Organspende – Sie entscheiden!

In Deutschland hoffen fast 11.000 schwer kranke Menschen auf die Transplantation eines Organs. Für sie ist die Transplantation die einzige Möglichkeit, zu überleben oder die Lebensqualität erheblich zu verbessern. Diese Chance erhalten sie jedoch nur, wenn Menschen bereit sind, ihre Organe nach dem Tod zu spenden.

In den vergangenen Jahren ist die Bereitschaft zur Organspende zurückgegangen. Erst jüngst erschütterten mehrere Skandale rund um die Organ-Vergabepraxis das Vertrauen der Bevölkerung. Ärzte hatten die Akten ihrer Patienten manipuliert, um diese auf der Warteliste nach oben zu schieben – nicht nur im Interesse des Schwerstkranken, sondern auch aus wirtschaftlichen Gründen.

Hinzu kommt aber noch ein weiterer Faktor: Schon seit 2010 diskutiert die wissenschaftliche Fachwelt über den Hirntod als Todeskriterium. Er wurde 1968 von der Harvard Medical School allein aufgrund neurologischer Befunde als Todeszeitpunkt definiert, um die gerade aus der Taufe gehobene Transplantationsmedizin nicht zu blockieren. Denn Organe durften nur Toten entnommen werden, nicht Lebenden ("Dead Donor Rule").

Es geht vor allem auch um die spirituelle Dimension, die gerade beim Thema Organspende für viele Menschen eine große Rolle spielt: Was passiert am Übergang zwischen Leben und Tod mit dem Bewusstsein, mit Seele und Geist? Diese Fragen bewegen viele Menschen, und sie können aus der Diskussion um den Hirntod als Todeskriterium nicht herausgehalten werden.

Im November 2012 ist das Transplantationsgesetz geändert worden und damit die sogenannte Entscheidungslösung in Kraft getreten. Damit ist jeder Deutsche über 16 Jahren aufgefordert zu erklären, ob er einer Organspende zustimmt oder nicht. Vor dieser Entscheidung stellen viele Menschen folgende Fragen:

Wann ist ein Patient hirntot?

Der Begriff bedeutet, dass das gesamte Gehirn seine Funktionsfähigkeit durch eine schwere Schädigung verloren hat. Der Zustand ist unumkehrbar. Der Hirntod ist ein sicheres, inneres Todeszeichen. Der Deutsche Ethikrat stellte sich im Februar 2012 einstimmig hinter die derzeit in Deutschland geltende Regelung, die den eindeutig nachgewiesenen Hirntod als Voraussetzung für die Organentnahme vorsieht. In seiner Stellungnahme ist der Ethikrat auch weiterhin der Auffassung, dass der Hirntod gemäß der Richtlinie der Bundesärztekammer (BÄK) festgestellt werden muss. Dabei ist die Irreversibilität des Hirnausfalls explizit nachzuweisen.

Werde ich früher für tot erklärt, wenn ich mich für eine Organspende entschieden habe?

Nein. Oberstes Ziel ist es natürlich immer, das Leben des Patienten zu retten.

Deutlich auf Distanz geht der Ethikrat zu anderen Organ-Entnahme-Formen wie der Entnahme nach Herzkreislaufstillstand (Non-heart-beating donation). Ein solches Vorgehen ist etwa in der Schweiz legitim, in Deutschland aber verboten. Der Ethikrat empfiehlt, an diesem Verbot festzuhalten.

Welche Organe kann ich spenden?

Die Organspende ermöglicht die Organtransplantation. Niere, Leber, Herz, Lunge, Bauchspeicheldrüse und Dünndarm können von einem verstorbenen Spender auf einen Empfänger übertragen werden. Außerdem lassen sich Gewebe wie z.B. Hornhaut oder Knochen verpflanzen. Damit Organe nach dem Tod entnommen werden können, müssen gemäß dem Transplantationsgesetz zwei Voraussetzungen erfüllt sein: Es muss eine Zustimmung vorliegen und der Hirntod muss eindeutig festgestellt worden sein.

Neben der Spende nach dem Tod ist es möglich, eine Niere oder einen Teil der Leber bereits zu Lebzeiten zu spenden. Nach dem Transplantationsgesetz sind Lebendspenden nur unter nahen Verwandten und einander persönlich eng verbundenen Personen zulässig.

Wie werde ich Organspender?

Dazu verschicken die Krankenkassen Organspendeausweise und Informationsmaterial, verbunden mit der Aufforderung, die persönliche Entscheidung in diesem Dokument schriftlich festzuhalten. Auf dem Ausweis können Sie ankreuzen, ob Sie einer Organspende zustimmen oder nicht. Es gibt auch die Möglichkeit, nur bestimmte Organe oder bestimmtes Gewebe zur möglichen Spende freizugeben. Hat der Verstorbene zu Lebzeiten keine Entscheidung für oder gegen eine Organspende getroffen, wird die Familie um eine Entscheidung gebeten und in einer schwierigen Situation der Trauer und Verzweiflung mit dieser zusätzlich belastenden Frage konfrontiert. Schon aus diesem Grund sollte jeder seine persönliche Entscheidung festhalten und innerhalb der Familie besprechen.

Mit dem ausgefüllten Ausweis kann jeder sicher sein, dass seinen Wünschen in Fragen der Organspende entsprochen wird. Wer eine Patientenverfügung hat, sollte gerade zu diesem Punkt eindeutige Angaben machen. Formulierungsvorschläge dazu gibt es z.B. vom Bundesjustizministerium unter der Rubrik Patientenverfügung.


