Hausapotheke: Was Sie immer dahaben sollten
Kleinere Verletzungen im Alltag, plötzliches Erbrechen oder Durchfall in der Nacht, Fieber am Wochenende: Solche Situationen im Alltag haben sicher schon alle Menschen mehrfach erlebt. Eine gut ausgestattete Hausapotheke kann dann sehr hilfreich sein, um Verletzungen zu versorgen oder unangenehme Beschwerden selbst zu behandeln.
Was gehört in eine Hausapotheke?
Medikamente:
Material zur Wundversorgung:
Weitere Utensilien:
Oftmals ist die Hausapotheke ein Sammelsurium von alten, abgelaufenen Medikamenten. Kontrollieren Sie die Medikamente daher regelmäßig darauf, ob das Haltbarkeitsdatum schon überschritten ist. Sortieren Sie abgelaufene Medikamente aus und füllen Sie diese oder auch verbrauchte Medikamente rechtzeitig wieder auf, damit Sie im Notfall gut versorgt sind.
Die richtige Aufbewahrung
Die Hausapotheke sollte in einem abschließbaren Schrank oder Fach unzugänglich für Kinder aufbewahrt werden. Die Lagerung sollte an einem trockenen und kühlen Ort erfolgen, da Feuchtigkeit und Wärme die Wirksamkeit der Medikamente beeinflussen können. Das Badezimmer oder die Küche sind also kein geeigneter Platz.
Eine Liste mit wichtigen Notrufnummern in der Hausapotheke kann im Notfall helfen, rasch Hilfe zu holen. Wichtige Informationen für die richtige Anwendung finden Sie in den Packungsbeilagen des jeweiligen Medikamentes.
geschrieben von Dr. Hertramph
Donnerstag, den 7. November 2024
Was gehört in eine Hausapotheke?
Medikamente:
- Persönliche, vom Arzt verordnete Medikamente
- Schmerzstillende und fiebersenkende Mittel: Paracetamol oder Ibuprofen 400
- Gegen Husten: hustenlösende Mittel wie ACC oder Ambroxol, Hustenmittel wie Bronchipret
- Mittel gegen Halsschmerzen: Lutschtabletten
- Salbei-Tee, Kamillen-Tee
- Mittel gegen Übelkeit und Erbrechen (z.B. Dimenhydrinat) oder Durchfall (z.B. Loperamid)
- Mittel gegen Insektenstiche und Sonnenbrand wie Fenistil
- Wund- und Heilsalbe
Material zur Wundversorgung:
- Haut- und Wunddesinfektionsmittel
- Verbandsmaterialien: Pflaster und Binden
- ggf. Steri-Strips zur Versorgung von Schnittwunden
- Verbandsschere, Mullkompressen
- Einmalhandschuhe
- Splitterpinzette
Weitere Utensilien:
- Fieberthermometer (am einfachsten ist ein digitales Fieberthermometer)
- Cool Packs
- Zeckenzange
Oftmals ist die Hausapotheke ein Sammelsurium von alten, abgelaufenen Medikamenten. Kontrollieren Sie die Medikamente daher regelmäßig darauf, ob das Haltbarkeitsdatum schon überschritten ist. Sortieren Sie abgelaufene Medikamente aus und füllen Sie diese oder auch verbrauchte Medikamente rechtzeitig wieder auf, damit Sie im Notfall gut versorgt sind.
Die richtige Aufbewahrung
Die Hausapotheke sollte in einem abschließbaren Schrank oder Fach unzugänglich für Kinder aufbewahrt werden. Die Lagerung sollte an einem trockenen und kühlen Ort erfolgen, da Feuchtigkeit und Wärme die Wirksamkeit der Medikamente beeinflussen können. Das Badezimmer oder die Küche sind also kein geeigneter Platz.
Eine Liste mit wichtigen Notrufnummern in der Hausapotheke kann im Notfall helfen, rasch Hilfe zu holen. Wichtige Informationen für die richtige Anwendung finden Sie in den Packungsbeilagen des jeweiligen Medikamentes.
