Advance Care Planning – die dynamische Form der Patientenverfügung

Mit der Verabschiedung des Hospiz- und Palliativgesetzes (HPG) tritt das Thema „Gesundheitliche Versorgungsplanung" bzw. "Advance Care Planning (ACP)" verstärkt in den Fokus stationärer Pflegeeinrichtungen.


Übersetzen kann man „Advance Care Planning“ als gesundheitliche oder vorausschauende Versorgungsplanung. Beschrieben ist es im Sozialgesetzbuch V als Möglichkeit für zugelassene Pflegeeinrichtungen, den versicherten Personen eine gesundheitliche Versorgungsplanung anzubieten. Konkret werden die Patienten in diesem Rahmen über die medizinisch-pflegerische Versorgung und Betreuung in der letzten Lebensphase beraten. Auch Hilfen und Angebote der Sterbebegleitung werden ihnen aufgezeigt.


Individuelle Bedürfnisse im Fokus


Im Rahmen einer Fallbesprechung stehen neben den individuellen Bedürfnissen des Versicherten insbesondere medizinische Abläufe in der letzten Lebensphase und während des Sterbeprozesses im Fokus. Zudem werden mögliche Notfallsituationen besprochen und geeignete einzelne Maßnahmen der palliativ-medizinischen, palliativ-pflegerischen und psychosozialen Versorgung dargestellt. In die Fallbesprechung ist die behandelnde Hausarztpraxis miteinzubeziehen. Die Fallbesprechung kann bei wesentlicher Änderung des Versorgungs- oder Pflegebedarfs auch mehrfach angeboten werden. Die Krankenkasse des Patienten trägt die notwendigen Kosten der Einrichtung für die erbrachten Leistungen.


Vertrauenspersonen in den Prozess einbeziehen


Beim ACP geht es darum, sich konkreter damit auseinander zu setzen, wie die eigenen Vorstellungen zur letzten Lebensphase aussehen. Das heißt, dass nicht irgendwann eine Patientenverfügung geschrieben und irgendwo in den Aktenschrank abgelegt wurde und diese dann für immer gelten soll. Es findet ein kontinuierlicher Austausch zwischen dem Einzelnen, seinen Behandelnden und Betreuenden sowie dem eventuellen schon benannten gesetzlichen Vertreter statt. Damit soll es möglich sein, Wünsche und Gedankenvorstellungen immer mehr zu konkretisieren und damit die Gefahr von Fehlbehandlungen zu verringern. Wichtig ist es, Vertrauenspersonen in diesen Prozess einzubeziehen.


Folgende Aspekte werden berücksichtigt:

  • Die einzelne Person reflektiert, welche Wünsche sie zu Pflege und Behandlung hat.
  • Sie versteht, welche lebensverlängernden Maßnahmen vorhanden sind und was ihr Einsatz oder Nichteinsatz für Konsequenzen hat.
  • Sie diskutiert diese Gedankengänge mit denjenigen, die diese Planung auszuführen haben.
  • Sie legt fest, wer für sie sprechen kann und darf, wenn sie selbst nicht mehr einwilligungsfähig ist.

Vorstellungen von Würde und Autonomie berücksichtigen


Damit soll erreicht werden, dass den jeweiligen Wünschen am Lebensende entsprochen werden kann und die eigenen Vorstellungen von Würde und Autonomie eingehalten werden. Es soll damit aber auch möglich sein, dass die Pflegenden bei möglicherweise kontroversen Vorstellungen einen Konsens finden können. Konkret werden Situationen besprochen, in denen rasche Entscheidungen getroffen werden müssen. Zudem wird eine dem Patientenwillen entsprechende Handlungsweise festgelegt. Dadurch werden auch nicht gewünschte Krankenhauseinweisungen vermieden.


Außerhalb von Deutschland wird dieses ACP-Konzept schon lange Zeit umgesetzt, hierzulande hinken wir ein wenig hinterher. Aber es gibt mittlerweile auch hier die Möglichkeit einer Qualifizierung zur Beraterin zu Vorsorgedokumenten. Aus einem Forschungsprojekt ist zum Beispiel das regionale Projekt „Beizeiten begleiten“ hervorgegangen.


Nicht nur in Pflegeeinrichtungen wichtig


Natürlich ist die vorausschauende Versorgungsplanung auch für alle nicht in Pflegeeinrichtungen Lebenden interessant. Denn es ist sinnvoll, sich mit seinen persönlichen Werten und Gedankenvorstellungen auseinanderzusetzen und sie mit Nahestehenden zu teilen und weiter zu entwickeln. Auch im Gespräch über Ihre Vorsorgevollmacht und /oder Patientenverfügung spielt all dies eine Rolle. Wir als Ihre Hausärzte sind daher gerne zum Gespräch bereit.