Weitere Informationen finden Sie auch auf der
Website der Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung (BZGA). 

Einen Vordruck des Organspendeausweises finden Sie in unserem Wartezimmer.

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Nach dem Hype in den 1990er und den frühen 2000er Jahren über Magensäureblocker wie Omeprazol oder Pantoprazol ist mittlerweile in Studien klar geworden, dass zwar die Wirkung sehr gut ist, aber eine dauerhafte Anwendung durchaus auch bleibende Schäden, wie zum Beispiel eine Osteoporose, nach sich ziehen kann. In kleinen Mengen sind die oben angeführten Wirkstoffe in den Apotheken frei verkäuflich. Es gibt aber immer wieder Menschen, die anhaltende Beschwerden wie Sodbrennen beklagen und dann auch dauerhaft sogenannte PPI (Protonenpumpenhemmer) nehmen wollen. Patientinnen und Patienten, die unter anhaltenden Beschwerden leiden, kommen auf Dauer nicht um eine Magenspiegelung herum. Manchmal kommen dabei Krankheitsbilder zum Vorschein, die ohne dauerhafte Behandlung in bösartigen Krankheiten enden können. Oft aber ist es so, dass auch mit etwas Lebensstiländerung auf einen Teil oder alle Medikamente verzichtet werden kann. Was kann konkret helfen? Es ist sinnvoll, mehrere kleine Portionen über den Tag verteilt zu essen statt großer Mengen auf einmal. Halten Sie einen Abstand von 3 Stunden zwischen der letzten Mahlzeit und dem Zubettgehen ein. Es sollte keine enge Kleidung getragen werden, weil diese auf den Magen drücken und so zum Aufsteigen des sauren Magensaftes führen kann. Genussmittel wie saure Säfte oder Wein, aber auch andere hochprozentige Alkoholika und Nikotin können Sodbrennen verursachen und sollten deswegen reduziert oder gänzlich vom Speiseplan gestrichen werden. Auch andere säurehaltige Speisen wie Fruchtsäfte, Tomaten oder saure Beeren und auch kohlensäurehaltige Getränke sollten eher gemieden werden. Wer immer wieder unter Sodbrennen leidet, sollte beobachten, wann die Beschwerden auftreten. Wer nachts Beschwerden hat, kann versuchen, den Oberkörper höher zu lagern, zum Beispiel mit einem verstellbaren Lattenrost. Damit kann das Zurücklaufen des sauren Magensaftes in die Speiseröhre verhindert werden. Manchen Menschen hilft es, auf der rechten Körperseite zu schlafen, auch dann kann der Magensaft schlechter in die Speiseröhre zurücklaufen. Reduzieren Sie ihr Gewicht, wenn Sie Übergewicht haben; damit senkt sich der Druck im Bauchraum Wenn Sie zu Verstopfung neigen, sorgen sie für eine regelmäßige Stuhlentleerung. Das Pressen bei der Darmentleerung kann auch zu einem Hochlaufen des Magensaftes führen. Vermeiden Sie Tätigkeiten, wo Sie regelmäßig kopfüber arbeiten müssen, dies erhöht den Druck im Bauchraum Wenn Sie Medikamente einnehmen müssen, dann achten Sie darauf, diese mit genügend Flüssigkeit einzunehmen, damit die Tabletten auch im Magen landen und nicht davor in der Speiseröhre kleben bleiben. Was hilft noch? An rezeptfreien Alternativen fällt vielen sicher zuerst das gute alte Natron ein, gelegentlich angewandt in kleinen Mengen kann es aufgelöst in wenig Wasser die überschüssige Säure binden. Bei zu häufiger Anwendung kann es zu einer Verschiebung in unserem Säurehaushalt führen; deswegen ist Vorsicht geboten. Durch Kaugummi-Kauen wird Speichel produziert, dieser kann in kleinen Mengen den Magensaft neutralisieren. Dieses Mittelchen ist sicher aus den verschiedensten Gründen nicht für jeden geeignet. Auch ein Glas Milch oder säurearmer Tee (zum Beispiel Kamille) können Linderung bringen. Des Weiteren gibt es verschiedene Teemischungen gegen Sodbrennen: eine Mischung aus Kamille, Malve und Eibisch kann einen gereizten Magen beruhigen Fenchel-Anis-Kümmel-Tee ist wohltuend für den Magen-Darm-Trakt bekannt und durchaus schmackhaft Kamille-Fenchel-Süßholzwurzel-Tee Auch andere freiverkäufliche Medikamente können hilfreich gegen Sodbrennen sein, das sollte aber in einem Gespräch geklärt werden, weil nicht alles für jeden zu jeder Zeit das Richtige ist. Manchmal ist es so, dass Patientinnen und Patienten schon lange Säurehemmer genommen haben und gerne die Dosis reduzieren wollen oder sollen. Dann ist es sinnvoll, langsam mit der Dosis runterzugehen, also, nicht von heute auf morgen alles abzusetzen, sondern das Medikament erst mal jeden zweiten und dann jeden dritten Tag einzunehmen. Der Wirkstoff hat eine lange Wirkdauer, so dass dies durchaus funktionieren kann. Und wenn beim Ausschleichen Beschwerden auftreten, dann können genau diese Hausmittel hilfreich sein. geschrieben von Brigitte Sauter Dienstag, den 7. April 2026
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