Prostatakrebs: Vorsorge kann Leben retten


Der Prostata-Krebs ist in Deutschland die mit Abstand häufigste Krebsart bei Männern. Pro Jahr wird die Erkrankung bei ca. 60.000 Männer neu entdeckt; im Jahr 2016 sind mehr als 14.000 Männer an Prostatakrebs verstorben.


Auch wenn man sich gesund fühlt und keine Beschwerden hat, ist es sinnvoll, zum Arzt zu gehen und eine Früherkennungsuntersuchung durchführen zu lassen. Denn viele Erkrankungen und Tumorleiden beginnen häufig unauffällig.


Die Heilungschancen sind relativ gut, wenn die Tumorausbreitung auf die Prostata begrenzt ist und der Tumor schon in einem frühen Stadium rechtzeitig erkannt wird.


Bei Männern ist daher die Krebsvorsorgeuntersuchung auf Prostatakrebs, welche von den Krankenkassen ab einem Alter von 45 Jahren finanziert wird, eine sehr sinnvolle Präventionsmaßnahme.


Die Vorsorgeuntersuchung beinhaltet die Erhebung der Vorgeschichte des Patienten (Anamnese), Inspektion und Abtasten der äußeren Geschlechtsorgane, eine Austastung des Enddarmes (rektale Untersuchung) zur Untersuchung der Prostata, Untersuchung der örtlichen Lymphknoten sowie eine abschließende Besprechung des Untersuchungsbefundes.


Durch die Untersuchung werden allerdings die kleinen, häufig tiefer liegenden Tumore nicht immer erkannt.


Blutuntersuchung zur Früherkennung: der PSA-Wert


Zur ergänzenden Abklärung kann das sogenannte Prostata-Spezifische Antigen (PSA) bestimmt werden. Es handelt sich um einen Eiweißstoff, der im Körper fast ausschließlich in der Prostata gebildet wird. Diese Blutuntersuchung ist jedoch keine Kassenleistung, sondern muss vom Patienten als sogenannte IGeL-Leistung (individuelle Gesundheitsleistung) selbst bezahlt werden. Die Kosten hierfür betragen ca. 20 Euro.  


Bei Patienten mit Prostata-Krebs ist der PSA-Wert meistens erhöht. Es gibt allerdings keinen eindeutigen Normalwert für alle Altersgruppen, da der PSA-Wert in der Regel mit zunehmendem Alter ansteigt. Für einen Krebsverdacht reicht ein einzelner Befund nicht aus, denn auch eine Entzündung oder gutartige Vergrößerung der Prostata kann zu einem Anstieg des PSA-Wertes führen. Daher sollte bei einem auffälligen Ergebnis der Test wiederholt werden.


Außerdem gibt es weitere Faktoren, die ohne Krankheitswert zu einem erhöhten PSA-Wert führen können: Druck auf die Prostata durch Radfahren, Geschlechtsverkehr innerhalb der letzten 48 Stunden oder auch die PSA-Ausschüttung durch die Tastuntersuchung der Prostata selbst. Der PSA-Test sollte daher nicht unmittelbar nach der Tastuntersuchung durchgeführt werden.


Persönliche Nutzen-Risikoabwägung eines PSA-Wert-Screenings: Wie sinnvoll ist die PSA-Wert-Bestimmung?


Der Test kann davor bewahren, an Prostata-Krebs zu sterben. Neben den oben genannten Faktoren für einen erhöhten PSA-Wert ohne Krankheitswert gibt es aber auch harmlose, langsam wachsende (nicht lebensverkürzende) Tumore, welche durch den Test unnötigerweise festgestellt werden. Das kann zu einer seelischen Belastung und evtl. einer unnötigen Therapie führen.


Es gibt aber auch Tumore, die trotz Früherkennung nicht mehr heilbar sind, sodass die Patienten länger mit dem Wissen eines unheilbaren Tumorleidens leben müssen.


Dann gibt es auch den Fall, dass ein Testergebnis positiv ist, obwohl kein Krebs vorliegt.


Auch wenn man sich bei einem negativen Testergebnis eigentlich keine Sorgen zu machen braucht, kann in wenigen Fällen trotzdem einen Krebserkrankung bestehen. Das kann dazu führen, sich fälschlicherweise in Sicherheit zu wähnen.


Weil niemand sagen kann, zu welcher Gruppe Sie gehören, müssen Sie persönlich abwägen, welcher Nutzen und welcher Schaden mehr für Sie wiegt. Durch weitere wissenschaftliche Studien soll untersucht werden, welchen Nutzen der PSA-Test Zur Früherkennung bietet.


Was ist bei einem auffälligen Untersuchungsbefund zu tun?


Bei einem auffälligen Tastbefund und/oder einem erhöhten PSA-Wert wird der Patient in der Regel zu einem Urologen überwiesen, um weitere Untersuchungen zur Abklärung der Diagnose zu veranlassen. In der Regel werden eine rektale Ultraschalluntersuchung und ggf. auch andere bildgebende Verfahren (z.B. CT oder MRT) durchgeführt.


Da sich eine Krebserkrankung derzeit erst durch eine Gewebeprobe sichern lässt, wird Ihnen Ihr Urologe bei dem Verdacht auf ein Karzinom wahrscheinlich eine Gewebeuntersuchung vorschlagen. Der Pathologe wird die Probe unter dem Mikroskop auf Tumorgewebe hin untersuchen. Erst danach kann über eine Behandlungsplanung entschieden werden.


Kann ich zur Vorbeugung etwas tun?


