So schützen Sie sich richtig vor der Sonne
Es ist Urlaubszeit: Egal ob am Badesee oder am Strand – Schutz vor der Sonne ist wichtig, um Sonnenbrand zu verhindern und Hautkrebs vorzubeugen. Doch wie schützt man sich richtig vor UV-Strahlen und worauf sollte man achten?
Die Haut ist das größte Organ unseres Körpers. Nicht nur deswegen gebührt ihr ein besonderer Schutz. So ist ein Sonnenbrand nicht nur unangenehm, er kann die Haut nachhaltig schädigen und Hautkrebs begünstigen. Übrigens werden bis zu 90 Prozent der Hautalterungen durch zu starke Sonnenbestrahlung verursacht.
Sonnenschutz notwendig? UV-Index gibt Orientierung
Wenn UV-Strahlen auf die Haut treffen, produzieren die Pigmentzellen in der obersten Hautschicht Melanin, der die Haut dunkel färbt. Werden wir braun, ist das ein Schutzmechanismus der Haut. Er verhindert, dass die UV-Strahlung die Zellen schädigt. Wirkt die Sonneneinstrahlung zu lange, funktioniert dieser Schutz nicht mehr und die Haut stößt geschädigte Zellen ab. Bleiben durch intensive und dauerhafte UV-Strahlung geschädigte Zellen zurück, kann das zu Hautkrebs führen, auch noch nach Jahrzehnten.
Wie viel von der UV-Strahlung bei uns tatsächlich ankommt, hängt vom Ort, der Tageszeit und der Bewölkung ab. Bei der Frage nach der Stärke, kann man sich gut am UV-Index orientieren: Dieser gibt an, mit wie viel UV-Strahlung an dem Tag zu rechnen ist. Die Skala reicht von Wert 1 (gering) bis 11 (extrem). Schon ab einem UV-Index von 3 sind laut DWD (Deutscher Wetter-Dienst) Schutzmaßnahmen erforderlich.
Ohne Sonnenschutz sollte man sich höchstens also nur sehr kurz in der Sonne aufhalten. Im Durchschnitt dauert es im westlichen Europa zwischen fünf und 15 Minuten, bevor ein Sonnenbrand entsteht. Starke Sonneneinstrahlung sollte man generell vermeiden. Auch die Mittagshitze zwischen 12 und 15 Uhr sollte man lieber meiden und sich im Schatten aufhalten. Gerade wer Urlaub in einem sonnigen Land macht, sollte seine Haut langsam an die Sonne gewöhnen.
Mindestens Lichtschutzfaktor 20 verwenden – lieber höher
Sonnencreme kann die Eigenschutz-Zeit zwar verlängern, aber grundsätzlich gilt: Kleidung ist ein besserer Sonnenschutz für die Haut als Sonnencreme. Hautstellen, die nicht durch Kleidung bedeckt sind, sollten durch eine Sonnencreme geschützt werden. Der angegebene Lichtschutzfaktor (LSF) gibt an, wie lange man sich eingecremt in der Sonne aufhalten kann, ohne Sonnenbrand zu bekommen. Beträgt die Eigenschutz-Zeit beispielsweise zehn Minuten, bekommt man mit einem LSF von 30 etwa 300 Minuten Sonnenzeit. Das Bundesamt für Strahlenschutz rät jedoch dazu, höchstens 60 Prozent dieser Zeit auch zu nutzen, denn auch Sonnencreme bietet keinen vollständigen Schutz für die Haut. Zwar verlängert Nachcremen die Sonnenzeit nicht, aber es erhöht die Wirksamkeit und sollte spätestens nach zwei Stunden erfolgen.
Bei Sonnencreme gilt: Viel hilft viel. Rund 30 bis 40 ml sollten Erwachsene beim Eincremen des Körpers verwenden. Am besten 20 bis 30 Minuten vor dem Sonnenbad eincremen, damit sich die Wirkstoffe entfalten können. Menschen mit heller Haut sowie Kinder sollten mindestens zu Lichtschutzfaktor 30 oder höher greifen. Für Körperstellen wie Gesicht, Schultern und Fußrücken, die der Sonne besonders ausgesetzt sind, ruhig einen höheren LSF verwenden.
Keine abgelaufene Sonnencreme verwenden
Übrigens sollte man abgelaufene Sonnencreme auf keinen Fall mehr für ein Bad in der Sonne verwenden. Vor allem Produkte, die Octocrylene enthalten, sollten nach dem Ablaufdatum entsorgt werden. Denn Forscherinnen und Forscher haben herausgefunden, dass Octocrylen sich im Laufe der Zeit zu einem Stoff namens Benzophenon umwandelt, der zu allergischen Hautreaktionen führen kann. Die International Agency for Research on Cancer hat Benzophenon zudem als „möglicherweise krebserregend“ eingestuft. Also lieber vor dem Eincremen das Ablaufdatum checken.
