Geistig fit bleiben: So funktioniert Gedächtnistraining

Lernen trainiert unser Gedächtnis – und das ein Leben lang. Damit sind nicht etwa Vokabeln oder mathematische Formeln gemeint, sondern ganz Alltägliches. Auch im hohen Alter kann man sein Gedächtnis durch regelmäßiges Training verbessern und so den Rückgang der Gehirnleistung bei Demenz verzögern. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, geistig fit zu bleiben, beispielsweise durch anspruchsvolle Hobbys und Bewegung.

Von Reisen bis Tanzen
Das Gehirn trainiert man am besten, indem man es regelmäßig vor neue Herausforderungen stellt. Ein gutes Beispiel ist das Reisen: Die Kombination aus Bewegung und Orientierung in einer fremden Umgebung fordert das Gehirn auf besondere Weise. Und es gibt weitere Hobbys, die die kognitive Leistungsfähigkeit verbessern. So gilt Musizieren als besonders effektiver Schutz vor Demenzerkrankungen, da gleichzeitig Konzentration und Koordination gefördert werden. Auch Tanzen fordert gleich mehrere Hirnleistungen heraus: Denken, Sehen, Hören und Bewegen. Menschen, die eine fremde Sprache sprechen oder sogar lernen, beanspruchen das Gehirn ebenfalls stark durch ihr Hobby.

Neben geistigen Tätigkeiten fördert auch Bewegung die mentale Fitness, vor allem im Bereich des Konzentrations- und Erinnerungsvermögens. Empfehlenswert sind besonders Hobbys wie Gartenarbeit oder Wandern, denn sie fördern das Wachstum und die Verknüpfung neuer Nervenzellen. Für welche Freizeitaktivität auch immer man sich entscheidet, die wichtigste Voraussetzung ist: Es sollte Freude bereiten. Denn auch Lernen sollte in erster Linie Spaß machen und nicht nur Mittel zum Zweck sein, sonst bleibt meist auch der Erfolg auf der Strecke. Wer hingegen Positives erlebt, schüttet Botenstoffe aus, die dabei helfen, das Erlernte besser zu speichern.

Kochen – ein Hobby für die Sinne und das Gedächtnis
Ein Hobby, das Sinne und Gehirn auf vielerlei Ebenen anspricht, ist das Kochen. Die Tätigkeit an sich ist bereits sehr anspruchsvoll: Wenn alles gleichzeitig warm serviert werden soll, müssen Zubereitungs- und Garzeiten genau aufeinander abgestimmt sein. Die Herausforderung fürs Gehirn wird größer, je mehr Gänge das Menü hat. Kochen ist eine schöne Gelegenheit, mal unbekannte Zutaten auszuprobieren – das regt übrigens auch die Neubildung von Synapsen an, wenn man durch neue Konsistenzen oder Aromen neue Sinneseindrücke gewinnt. Sobald Inhalte mit Sinneswahrnehmungen wie Gerüchen, Geschmäckern oder Bildern kombiniert werden, bleiben sie länger im Gedächtnis. Wer neue Inhalte lernt, ob beim Kochen, Musizieren oder Gärtnern, festigt seine Synapsen und bildet neue.

Übrigens lernt es sich in Gesellschaft besser und leichter. So lernen wir nicht nur voneinander, wir lernen auch besser miteinander durch gegenseitige Motivation und Feedback. Kommunikation ist also ein wichtiger Aspekt des Lernens – und damit für unser Gedächtnis.

15 Minuten tägliches Gehirnjogging
Neben Hobbys und Bewegung im Alltag gibt es auch die Möglichkeit, das Gedächtnis mit verschiedenen Übungen zu trainieren – besser bekannt unter dem Begriff Gehirnjogging. Dabei bekommt das Gehirn eine Aufgabe gestellt, die es lösen muss. Das kann etwas aus dem Bereich Allgemeinwissen oder logisches Denken sein, so wird das Konzentrations- und Denkvermögen angeregt. Schon 15 Minuten am Tag reichen aus, um einen Effekt zu erzielen. Längere Einheiten wirken eher ermüdend, zudem sollte man den Spaß an der Sache nicht verlieren.

Die folgenden Übungen können dabei helfen, das Gedächtnisleistung zu steigern: https://demenz-portal.at/gedaechtnistraining/

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