Zecken-Impfung, doch nicht bei uns im Norden…oder?
Sie sind einer der bekanntesten Plagegeister des Sommers. Wir kennen es alle, dieses kribbeln und krabbeln beim Waldspaziergang, wenn wir den ersten schwarzen Punkt auf unserem Unterschenkel entdecken. Bei genauerem Hinsehen entdecken wir sie dann – die Zecke.
Die Zecke ist weltweit verbreitet und kommt ab einer Temperatur von 8 Grad so richtig in Schwung. Sie lässt sich nicht von Bäumen fallen, wie allgemein angenommen, sondern wartet im hohen Gras, Sträuchern oder Büschen auf ihr Opfer. Dabei ist es egal, ob im eigenen Garten, im Wald oder im Stadtpark. Die Zecke fühlt sich überall wohl.
Im Allgemeinen stellt ein Zeckenbiss keine große Gefahr dar. Hat man eine Zecke entdeckt, entfernt man sie am besten zügig mit einer speziellen Zeckenpinzette. Die Zecke wird möglichst nah an der Einstichstelle und langsam mit gleichmäßigem Zug entfernt. Die Zecke sollte dabei nicht gequetscht oder gedreht werden, da sonst mögliche Erreger leichter in die Haut gelangen könnten. Alternativ geht es auch gut mit einer Zeckenkarte, damit entfernen Sie die Zecke quasi mit einer Schiebebewegung.
Die Zecke als Krankheitsüberträger
Allerdings besteht bei einem Zeckenbiss auch immer die - wenn auch seltene - Gefahr der Übertragung von Krankheiten, wie Borreliose oder Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). Doch auch wenn das Risiko der Übertragung selten ist, haben es die Symptome leider in sich.
Bei der Borreliose handelt es sich um eine bakterielle Infektion. Die Einstichstelle entwickelt nach einigen Wochen eine kreisrunde Rötung. Bei Nichtbehandlung können Beschwerden beim Nervensystem, der Haut oder den Gelenken auftreten. Suchen Sie uns umgehend auf, wenn Ihnen die ersten Symptome auffallen. Eine Impfung gibt es nicht, die Erreger sind allerdings sehr gut mit Antibiotika zu bekämpfen.
Anders verhält es sich bei FSME. FSME ist eine Virus-Erkrankung die Entzündungen des Gehirns, der Hirnhäute oder des Rückenmarks hervorrufen können. Etwa ein bis zwei Wochen nach dem Zeckenstich treten grippeähnliche Symptome auf, wie Kopf- und Gliederschmerzen, Fieber oder auch Magen-Darmbeschwerden. Nach einem beschwerdefreien Intervall von etwa einer Woche, können dann neurologische Symptome auftreten. Oft kommt es auch nach schweren Krankheitsverläufen zur vollständigen Heilung, es können allerdings auch Spätfolgen, wie Kopfschmerzen, Konzentrationsschwierigkeiten oder Lähmungen bestehen bleiben. In sehr seltenen Fällen kann FSME auch zum Tod führen.
Wann sollte ich mich impfen lassen?
Eine FSME-Impfung macht Sinn, wenn Sie sich in einem der ausgewiesenen Risikogebiete aufhalten. Dies gilt insbesondere bei Aufenthalten in Süddeutschland, wie Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Thüringen. Ebenso empfehlen wir die FSME-Impfung bei geplanten Reisen nach Österreich, Osteuropa oder die baltischen Staaten.
Eine aktuelle Übersicht der Risikogebiete finden Sie hier: https://www.zecken.de/de-mobile/fsme-europa
Die FSME-Impfung gilt im Allgemeinen als sehr gut verträglich und der Start der Grundimmunisierung kann jederzeit erfolgen.
Haben Sie Fragen zur FSME-Impfung oder weitere Anliegen rund um den Zeckenbiss, dann sprechen Sie uns gerne an.