Ob Sie Ihren Urlaub nun zuhause, am See oder im Süden verbringen: Wir wünschen Ihnen eine angenehme Sommerzeit!
geschrieben von Brigitte Sauter
Mittwoch, den 24. Juli 2024
Die Haut ist das größte Organ unseres Körpers. Nicht nur deswegen gebührt ihr ein besonderer Schutz. So ist ein Sonnenbrand nicht nur unangenehm, er kann die Haut nachhaltig schädigen und Hautkrebs begünstigen. Übrigens werden bis zu 90 Prozent der Hautalterungen durch zu starke Sonnenbestrahlung verursacht.
Sonnenschutz notwendig? UV-Index gibt Orientierung
Wenn UV-Strahlen auf die Haut treffen, produzieren die Pigmentzellen in der obersten Hautschicht Melanin, der die Haut dunkel färbt. Werden wir braun, ist das ein Schutzmechanismus der Haut. Er verhindert, dass die UV-Strahlung die Zellen schädigt. Wirkt die Sonneneinstrahlung zu lange, funktioniert dieser Schutz nicht mehr und die Haut stößt geschädigte Zellen ab. Bleiben durch intensive und dauerhafte UV-Strahlung geschädigte Zellen zurück, kann das zu Hautkrebs führen, auch noch nach Jahrzehnten.
Wie viel von der UV-Strahlung bei uns tatsächlich ankommt, hängt vom Ort, der Tageszeit und der Bewölkung ab. Bei der Frage nach der Stärke, kann man sich gut am UV-Index orientieren: Dieser gibt an, mit wie viel UV-Strahlung an dem Tag zu rechnen ist. Die Skala reicht von Wert 1 (gering) bis 11 (extrem). Schon ab einem UV-Index von 3 sind laut DWD (Deutscher Wetter-Dienst) Schutzmaßnahmen erforderlich.
Ohne Sonnenschutz sollte man sich höchstens also nur sehr kurz in der Sonne aufhalten. Im Durchschnitt dauert es im westlichen Europa zwischen fünf und 15 Minuten, bevor ein Sonnenbrand entsteht. Starke Sonneneinstrahlung sollte man generell vermeiden. Auch die Mittagshitze zwischen 12 und 15 Uhr sollte man lieber meiden und sich im Schatten aufhalten. Gerade wer Urlaub in einem sonnigen Land macht, sollte seine Haut langsam an die Sonne gewöhnen.
Mindestens Lichtschutzfaktor 20 verwenden – lieber höher
Sonnencreme kann die Eigenschutz-Zeit zwar verlängern, aber grundsätzlich gilt: Kleidung ist ein besserer Sonnenschutz für die Haut als Sonnencreme. Hautstellen, die nicht durch Kleidung bedeckt sind, sollten durch eine Sonnencreme geschützt werden. Der angegebene Lichtschutzfaktor (LSF) gibt an, wie lange man sich eingecremt in der Sonne aufhalten kann, ohne Sonnenbrand zu bekommen. Beträgt die Eigenschutz-Zeit beispielsweise zehn Minuten, bekommt man mit einem LSF von 30 etwa 300 Minuten Sonnenzeit. Das Bundesamt für Strahlenschutz rät jedoch dazu, höchstens 60 Prozent dieser Zeit auch zu nutzen, denn auch Sonnencreme bietet keinen vollständigen Schutz für die Haut. Zwar verlängert Nachcremen die Sonnenzeit nicht, aber es erhöht die Wirksamkeit und sollte spätestens nach zwei Stunden erfolgen.
Bei Sonnencreme gilt: Viel hilft viel. Rund 30 bis 40 ml sollten Erwachsene beim Eincremen des Körpers verwenden. Am besten 20 bis 30 Minuten vor dem Sonnenbad eincremen, damit sich die Wirkstoffe entfalten können. Menschen mit heller Haut sowie Kinder sollten mindestens zu Lichtschutzfaktor 30 oder höher greifen. Für Körperstellen wie Gesicht, Schultern und Fußrücken, die der Sonne besonders ausgesetzt sind, ruhig einen höheren LSF verwenden.
Keine abgelaufene Sonnencreme verwenden
Übrigens sollte man abgelaufene Sonnencreme auf keinen Fall mehr für ein Bad in der Sonne verwenden. Vor allem Produkte, die Octocrylene enthalten, sollten nach dem Ablaufdatum entsorgt werden. Denn Forscherinnen und Forscher haben herausgefunden, dass Octocrylen sich im Laufe der Zeit zu einem Stoff namens Benzophenon umwandelt, der zu allergischen Hautreaktionen führen kann. Die International Agency for Research on Cancer hat Benzophenon zudem als „möglicherweise krebserregend“ eingestuft. Also lieber vor dem Eincremen das Ablaufdatum checken.
Ob Sie Ihren Urlaub nun zuhause, am See oder im Süden verbringen: Wir wünschen Ihnen eine angenehme Sommerzeit!
geschrieben von Brigitte Sauter
Mittwoch, den 24. Juli 2024
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