Was bei einer Erkältung hilft
Husten, Schnupfen, Fieber – gerade im Winter werden viele Menschen von einer Erkältung, auch grippaler Infekt, geplagt. Eine Erkältung betrifft die oberen Atemwege, dazu zählen Nase, die Nasennebenhöhlen, der Rachen und der Kehlkopf. Der Verlauf einer Erkältung ist in der Regel harmlos. Die Beschwerden reichen von Schnupfen, Halsschmerzen, Kopf- und Gliederschmerzen, leichtem Fieber bis hin zu einem allgemeinen Krankheitsgefühl.
Ursache sind unter anderem Rhinoviren, die sich in trockener Kälte besser ausbreiten. Die Dauer beträgt in der Regel 5 bis 10 Tage, einige Symptome können bis zu drei Wochen dauern – meist ist es der Husten. Bei einer Erkältung kommt es häufig zu einem Etagenwechsel: Dies bedeutet, dass auch die unteren Atemwege, die Lunge betroffen sein kann. 90 Prozent aller Betroffenen sind nach 15 Tagen wieder gesund. Andere Menschen stecken sich unter anderem durch Niesen, Husten, über Gegenstände oder direkt bei dem Erkrankten an. Bis es zu Beschwerden kommt, vergehen 2 bis 8 Tage. Erwachsene erkranken 2 bis 4x im Jahr, Kinder 6 bis 8x im Jahr – Eltern mit Kindern erkranken meist häufiger. Eine Erkältung beginnt mit langsamer Verschlechterung, dagegen tritt bei einer Grippe eine abrupte Verschlechterung ein. Insgesamt sind die Beschwerden deutlich ausgeprägter.
Erkältungen lassen sich nicht vermeiden, gerade zur Winterzeit treten sie vermehrt auf. Aber Sie können auf folgende Dinge besonders achten: Regelmäßig Händewaschen, wenn Sie nach Hause kommen. Auch das Rauchen zu beenden, auf eine ausgewogene Ernährung zu achten und Stress zu vermeiden, können eine Erkältung vorbeugen.
geschrieben von Marvena Zeller
Freitag, 17. März 2023
Ansteckung über Niesen, Husten, andere Erkrankte
Erkältungen klingen von selbst wieder ab
Eine Erkältung ist eine Erkrankung, die von selbst wieder abklingt. Es gibt keine wirksamen Medikamente gegen die Erkältungsviren. Antibiotika wirken NICHT gegen Viren und werden nur bei einer zusätzlichen bakteriellen Infektion verabreicht. Auch abschwellendes Nasenspray sollte nicht länger als 3 bis 7 Tage verabreicht werden. Aber es gibt ein paar Mittel und Maßnahmen, die die Beschwerden der Erkältung lindern können. So befeuchtet Inhalieren mit heißem Wasserdampf beispielsweise die Atemwege. Generell sollten Erkrankte außerdem darauf achten, dass sie viel trinken, sich körperlich schonen und Stress vermeiden.
Auch die Natur kann helfen: Es gibt verschiedene Kräutertees, die die Erkältungssymptome lindern können.
Welches Kraut ist wann das richtige?
- Unsere Abwehrkräfte werden gestärkt durch Vitamin C. Dieses ist vor allem in Tees aus Hagebutte oder Brennnesseln enthalten. Es geht natürlich auch der Spitzer frischer Zitrone zum Beispiel als heiße Zitrone oder aber als ausgefallene Variante ein Tee aus Giersch
- bei Fieber und zum Schweißtreiben sind Tees aus Lindenblüten oder Holunderblüten zu empfehlen. Auch Weidenrinde wirkt fiebersenkend.
- bei Halsschmerzen empfehlen sich Tees aus Salbei und oder Kamille. Diese enthalten desinfizierende Inhaltsstoffe. Deswegen lohnt es sich auch, mit solchen Tees zu gurgeln.
- bei Husten ist zum Schleimlösen Thymian, Fenchel, Spitzwegerich oder Eibisch geeignet, gerne auch als Gemisch. Auch Pfefferminz, Lindenblüten und Süßholzwurzel erleichtern die Schleimlösung.
- Tees aus Himbeerblättern sollen besonders wirksam in der Abwehr von Viren sein.
- Zwiebel-Hustensaft wird hergestellt, indem man eine Zwiebel klein schneidet, in ein Glas gibt und dazu 2 Esslöffel Honig gibt. Das Ganze soll am besten über Nacht stehen bleiben, mindestens aber mehrere Stunden. Dann wird die Flüssigkeit abgegossen. Damit hat man einen Hustensirup, der mehrmals tgl. eingenommen werden kann
- bei Ohrenschmerzen hilft das sogenannte Zwiebelsäckchen wunderbar: dazu schneidet man eine Zwiebel fein, gibt die Würfel entweder direkt in die Spitze einer Baumwollsocke (die kann man später heiß waschen) oder erst in einen Papierteefilter und dann in die Socke und legt dies bis zu 3x tgl. auf das befallene Ohr. Die Zwiebel wirkt antibakteriell und schmerzstillend.
Generell sollten nicht mehr als 3 bis 5 Tassen eines Tees pro Tag getrunken werden. Der aufgebrühte Tee sollte nicht stundenlang rumstehen, weil sich in der Zeit die wertvollen ätherischen Dämpfe verflüchtigen und außerdem es zu einer Vermehrung von Sporen kommen kann. Generell sollten Allergiker sowie Schwangere und Kinder vorsichtig sein. Nur weil „Natur“ draufsteht, ist nicht alles ohne Einschränkungen für jeden geeignet.