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Nach dem Hype in den 1990er und den frühen 2000er Jahren über Magensäureblocker wie Omeprazol oder Pantoprazol ist mittlerweile in Studien klar geworden, dass zwar die Wirkung sehr gut ist, aber eine dauerhafte Anwendung durchaus auch bleibende Schäden, wie zum Beispiel eine Osteoporose, nach sich ziehen kann. In kleinen Mengen sind die oben angeführten Wirkstoffe in den Apotheken frei verkäuflich. Es gibt aber immer wieder Menschen, die anhaltende Beschwerden wie Sodbrennen beklagen und dann auch dauerhaft sogenannte PPI (Protonenpumpenhemmer) nehmen wollen. Patientinnen und Patienten, die unter anhaltenden Beschwerden leiden, kommen auf Dauer nicht um eine Magenspiegelung herum. Manchmal kommen dabei Krankheitsbilder zum Vorschein, die ohne dauerhafte Behandlung in bösartigen Krankheiten enden können. Oft aber ist es so, dass auch mit etwas Lebensstiländerung auf einen Teil oder alle Medikamente verzichtet werden kann. Was kann konkret helfen? Es ist sinnvoll, mehrere kleine Portionen über den Tag verteilt zu essen statt großer Mengen auf einmal. Halten Sie einen Abstand von 3 Stunden zwischen der letzten Mahlzeit und dem Zubettgehen ein. Es sollte keine enge Kleidung getragen werden, weil diese auf den Magen drücken und so zum Aufsteigen des sauren Magensaftes führen kann. Genussmittel wie saure Säfte oder Wein, aber auch andere hochprozentige Alkoholika und Nikotin können Sodbrennen verursachen und sollten deswegen reduziert oder gänzlich vom Speiseplan gestrichen werden. Auch andere säurehaltige Speisen wie Fruchtsäfte, Tomaten oder saure Beeren und auch kohlensäurehaltige Getränke sollten eher gemieden werden. Wer immer wieder unter Sodbrennen leidet, sollte beobachten, wann die Beschwerden auftreten. Wer nachts Beschwerden hat, kann versuchen, den Oberkörper höher zu lagern, zum Beispiel mit einem verstellbaren Lattenrost. Damit kann das Zurücklaufen des sauren Magensaftes in die Speiseröhre verhindert werden. Manchen Menschen hilft es, auf der rechten Körperseite zu schlafen, auch dann kann der Magensaft schlechter in die Speiseröhre zurücklaufen. Reduzieren Sie ihr Gewicht, wenn Sie Übergewicht haben; damit senkt sich der Druck im Bauchraum Wenn Sie zu Verstopfung neigen, sorgen sie für eine regelmäßige Stuhlentleerung. Das Pressen bei der Darmentleerung kann auch zu einem Hochlaufen des Magensaftes führen. Vermeiden Sie Tätigkeiten, wo Sie regelmäßig kopfüber arbeiten müssen, dies erhöht den Druck im Bauchraum Wenn Sie Medikamente einnehmen müssen, dann achten Sie darauf, diese mit genügend Flüssigkeit einzunehmen, damit die Tabletten auch im Magen landen und nicht davor in der Speiseröhre kleben bleiben. Was hilft noch? An rezeptfreien Alternativen fällt vielen sicher zuerst das gute alte Natron ein, gelegentlich angewandt in kleinen Mengen kann es aufgelöst in wenig Wasser die überschüssige Säure binden. Bei zu häufiger Anwendung kann es zu einer Verschiebung in unserem Säurehaushalt führen; deswegen ist Vorsicht geboten. Durch Kaugummi-Kauen wird Speichel produziert, dieser kann in kleinen Mengen den Magensaft neutralisieren. Dieses Mittelchen ist sicher aus den verschiedensten Gründen nicht für jeden geeignet. Auch ein Glas Milch oder säurearmer Tee (zum Beispiel Kamille) können Linderung bringen. Des Weiteren gibt es verschiedene Teemischungen gegen Sodbrennen: eine Mischung aus Kamille, Malve und Eibisch kann einen gereizten Magen beruhigen Fenchel-Anis-Kümmel-Tee ist wohltuend für den Magen-Darm-Trakt bekannt und durchaus schmackhaft Kamille-Fenchel-Süßholzwurzel-Tee Auch andere freiverkäufliche Medikamente können hilfreich gegen Sodbrennen sein, das sollte aber in einem Gespräch geklärt werden, weil nicht alles für jeden zu jeder Zeit das Richtige ist. Manchmal ist es so, dass Patientinnen und Patienten schon lange Säurehemmer genommen haben und gerne die Dosis reduzieren wollen oder sollen. Dann ist es sinnvoll, langsam mit der Dosis runterzugehen, also, nicht von heute auf morgen alles abzusetzen, sondern das Medikament erst mal jeden zweiten und dann jeden dritten Tag einzunehmen. Der Wirkstoff hat eine lange Wirkdauer, so dass dies durchaus funktionieren kann. Und wenn beim Ausschleichen Beschwerden auftreten, dann können genau diese Hausmittel hilfreich sein. geschrieben von Brigitte Sauter Dienstag, den 7. April 2026
