Booster - mal von anderer Art

Bis vor einem Jahr war für viele das Wort Booster unbekannt, in Zeiten der Pandemie lernen wir viele neue Worte. Und so geht es heute nicht um die Boosterimpfung, die die meisten von Ihnen hoffentlich schon haben, sondern um das, was wir uns mit der Ernährung Gutes tun können. Der Booster an Vitaminen und anderen wertvollen Nährstoffen soll heute Thema sein.

 

Die Pandemie zehrt an unseren Kräften, fordert uns. Und da ist es gut, zu überdenken, was wir für Möglichkeiten haben. Generell gilt, dass es sinnvoll ist sich entsprechend der Ernährungspyramide zu ernähren. Dazu gehört eine ausgewogene Kost mit täglich 5 Portionen Obst und Gemüse, Vollkornprodukte, gesunde Öle, Nüsse und in der Woche 5 Einheiten Bewegung und Sport, gerne als Mischung aus Ausdauertraining und Muskelaufbau. Und dazu gehört dann noch täglich genug Zeit am Tageslicht wegen der ausreichenden Vitamin D Versorgung (mindestens 30 Minuten).


Da wir solche Gewohnheitstiere sind, hier ein paar konkrete Beispiele:


  • Mischen Sie sich Ihr eigenes Müsli, damit haben Sie schon eine schöne Menge an Vollkornprodukt, das Ganze mit Milch für den Calcium/Knochenhaushalt und ein bisschen Obst. Dann füllen Sie Ihren Vitamin C Haushalt mit frischen Beeren (beispielsweise im Sommer gesammelt im eigenen Garten und in der Tiefkühltruhe aufbewahrt) auf. Der Farbstoff Anthocyan in Beeren, Kirschen, aber auch in Trauben und Rotkohl wirkt entzündungshemmend und gefäßschützend.
  • Wenn Sie die Wahl haben, dann machen Sie lieber den frischen Obstsalat als den Smoothie, dann bleiben Ihnen die Ballaststoffe erhalten.
  • Steigern Sie die Menge an pflanzlichen Lebensmitteln, sie sind reich an Ballaststoffen, das ist gut für die Verdauung; In Blattgemüsen ist die wichtige Folsäure.
  • Verzichten Sie auf eine zu hohe Menge an Fleisch, die empfohlene Menge an Fleischportionen in der Woche sind nur noch zwei! Es gibt leckere Fleischersatzprodukte. Und auch Fisch sollte allein schon wegen der Jodidversorgung einmal pro Woche auf dem Speiseplan stehen.
  • Getreide kann auch bei den anderen Mahlzeiten mit auf das Menü. Es ist reich an Vitamin B12.
  • Milchprodukte mit lebenden Milchsäurekulturen sind gut für die Darmflora und helfen damit der Immunabwehr.

Natürlich ist es oder wäre es gut, wenn Sie sich Ihre Speisen selbst zubereiten: dann wissen Sie auch was drin ist. Manchmal erscheint das so aufwändig. Aber mit der kommenden Routine kann auch das sich auf einmal als nicht so drastisch herausstellen. Und das gute Gefühl, etwas für sich und seine Lieben zu tun, kann zusätzlich ein gutes Gefühl hervorrufen.


Bleiben Sie gesund!