Zu den Ursachen von Prostatakrebs ist leider bisher relativ wenig bekannt. Das Krebsrisiko steigt mit zunehmendem Lebensalter an, das Geschlechtshormon Testosteron spielt eine Rolle, und es gibt auch Hinweise auf ein vererbbares Risiko. Ein gesunder Lebensstil scheint nur einen geringen Einfluss zu haben. Eine spezielle Ernährung gegen Prostatakrebs gibt es leider nicht. Wichtiger scheinen Faktoren wie ein normales Gewicht und ausreichende Bewegung zu sein. Es gibt aber Untersuchungen, die zumindest einen schwachen Zusammenhang mit Tabak- oder Alkoholkonsum zeigen.



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Nach dem Hype in den 1990er und den frühen 2000er Jahren über Magensäureblocker wie Omeprazol oder Pantoprazol ist mittlerweile in Studien klar geworden, dass zwar die Wirkung sehr gut ist, aber eine dauerhafte Anwendung durchaus auch bleibende Schäden, wie zum Beispiel eine Osteoporose, nach sich ziehen kann. In kleinen Mengen sind die oben angeführten Wirkstoffe in den Apotheken frei verkäuflich. Es gibt aber immer wieder Menschen, die anhaltende Beschwerden wie Sodbrennen beklagen und dann auch dauerhaft sogenannte PPI (Protonenpumpenhemmer) nehmen wollen. Patientinnen und Patienten, die unter anhaltenden Beschwerden leiden, kommen auf Dauer nicht um eine Magenspiegelung herum. Manchmal kommen dabei Krankheitsbilder zum Vorschein, die ohne dauerhafte Behandlung in bösartigen Krankheiten enden können. Oft aber ist es so, dass auch mit etwas Lebensstiländerung auf einen Teil oder alle Medikamente verzichtet werden kann. Was kann konkret helfen? Es ist sinnvoll, mehrere kleine Portionen über den Tag verteilt zu essen statt großer Mengen auf einmal. Halten Sie einen Abstand von 3 Stunden zwischen der letzten Mahlzeit und dem Zubettgehen ein. Es sollte keine enge Kleidung getragen werden, weil diese auf den Magen drücken und so zum Aufsteigen des sauren Magensaftes führen kann. Genussmittel wie saure Säfte oder Wein, aber auch andere hochprozentige Alkoholika und Nikotin können Sodbrennen verursachen und sollten deswegen reduziert oder gänzlich vom Speiseplan gestrichen werden. Auch andere säurehaltige Speisen wie Fruchtsäfte, Tomaten oder saure Beeren und auch kohlensäurehaltige Getränke sollten eher gemieden werden. Wer immer wieder unter Sodbrennen leidet, sollte beobachten, wann die Beschwerden auftreten. Wer nachts Beschwerden hat, kann versuchen, den Oberkörper höher zu lagern, zum Beispiel mit einem verstellbaren Lattenrost. Damit kann das Zurücklaufen des sauren Magensaftes in die Speiseröhre verhindert werden. Manchen Menschen hilft es, auf der rechten Körperseite zu schlafen, auch dann kann der Magensaft schlechter in die Speiseröhre zurücklaufen. Reduzieren Sie ihr Gewicht, wenn Sie Übergewicht haben; damit senkt sich der Druck im Bauchraum Wenn Sie zu Verstopfung neigen, sorgen sie für eine regelmäßige Stuhlentleerung. Das Pressen bei der Darmentleerung kann auch zu einem Hochlaufen des Magensaftes führen. Vermeiden Sie Tätigkeiten, wo Sie regelmäßig kopfüber arbeiten müssen, dies erhöht den Druck im Bauchraum Wenn Sie Medikamente einnehmen müssen, dann achten Sie darauf, diese mit genügend Flüssigkeit einzunehmen, damit die Tabletten auch im Magen landen und nicht davor in der Speiseröhre kleben bleiben. Was hilft noch? An rezeptfreien Alternativen fällt vielen sicher zuerst das gute alte Natron ein, gelegentlich angewandt in kleinen Mengen kann es aufgelöst in wenig Wasser die überschüssige Säure binden. Bei zu häufiger Anwendung kann es zu einer Verschiebung in unserem Säurehaushalt führen; deswegen ist Vorsicht geboten. Durch Kaugummi-Kauen wird Speichel produziert, dieser kann in kleinen Mengen den Magensaft neutralisieren. Dieses Mittelchen ist sicher aus den verschiedensten Gründen nicht für jeden geeignet. Auch ein Glas Milch oder säurearmer Tee (zum Beispiel Kamille) können Linderung bringen. Des Weiteren gibt es verschiedene Teemischungen gegen Sodbrennen: eine Mischung aus Kamille, Malve und Eibisch kann einen gereizten Magen beruhigen Fenchel-Anis-Kümmel-Tee ist wohltuend für den Magen-Darm-Trakt bekannt und durchaus schmackhaft Kamille-Fenchel-Süßholzwurzel-Tee Auch andere freiverkäufliche Medikamente können hilfreich gegen Sodbrennen sein, das sollte aber in einem Gespräch geklärt werden, weil nicht alles für jeden zu jeder Zeit das Richtige ist. Manchmal ist es so, dass Patientinnen und Patienten schon lange Säurehemmer genommen haben und gerne die Dosis reduzieren wollen oder sollen. Dann ist es sinnvoll, langsam mit der Dosis runterzugehen, also, nicht von heute auf morgen alles abzusetzen, sondern das Medikament erst mal jeden zweiten und dann jeden dritten Tag einzunehmen. Der Wirkstoff hat eine lange Wirkdauer, so dass dies durchaus funktionieren kann. Und wenn beim Ausschleichen Beschwerden auftreten, dann können genau diese Hausmittel hilfreich sein. geschrieben von Brigitte Sauter Dienstag, den 7. April 2026
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