Wer wirklich die richtige Konzentration einer Pflanze in seinem Tee haben will, sollte sich die Zutaten in einem entsprechenden Fachgeschäft kaufen.
Auch diese Mischung aus Instant-Kaffee und Honig kann wirksam gegen Husten sein: 500g Honig mit 70 g Instant-Kaffee mischen. Mischung 3 x tgl. 1 Esslöffel in 200ml warmen Wasser auflösen. Achtung: Nicht für Diabetiker geeignet.
geschrieben von Marvena Zeller
Freitag, 17. März 2023
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Nach dem Hype in den 1990er und den frühen 2000er Jahren über Magensäureblocker wie Omeprazol oder Pantoprazol ist mittlerweile in Studien klar geworden, dass zwar die Wirkung sehr gut ist, aber eine dauerhafte Anwendung durchaus auch bleibende Schäden, wie zum Beispiel eine Osteoporose, nach sich ziehen kann. In kleinen Mengen sind die oben angeführten Wirkstoffe in den Apotheken frei verkäuflich. Es gibt aber immer wieder Menschen, die anhaltende Beschwerden wie Sodbrennen beklagen und dann auch dauerhaft sogenannte PPI (Protonenpumpenhemmer) nehmen wollen. Patientinnen und Patienten, die unter anhaltenden Beschwerden leiden, kommen auf Dauer nicht um eine Magenspiegelung herum. Manchmal kommen dabei Krankheitsbilder zum Vorschein, die ohne dauerhafte Behandlung in bösartigen Krankheiten enden können. Oft aber ist es so, dass auch mit etwas Lebensstiländerung auf einen Teil oder alle Medikamente verzichtet werden kann. Was kann konkret helfen? Es ist sinnvoll, mehrere kleine Portionen über den Tag verteilt zu essen statt großer Mengen auf einmal. Halten Sie einen Abstand von 3 Stunden zwischen der letzten Mahlzeit und dem Zubettgehen ein. Es sollte keine enge Kleidung getragen werden, weil diese auf den Magen drücken und so zum Aufsteigen des sauren Magensaftes führen kann. Genussmittel wie saure Säfte oder Wein, aber auch andere hochprozentige Alkoholika und Nikotin können Sodbrennen verursachen und sollten deswegen reduziert oder gänzlich vom Speiseplan gestrichen werden. Auch andere säurehaltige Speisen wie Fruchtsäfte, Tomaten oder saure Beeren und auch kohlensäurehaltige Getränke sollten eher gemieden werden. Wer immer wieder unter Sodbrennen leidet, sollte beobachten, wann die Beschwerden auftreten. Wer nachts Beschwerden hat, kann versuchen, den Oberkörper höher zu lagern, zum Beispiel mit einem verstellbaren Lattenrost. Damit kann das Zurücklaufen des sauren Magensaftes in die Speiseröhre verhindert werden. Manchen Menschen hilft es, auf der rechten Körperseite zu schlafen, auch dann kann der Magensaft schlechter in die Speiseröhre zurücklaufen. Reduzieren Sie ihr Gewicht, wenn Sie Übergewicht haben; damit senkt sich der Druck im Bauchraum Wenn Sie zu Verstopfung neigen, sorgen sie für eine regelmäßige Stuhlentleerung. Das Pressen bei der Darmentleerung kann auch zu einem Hochlaufen des Magensaftes führen. Vermeiden Sie Tätigkeiten, wo Sie regelmäßig kopfüber arbeiten müssen, dies erhöht den Druck im Bauchraum Wenn Sie Medikamente einnehmen müssen, dann achten Sie darauf, diese mit genügend Flüssigkeit einzunehmen, damit die Tabletten auch im Magen landen und nicht davor in der Speiseröhre kleben bleiben. Was hilft noch? An rezeptfreien Alternativen fällt vielen sicher zuerst das gute alte Natron ein, gelegentlich angewandt in kleinen Mengen kann es aufgelöst in wenig Wasser die überschüssige Säure binden. Bei zu häufiger Anwendung kann es zu einer Verschiebung in unserem Säurehaushalt führen; deswegen ist Vorsicht geboten. Durch Kaugummi-Kauen wird Speichel produziert, dieser kann in kleinen Mengen den Magensaft neutralisieren. Dieses Mittelchen ist sicher aus den verschiedensten Gründen nicht für jeden geeignet. Auch ein Glas Milch oder säurearmer Tee (zum Beispiel Kamille) können Linderung bringen. Des Weiteren gibt es verschiedene Teemischungen gegen Sodbrennen: eine Mischung aus Kamille, Malve und Eibisch kann einen gereizten Magen beruhigen Fenchel-Anis-Kümmel-Tee ist wohltuend für den Magen-Darm-Trakt bekannt und durchaus schmackhaft Kamille-Fenchel-Süßholzwurzel-Tee Auch andere freiverkäufliche Medikamente können hilfreich gegen Sodbrennen sein, das sollte aber in einem Gespräch geklärt werden, weil nicht alles für jeden zu jeder Zeit das Richtige ist. Manchmal ist es so, dass Patientinnen und Patienten schon lange Säurehemmer genommen haben und gerne die Dosis reduzieren wollen oder sollen. Dann ist es sinnvoll, langsam mit der Dosis runterzugehen, also, nicht von heute auf morgen alles abzusetzen, sondern das Medikament erst mal jeden zweiten und dann jeden dritten Tag einzunehmen. Der Wirkstoff hat eine lange Wirkdauer, so dass dies durchaus funktionieren kann. Und wenn beim Ausschleichen Beschwerden auftreten, dann können genau diese Hausmittel hilfreich sein. geschrieben von Brigitte Sauter Dienstag, den 7. April 2026