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Nach dem Hype in den 1990er und den frühen 2000er Jahren über Magensäureblocker wie Omeprazol oder Pantoprazol ist mittlerweile in Studien klar geworden, dass zwar die Wirkung sehr gut ist, aber eine dauerhafte Anwendung durchaus auch bleibende Schäden, wie zum Beispiel eine Osteoporose, nach sich ziehen kann. In kleinen Mengen sind die oben angeführten Wirkstoffe in den Apotheken frei verkäuflich. Es gibt aber immer wieder Menschen, die anhaltende Beschwerden wie Sodbrennen beklagen und dann auch dauerhaft sogenannte PPI (Protonenpumpenhemmer) nehmen wollen. Patientinnen und Patienten, die unter anhaltenden Beschwerden leiden, kommen auf Dauer nicht um eine Magenspiegelung herum. Manchmal kommen dabei Krankheitsbilder zum Vorschein, die ohne dauerhafte Behandlung in bösartigen Krankheiten enden können. Oft aber ist es so, dass auch mit etwas Lebensstiländerung auf einen Teil oder alle Medikamente verzichtet werden kann. Was kann konkret helfen? Es ist sinnvoll, mehrere kleine Portionen über den Tag verteilt zu essen statt großer Mengen auf einmal. Halten Sie einen Abstand von 3 Stunden zwischen der letzten Mahlzeit und dem Zubettgehen ein. Es sollte keine enge Kleidung getragen werden, weil diese auf den Magen drücken und so zum Aufsteigen des sauren Magensaftes führen kann. Genussmittel wie saure Säfte oder Wein, aber auch andere hochprozentige Alkoholika und Nikotin können Sodbrennen verursachen und sollten deswegen reduziert oder gänzlich vom Speiseplan gestrichen werden. Auch andere säurehaltige Speisen wie Fruchtsäfte, Tomaten oder saure Beeren und auch kohlensäurehaltige Getränke sollten eher gemieden werden. Wer immer wieder unter Sodbrennen leidet, sollte beobachten, wann die Beschwerden auftreten. Wer nachts Beschwerden hat, kann versuchen, den Oberkörper höher zu lagern, zum Beispiel mit einem verstellbaren Lattenrost. Damit kann das Zurücklaufen des sauren Magensaftes in die Speiseröhre verhindert werden. Manchen Menschen hilft es, auf der rechten Körperseite zu schlafen, auch dann kann der Magensaft schlechter in die Speiseröhre zurücklaufen. Reduzieren Sie ihr Gewicht, wenn Sie Übergewicht haben; damit senkt sich der Druck im Bauchraum Wenn Sie zu Verstopfung neigen, sorgen sie für eine regelmäßige Stuhlentleerung. Das Pressen bei der Darmentleerung kann auch zu einem Hochlaufen des Magensaftes führen. Vermeiden Sie Tätigkeiten, wo Sie regelmäßig kopfüber arbeiten müssen, dies erhöht den Druck im Bauchraum Wenn Sie Medikamente einnehmen müssen, dann achten Sie darauf, diese mit genügend Flüssigkeit einzunehmen, damit die Tabletten auch im Magen landen und nicht davor in der Speiseröhre kleben bleiben. Was hilft noch? An rezeptfreien Alternativen fällt vielen sicher zuerst das gute alte Natron ein, gelegentlich angewandt in kleinen Mengen kann es aufgelöst in wenig Wasser die überschüssige Säure binden. Bei zu häufiger Anwendung kann es zu einer Verschiebung in unserem Säurehaushalt führen; deswegen ist Vorsicht geboten. Durch Kaugummi-Kauen wird Speichel produziert, dieser kann in kleinen Mengen den Magensaft neutralisieren. Dieses Mittelchen ist sicher aus den verschiedensten Gründen nicht für jeden geeignet. Auch ein Glas Milch oder säurearmer Tee (zum Beispiel Kamille) können Linderung bringen. Des Weiteren gibt es verschiedene Teemischungen gegen Sodbrennen: eine Mischung aus Kamille, Malve und Eibisch kann einen gereizten Magen beruhigen Fenchel-Anis-Kümmel-Tee ist wohltuend für den Magen-Darm-Trakt bekannt und durchaus schmackhaft Kamille-Fenchel-Süßholzwurzel-Tee Auch andere freiverkäufliche Medikamente können hilfreich gegen Sodbrennen sein, das sollte aber in einem Gespräch geklärt werden, weil nicht alles für jeden zu jeder Zeit das Richtige ist. Manchmal ist es so, dass Patientinnen und Patienten schon lange Säurehemmer genommen haben und gerne die Dosis reduzieren wollen oder sollen. Dann ist es sinnvoll, langsam mit der Dosis runterzugehen, also, nicht von heute auf morgen alles abzusetzen, sondern das Medikament erst mal jeden zweiten und dann jeden dritten Tag einzunehmen. Der Wirkstoff hat eine lange Wirkdauer, so dass dies durchaus funktionieren kann. Und wenn beim Ausschleichen Beschwerden auftreten, dann können genau diese Hausmittel hilfreich sein. geschrieben von Brigitte Sauter Dienstag, den 7. April 2026
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