Erste Hilfe
Viele Menschen haben schon einmal einen Erst-Hilfe-Kurs absolviert - zumindest jeder, der in Deutschland den Führerschein gemacht hat. Nur ist das in den meisten Fällen inzwischen schon viele Jahre her. Deshalb ist es für wohl fast alle Verkehrsteilnehmer eine absolute Albtraumvorstellung, als erster auf einen Unfall zu treffen und dann nicht zu wissen, worauf es ankommt und was zu tun ist. Es gibt auch andere mögliche Situationen, in der Mitmenschen Hilfe brauchen, sei es zu Hause, auf der Arbeit, in der Schule oder während der Freizeit.
Jeder kann helfen
Unter Erster Hilfe versteht man die ersten Hilfsmaßnahmen, die Sie im Falle eines Notfalls sofort einleiten können, bis der Betroffene Hilfe durch geschultes Fachpersonal übernommen wird oder in ärztliche Behandlung kommt. Es handelt sich um lebensrettende und gesundheitserhaltende Sofortmaßnahmen, die von jedermann in den Erste-Hilfe-Kursen erlernt werden kann
Damit die Ersthelfermaßnahmen wirkungsvoll durchgeführt werden, ist eine gute Ausbildung erforderlich. Dazu kommt, dass jeder ist nicht nur moralisch, sondern auch rechtlich dazu verpflichtet ist, anderen Menschen in einer Notfallsituation zu helfen.
Erste-Hilfe-Kurs auffrischen
Haben Sie schon mal daran gedacht, den Erste-Hilfe Kurs aufzufrischen? Kurse in erster Hilfe werden von zahlreichen Rettungsdienstorganisationen wie z.B. dem Deutschen Roten Kreuz, Arbeitersamariter-Bund, Malteserhilfsdienst oder der Johanniterunfallhilfe angeboten. Daneben gibt es auch weitere kommerzielle Anbieter. Hier können Sie Ihr Wissen auffrischen und mit Hilfe von Puppen die praktische Umsetzung trainieren. Das kann dabei helfen, die verständlicherweise vorhandenen Unsicherheiten und Ängste abzubauen. Denn es kommt ja besonders darauf an, mit Ruhe, sicherem Auftreten und umsichtigem Handeln in einer Extremsituation reagieren zu können, um einem in Not geratenen Menschen zu helfen. Zudem müssen Sie eventuell noch zusätzlich auf umherstehende Passanten einwirken, um rasch Hilfe zu organisieren. Merken Sie sich vor allem die Notrufnummer 112 für den Rettungsdienst.
Links zu Anbietern von Erste-Hilfe-Kursen:
ASB: https://www.asb.de/unsere-angebote/erste-hilfe?gclid=EAIaIQobChMIh7664NSr3QIVRbvtCh1VjgWFEAAYASAAEgJsWfD_BwEMalteser Hilfsdienst: https://www.malteser.de/kursangebote.html
Johanniter-Unfallhilfe: https://www.johanniter.de/kurse/erste-hilfe-kurse/erste-hilfe-kurse/erste-hilfe-kurse-in-bremen/
Verbandskasten im Auto ist Pflicht
Jeder Autofahrer muss, wenn er im Straßenverkehr unterwegs ist, einen Verbandskasten mitführen. Falls Sie ohne Verbandskasten in eine Verkehrskontrolle geraten sollten, müssen Sie mit einem Bußgeld von ca. 15 Euro rechnen. Sollten Sie Ihren Verbandkasten benutzt haben, können Sie einzelne verbrauchte Teile in der Apotheke nachkaufen. Spätestens alle 2 Jahre wird bei der fälligen TÜV-Kontrolle auch der Verbandskasten auf das Haltbarkeitsdatum überprüft.
Einen Verbandskasten mit abgelaufenem Verfallsdatum müssen Sie nicht unbedingt wegschmeißen. Viele Verbände, die einen Erste-Hilfe-Kurs anbieten, nehmen solche Spenden für Übungszwecke gerne an.
