Eisenmangel: Symptome erkennen und behandeln

Es gibt viele Gründe dafür, dass wir unzureichend mit Eisen versorgt sein und so eine Blutarmut entwickeln können. Bei Frauen im gebärfähigen Alter ist ein Eisenmangel die häufigste Ursache für eine Anämie, auch nach Operationen kann eine solche auftreten, nach Blutungen im Magendarmtrakt, ebenso bei einer rein vegetarischen oder veganen Kost oder auch beispielsweise bei Resorptionsstörungen.

Frauen leiden bis zu 5x häufiger an einem Eisenmangel. Circa 10 Prozent der Bevölkerung sind im Laufe ihres Lebens betroffen.

Typische Symptome:
  • Müdigkeit, aber auch Schlafstörungen, Konzentrationsstörung
  • Abgeschlagenheit
  • verminderte Belastbarkeit, evtl, verbunden mit Luftnot und Thoraxschmerzen bei Belastung
  • Mundwinkelrhagaden, brennende Zunge , Haut-und Nagelveränderungen
  • Blässe der Haut und Schleimhäute
Diagnostiziert wird ein Eisenmangel über eine Laboruntersuchung, wo einerseits der rote Blutfarbstoff, und bei typischen Veränderungen dazu der Eisenspeicher bestimmt wird. Daraus lässt sich dann ablesen, ob ein Mangel besteht. Je nach anzunehmender Ursache erfolgt anschließend die Gabe über die Nahrung oder über Nahrungssupplemente. In wenigen Fällen kann es erforderlich sein, Eisen als Infusion zuzuführen, z.B. bei Nichtverträglichkeit oder auch bei Resorptionsstörungen bei beispielsweise entzündlichen Darmerkrankungen.

Eisenbedarf
  • für Männer und Frauen nach den Wechseljahren: 10 mg / Tag
  • fortpflanzungsfähige Frauen: 15 mg / Tag
  • Schwangere: 20 mg / Tag
  • stillende Frauen: 30 mg / Tag
Generell ist es wichtig, den Auslöser des Mangels zu finden und wenn möglich auszuschalten. Allerdings wird das nicht immer möglich sein. Dann gilt es erst einmal möglichst über die Nahrung genug Eisen zuzuführen. Dabei gibt es Eisenquellen in tierischen und in pflanzlichen Nahrungsmitteln.

Wenn Eisen über die Nahrung nicht in ausreichender Menge aufgenommen werden kann und eine Gabe über Tabletten erfolgt, dann sollte die gleichzeitige Zufuhr von Kaffee, Schwarztee und Grüntee, Kakao, Milchprodukten, Rotwein und calciumreichen und oxalatreiche Nahrungsmitteln NICHT erfolgen.

Typische Nebenwirkungen einer Eisengabe mit Tabletten sind Magendarmbeschwerden wie Bauchschmerzen, Übelkeit; Verstopfung ( selten auch Durchfall) und schwarzer Stuhlgang.

Pflanzliche Eisenquellen (mg Eisen /100 Gramm)
  •     Weizenkleie 16
  •     Kürbiskerne 12,5
  •     Amaranth 9
  •     Leinsamen, Quinoa 8
  •     Pistazien, Hirse 7
  •     Sonnenblumenkerne 6
  •     Pinienkerne 5
  •     Mandeln, Haselnüsse, Haferflocken, Dinkel 4
  •     Knäckebrot, Vollkorn mit Sesam 4,3
  •     Cashews 3
  •     Walnüsse 2,5
  •     Erdnüsse 2,4
  •     Vollreis, Roggenbrot 1,7
  •     Basilikum 7
  •     Brennnessel 4
  •     Topinambur 3,7
  •     Petersilie 3,6
  •     Schwarzwurzel 3,3
  •     Spinat, Löwenzahn, Kresse 3
  •     Feldsalat 2
  •     Erbsen 1,9
  •     Getrocknete Sojabohnen 9,7
  •     Getrocknete Linsen 8
  •     Getrocknete Kichererbsen, dicke Bohnen , weiße Bohnen 6
  •     Getrocknete Pfirsiche 6,5
  •     Getrocknete Aprikosen 4,4
  •     Getrocknete Feigen 3,2
  •     Getrocknete Bananen 2,8
  •     Tofu 5,4

Tierische Eisenquellen (mg Eisen /100 Gramm)
  •     Blutwurst 29,4
  •     Leber 18
  •     Rindfleisch 2,1
  •     Schweinefleisch 1,4
  •     Muscheln 5,8
  •     Ölsardinen 2,5
  •     Seelachs 0,2
  •     Schnittkäse 0,3
  •     Weichkäse 0,2
  •     Sojamilch 0,4
  •     Eigelb 5,5
  •     Eiweiß 0,1

geschrieben von Brigitte Sauter
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