Donnerstag, den 7. November 2024
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Nach dem Hype in den 1990er und den frühen 2000er Jahren über Magensäureblocker wie Omeprazol oder Pantoprazol ist mittlerweile in Studien klar geworden, dass zwar die Wirkung sehr gut ist, aber eine dauerhafte Anwendung durchaus auch bleibende Schäden, wie zum Beispiel eine Osteoporose, nach sich ziehen kann. In kleinen Mengen sind die oben angeführten Wirkstoffe in den Apotheken frei verkäuflich. Es gibt aber immer wieder Menschen, die anhaltende Beschwerden wie Sodbrennen beklagen und dann auch dauerhaft sogenannte PPI (Protonenpumpenhemmer) nehmen wollen. Patientinnen und Patienten, die unter anhaltenden Beschwerden leiden, kommen auf Dauer nicht um eine Magenspiegelung herum. Manchmal kommen dabei Krankheitsbilder zum Vorschein, die ohne dauerhafte Behandlung in bösartigen Krankheiten enden können. Oft aber ist es so, dass auch mit etwas Lebensstiländerung auf einen Teil oder alle Medikamente verzichtet werden kann. Was kann konkret helfen? Es ist sinnvoll, mehrere kleine Portionen über den Tag verteilt zu essen statt großer Mengen auf einmal. Halten Sie einen Abstand von 3 Stunden zwischen der letzten Mahlzeit und dem Zubettgehen ein. Es sollte keine enge Kleidung getragen werden, weil diese auf den Magen drücken und so zum Aufsteigen des sauren Magensaftes führen kann. Genussmittel wie saure Säfte oder Wein, aber auch andere hochprozentige Alkoholika und Nikotin können Sodbrennen verursachen und sollten deswegen reduziert oder gänzlich vom Speiseplan gestrichen werden. Auch andere säurehaltige Speisen wie Fruchtsäfte, Tomaten oder saure Beeren und auch kohlensäurehaltige Getränke sollten eher gemieden werden. Wer immer wieder unter Sodbrennen leidet, sollte beobachten, wann die Beschwerden auftreten. Wer nachts Beschwerden hat, kann versuchen, den Oberkörper höher zu lagern, zum Beispiel mit einem verstellbaren Lattenrost. Damit kann das Zurücklaufen des sauren Magensaftes in die Speiseröhre verhindert werden. Manchen Menschen hilft es, auf der rechten Körperseite zu schlafen, auch dann kann der Magensaft schlechter in die Speiseröhre zurücklaufen. Reduzieren Sie ihr Gewicht, wenn Sie Übergewicht haben; damit senkt sich der Druck im Bauchraum Wenn Sie zu Verstopfung neigen, sorgen sie für eine regelmäßige Stuhlentleerung. Das Pressen bei der Darmentleerung kann auch zu einem Hochlaufen des Magensaftes führen. Vermeiden Sie Tätigkeiten, wo Sie regelmäßig kopfüber arbeiten müssen, dies erhöht den Druck im Bauchraum Wenn Sie Medikamente einnehmen müssen, dann achten Sie darauf, diese mit genügend Flüssigkeit einzunehmen, damit die Tabletten auch im Magen landen und nicht davor in der Speiseröhre kleben bleiben. Was hilft noch? An rezeptfreien Alternativen fällt vielen sicher zuerst das gute alte Natron ein, gelegentlich angewandt in kleinen Mengen kann es aufgelöst in wenig Wasser die überschüssige Säure binden. Bei zu häufiger Anwendung kann es zu einer Verschiebung in unserem Säurehaushalt führen; deswegen ist Vorsicht geboten. Durch Kaugummi-Kauen wird Speichel produziert, dieser kann in kleinen Mengen den Magensaft neutralisieren. Dieses Mittelchen ist sicher aus den verschiedensten Gründen nicht für jeden geeignet. Auch ein Glas Milch oder säurearmer Tee (zum Beispiel Kamille) können Linderung bringen. Des Weiteren gibt es verschiedene Teemischungen gegen Sodbrennen: eine Mischung aus Kamille, Malve und Eibisch kann einen gereizten Magen beruhigen Fenchel-Anis-Kümmel-Tee ist wohltuend für den Magen-Darm-Trakt bekannt und durchaus schmackhaft Kamille-Fenchel-Süßholzwurzel-Tee Auch andere freiverkäufliche Medikamente können hilfreich gegen Sodbrennen sein, das sollte aber in einem Gespräch geklärt werden, weil nicht alles für jeden zu jeder Zeit das Richtige ist. Manchmal ist es so, dass Patientinnen und Patienten schon lange Säurehemmer genommen haben und gerne die Dosis reduzieren wollen oder sollen. Dann ist es sinnvoll, langsam mit der Dosis runterzugehen, also, nicht von heute auf morgen alles abzusetzen, sondern das Medikament erst mal jeden zweiten und dann jeden dritten Tag einzunehmen. Der Wirkstoff hat eine lange Wirkdauer, so dass dies durchaus funktionieren kann. Und wenn beim Ausschleichen Beschwerden auftreten, dann können genau diese Hausmittel hilfreich sein. geschrieben von Brigitte Sauter Dienstag, den 7. April 2026
