eine dauerhafte Anwendung durchaus auch bleibende Schäden, wie zum Beispiel eine Osteoporose, nach sich ziehen kann. In kleinen Mengen sind die oben angeführten Wirkstoffe in den Apotheken frei verkäuflich. Es gibt aber immer wieder Menschen, die anhaltende Beschwerden wie Sodbrennen beklagen und dann auch dauerhaft sogenannte PPI (Protonenpumpenhemmer) nehmen wollen. Patientinnen und Patienten, die unter anhaltenden Beschwerden leiden, kommen auf Dauer nicht um eine Magenspiegelung herum. Manchmal kommen dabei Krankheitsbilder zum Vorschein, die ohne dauerhafte Behandlung in bösartigen Krankheiten enden können. Oft aber ist es so, dass auch mit etwas Lebensstiländerung auf einen Teil oder alle Medikamente verzichtet werden kann. Was kann konkret helfen? Es ist sinnvoll, mehrere kleine Portionen über den Tag verteilt zu essen statt großer Mengen auf einmal. Halten Sie einen Abstand von 3 Stunden zwischen der letzten Mahlzeit und dem Zubettgehen ein. Es sollte keine enge Kleidung getragen werden, weil diese auf den Magen drücken und so zum Aufsteigen des sauren Magensaftes führen kann. Genussmittel wie saure Säfte oder Wein, aber auch andere hochprozentige Alkoholika und Nikotin können Sodbrennen verursachen und sollten deswegen reduziert oder gänzlich vom Speiseplan gestrichen werden. Auch andere säurehaltige Speisen wie Fruchtsäfte, Tomaten oder saure Beeren und auch kohlensäurehaltige Getränke sollten eher gemieden werden. Wer immer wieder unter Sodbrennen leidet, sollte beobachten, wann die Beschwerden auftreten. Wer nachts Beschwerden hat, kann versuchen, den Oberkörper höher zu lagern, zum Beispiel mit einem verstellbaren Lattenrost. Damit kann das Zurücklaufen des sauren Magensaftes in die Speiseröhre verhindert werden. Manchen Menschen hilft es, auf der rechten Körperseite zu schlafen, auch dann kann der Magensaft schlechter in die Speiseröhre zurücklaufen. Reduzieren Sie ihr Gewicht, wenn Sie Übergewicht haben; damit senkt sich der Druck im Bauchraum Wenn Sie zu Verstopfung neigen, sorgen sie für eine regelmäßige Stuhlentleerung. Das Pressen bei der Darmentleerung kann auch zu einem Hochlaufen des Magensaftes führen. Vermeiden Sie Tätigkeiten, wo Sie regelmäßig kopfüber arbeiten müssen, dies erhöht den Druck im Bauchraum Wenn Sie Medikamente einnehmen müssen, dann achten Sie darauf, diese mit genügend Flüssigkeit einzunehmen, damit die Tabletten auch im Magen landen und nicht davor in der Speiseröhre kleben bleiben. Was hilft noch? An rezeptfreien Alternativen fällt vielen sicher zuerst das gute alte Natron ein, gelegentlich angewandt in kleinen Mengen kann es aufgelöst in wenig Wasser die überschüssige Säure binden. Bei zu häufiger Anwendung kann es zu einer Verschiebung in unserem Säurehaushalt führen; deswegen ist Vorsicht geboten. Durch Kaugummi-Kauen wird Speichel produziert, dieser kann in kleinen Mengen den Magensaft neutralisieren. Dieses Mittelchen ist sicher aus den verschiedensten Gründen nicht für jeden geeignet. Auch ein Glas Milch oder säurearmer Tee (zum Beispiel Kamille) können Linderung bringen. Des Weiteren gibt es verschiedene Teemischungen gegen Sodbrennen: eine Mischung aus Kamille, Malve und Eibisch kann einen gereizten Magen beruhigen Fenchel-Anis-Kümmel-Tee ist wohltuend für den Magen-Darm-Trakt bekannt und durchaus schmackhaft Kamille-Fenchel-Süßholzwurzel-Tee Auch andere freiverkäufliche Medikamente können hilfreich gegen Sodbrennen sein, das sollte aber in einem Gespräch geklärt werden, weil nicht alles für jeden zu jeder Zeit das Richtige ist. Manchmal ist es so, dass Patientinnen und Patienten schon lange Säurehemmer genommen haben und gerne die Dosis reduzieren wollen oder sollen. Dann ist es sinnvoll, langsam mit der Dosis runterzugehen, also, nicht von heute auf morgen alles abzusetzen, sondern das Medikament erst mal jeden zweiten und dann jeden dritten Tag einzunehmen. Der Wirkstoff hat eine lange Wirkdauer, so dass dies durchaus funktionieren kann. Und wenn beim Ausschleichen Beschwerden auftreten, dann können genau diese Hausmittel hilfreich sein. geschrieben von Brigitte Sauter Dienstag, den 7. April 2026
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