geschrieben von Dr. Hertramph
Dienstag, 25. April 2023
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Nach dem Hype in den 1990er und den frühen 2000er Jahren über Magensäureblocker wie Omeprazol oder Pantoprazol ist mittlerweile in Studien klar geworden, dass zwar die Wirkung sehr gut ist, aber eine dauerhafte Anwendung durchaus auch bleibende Schäden, wie zum Beispiel eine Osteoporose, nach sich ziehen kann. In kleinen Mengen sind die oben angeführten Wirkstoffe in den Apotheken frei verkäuflich. Es gibt aber immer wieder Menschen, die anhaltende Beschwerden wie Sodbrennen beklagen und dann auch dauerhaft sogenannte PPI (Protonenpumpenhemmer) nehmen wollen. Patientinnen und Patienten, die unter anhaltenden Beschwerden leiden, kommen auf Dauer nicht um eine Magenspiegelung herum. Manchmal kommen dabei Krankheitsbilder zum Vorschein, die ohne dauerhafte Behandlung in bösartigen Krankheiten enden können. Oft aber ist es so, dass auch mit etwas Lebensstiländerung auf einen Teil oder alle Medikamente verzichtet werden kann. Was kann konkret helfen? Es ist sinnvoll, mehrere kleine Portionen über den Tag verteilt zu essen statt großer Mengen auf einmal. Halten Sie einen Abstand von 3 Stunden zwischen der letzten Mahlzeit und dem Zubettgehen ein. Es sollte keine enge Kleidung getragen werden, weil diese auf den Magen drücken und so zum Aufsteigen des sauren Magensaftes führen kann. Genussmittel wie saure Säfte oder Wein, aber auch andere hochprozentige Alkoholika und Nikotin können Sodbrennen verursachen und sollten deswegen reduziert oder gänzlich vom Speiseplan gestrichen werden. Auch andere säurehaltige Speisen wie Fruchtsäfte, Tomaten oder saure Beeren und auch kohlensäurehaltige Getränke sollten eher gemieden werden. Wer immer wieder unter Sodbrennen leidet, sollte beobachten, wann die Beschwerden auftreten. Wer nachts Beschwerden hat, kann versuchen, den Oberkörper höher zu lagern, zum Beispiel mit einem verstellbaren Lattenrost. Damit kann das Zurücklaufen des sauren Magensaftes in die Speiseröhre verhindert werden. Manchen Menschen hilft es, auf der rechten Körperseite zu schlafen, auch dann kann der Magensaft schlechter in die Speiseröhre zurücklaufen. Reduzieren Sie ihr Gewicht, wenn Sie Übergewicht haben; damit senkt sich der Druck im Bauchraum Wenn Sie zu Verstopfung neigen, sorgen sie für eine regelmäßige Stuhlentleerung. Das Pressen bei der Darmentleerung kann auch zu einem Hochlaufen des Magensaftes führen. Vermeiden Sie Tätigkeiten, wo Sie regelmäßig kopfüber arbeiten müssen, dies erhöht den Druck im Bauchraum Wenn Sie Medikamente einnehmen müssen, dann achten Sie darauf, diese mit genügend Flüssigkeit einzunehmen, damit die Tabletten auch im Magen landen und nicht davor in der Speiseröhre kleben bleiben. Was hilft noch? An rezeptfreien Alternativen fällt vielen sicher zuerst das gute alte Natron ein, gelegentlich angewandt in kleinen Mengen kann es aufgelöst in wenig Wasser die überschüssige Säure binden. Bei zu häufiger Anwendung kann es zu einer Verschiebung in unserem Säurehaushalt führen; deswegen ist Vorsicht geboten. Durch Kaugummi-Kauen wird Speichel produziert, dieser kann in kleinen Mengen den Magensaft neutralisieren. Dieses Mittelchen ist sicher aus den verschiedensten Gründen nicht für jeden geeignet. Auch ein Glas Milch oder säurearmer Tee (zum Beispiel Kamille) können Linderung bringen. Des Weiteren gibt es verschiedene Teemischungen gegen Sodbrennen: eine Mischung aus Kamille, Malve und Eibisch kann einen gereizten Magen beruhigen Fenchel-Anis-Kümmel-Tee ist wohltuend für den Magen-Darm-Trakt bekannt und durchaus schmackhaft Kamille-Fenchel-Süßholzwurzel-Tee Auch andere freiverkäufliche Medikamente können hilfreich gegen Sodbrennen sein, das sollte aber in einem Gespräch geklärt werden, weil nicht alles für jeden zu jeder Zeit das Richtige ist. Manchmal ist es so, dass Patientinnen und Patienten schon lange Säurehemmer genommen haben und gerne die Dosis reduzieren wollen oder sollen. Dann ist es sinnvoll, langsam mit der Dosis runterzugehen, also, nicht von heute auf morgen alles abzusetzen, sondern das Medikament erst mal jeden zweiten und dann jeden dritten Tag einzunehmen. Der Wirkstoff hat eine lange Wirkdauer, so dass dies durchaus funktionieren kann. Und wenn beim Ausschleichen Beschwerden auftreten, dann können genau diese Hausmittel hilfreich sein. geschrieben von Brigitte Sauter Dienstag, den 7. April 2026