Geschrieben von: Brigitte Sauter

Montag, 14. März 2022

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Nach dem Hype in den 1990er und den frühen 2000er Jahren über Magensäureblocker wie Omeprazol oder Pantoprazol ist mittlerweile in Studien klar geworden, dass zwar die Wirkung sehr gut ist, aber eine dauerhafte Anwendung durchaus auch bleibende Schäden, wie zum Beispiel eine Osteoporose, nach sich ziehen kann. In kleinen Mengen sind die oben angeführten Wirkstoffe in den Apotheken frei verkäuflich. Es gibt aber immer wieder Menschen, die anhaltende Beschwerden wie Sodbrennen beklagen und dann auch dauerhaft sogenannte PPI (Protonenpumpenhemmer) nehmen wollen. Patientinnen und Patienten, die unter anhaltenden Beschwerden leiden, kommen auf Dauer nicht um eine Magenspiegelung herum. Manchmal kommen dabei Krankheitsbilder zum Vorschein, die ohne dauerhafte Behandlung in bösartigen Krankheiten enden können. Oft aber ist es so, dass auch mit etwas Lebensstiländerung auf einen Teil oder alle Medikamente verzichtet werden kann. Was kann konkret helfen? Es ist sinnvoll, mehrere kleine Portionen über den Tag verteilt zu essen statt großer Mengen auf einmal. Halten Sie einen Abstand von 3 Stunden zwischen der letzten Mahlzeit und dem Zubettgehen ein. Es sollte keine enge Kleidung getragen werden, weil diese auf den Magen drücken und so zum Aufsteigen des sauren Magensaftes führen kann. Genussmittel wie saure Säfte oder Wein, aber auch andere hochprozentige Alkoholika und Nikotin können Sodbrennen verursachen und sollten deswegen reduziert oder gänzlich vom Speiseplan gestrichen werden. Auch andere säurehaltige Speisen wie Fruchtsäfte, Tomaten oder saure Beeren und auch kohlensäurehaltige Getränke sollten eher gemieden werden. Wer immer wieder unter Sodbrennen leidet, sollte beobachten, wann die Beschwerden auftreten. Wer nachts Beschwerden hat, kann versuchen, den Oberkörper höher zu lagern, zum Beispiel mit einem verstellbaren Lattenrost. Damit kann das Zurücklaufen des sauren Magensaftes in die Speiseröhre verhindert werden. Manchen Menschen hilft es, auf der rechten Körperseite zu schlafen, auch dann kann der Magensaft schlechter in die Speiseröhre zurücklaufen. Reduzieren Sie ihr Gewicht, wenn Sie Übergewicht haben; damit senkt sich der Druck im Bauchraum Wenn Sie zu Verstopfung neigen, sorgen sie für eine regelmäßige Stuhlentleerung. Das Pressen bei der Darmentleerung kann auch zu einem Hochlaufen des Magensaftes führen. Vermeiden Sie Tätigkeiten, wo Sie regelmäßig kopfüber arbeiten müssen, dies erhöht den Druck im Bauchraum Wenn Sie Medikamente einnehmen müssen, dann achten Sie darauf, diese mit genügend Flüssigkeit einzunehmen, damit die Tabletten auch im Magen landen und nicht davor in der Speiseröhre kleben bleiben. Was hilft noch? An rezeptfreien Alternativen fällt vielen sicher zuerst das gute alte Natron ein, gelegentlich angewandt in kleinen Mengen kann es aufgelöst in wenig Wasser die überschüssige Säure binden. Bei zu häufiger Anwendung kann es zu einer Verschiebung in unserem Säurehaushalt führen; deswegen ist Vorsicht geboten. Durch Kaugummi-Kauen wird Speichel produziert, dieser kann in kleinen Mengen den Magensaft neutralisieren. Dieses Mittelchen ist sicher aus den verschiedensten Gründen nicht für jeden geeignet. Auch ein Glas Milch oder säurearmer Tee (zum Beispiel Kamille) können Linderung bringen. Des Weiteren gibt es verschiedene Teemischungen gegen Sodbrennen: eine Mischung aus Kamille, Malve und Eibisch kann einen gereizten Magen beruhigen Fenchel-Anis-Kümmel-Tee ist wohltuend für den Magen-Darm-Trakt bekannt und durchaus schmackhaft Kamille-Fenchel-Süßholzwurzel-Tee Auch andere freiverkäufliche Medikamente können hilfreich gegen Sodbrennen sein, das sollte aber in einem Gespräch geklärt werden, weil nicht alles für jeden zu jeder Zeit das Richtige ist. Manchmal ist es so, dass Patientinnen und Patienten schon lange Säurehemmer genommen haben und gerne die Dosis reduzieren wollen oder sollen. Dann ist es sinnvoll, langsam mit der Dosis runterzugehen, also, nicht von heute auf morgen alles abzusetzen, sondern das Medikament erst mal jeden zweiten und dann jeden dritten Tag einzunehmen. Der Wirkstoff hat eine lange Wirkdauer, so dass dies durchaus funktionieren kann. Und wenn beim Ausschleichen Beschwerden auftreten, dann können genau diese Hausmittel hilfreich sein. geschrieben von Brigitte Sauter Dienstag, den 7. April 2026
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