Long Covid – das sollten Sie wissen
Die Pandemie wurde offiziell für beendet erklärt. Viele Lockerungen im Alltag sind eingetreten, aber wenn wir ehrlich sind, ist die Pandemie nicht wirklich vorbei – nicht in unseren Köpfen und für einige vor allem auch nicht im Körper.
Als die Pandemie begann und wir von hohen Sterbezahlen in China, in Italien und andernorts hörten, wurde uns klar, dass uns dieses Virus bedrohlich krank machen kann. Und auch, dass nicht alle Menschen diese schwere Erkrankung überstehen, dass es Risikofaktoren gab und gute Gründe, sich und andere durch entsprechendes Verhalten und Impfen zu schützen.
Wer hätte jedoch seinerzeit gedacht, dass diese Erkrankung nicht bei jedem Betroffenen komplikationslos ausheilt?
Long Covid und Post Covid – was ist was?
Es gibt nach wie vor keine klaren Zahlen, wie viele Menschen ihre Covid-Infektion nicht schadlos überstehen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gehen von bis zu 15 Prozent aller Erkrankten aus. Bestehen nach der Erkrankung mehr als 4 Wochen Beschwerden, sprechen wir von Long Covid. Halten diese Beschwerden mehr als 12 Wochen an, dann liegt eine Post Covid-Erkrankung vor.
Diese Beschwerden können auftreten:
Was tun, wenn die Beschwerden 4 oder 12 Wochen anhalten?
Wie geht es dann weiter?
Seit Januar 2023 gibt es auch hier in Bremen ein Long-Covid-Behandlernetzwerk. Mit einer Überweisung und einem entsprechenden Vermittlungscode kann dort ein Termin eingeholt werden.
Wenn anhaltende Einschränkungen bestehen, die die Teilhabe am Alltags- und Berufsleben beeinträchtigen, kann es sinnvoll sein, eine Rehamaßnahme zu beantragen. Aber leider ist es so, dass Betroffene viel Geduld mitbringen müssen. Die Angebote sind in Anbetracht der großen Zahl der Betroffenen nicht groß genug, und nicht jeder kann sofort die nötige Hilfe zur Abklärung oder Therapie bekommen. Das führt zu Frust und zu nachvollziehbarer Unzufriedenheit.
Aber neben dieser großen Aufgabe ist ja auch alles andere der medizinischen Diagnostik und Therapie zu leisten. Und die Personalzahlen sind während der Pandemie eher kleiner geworden, die Wartezeiten für Rehamaßnahmen nicht kürzer.
Wir sind für Sie da, sprechen Sie uns an.
geschrieben von Brigitte Sauter
Mittwoch, 1. März 2023
Als die Pandemie begann und wir von hohen Sterbezahlen in China, in Italien und andernorts hörten, wurde uns klar, dass uns dieses Virus bedrohlich krank machen kann. Und auch, dass nicht alle Menschen diese schwere Erkrankung überstehen, dass es Risikofaktoren gab und gute Gründe, sich und andere durch entsprechendes Verhalten und Impfen zu schützen.
Wer hätte jedoch seinerzeit gedacht, dass diese Erkrankung nicht bei jedem Betroffenen komplikationslos ausheilt?
Long Covid und Post Covid – was ist was?
Es gibt nach wie vor keine klaren Zahlen, wie viele Menschen ihre Covid-Infektion nicht schadlos überstehen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gehen von bis zu 15 Prozent aller Erkrankten aus. Bestehen nach der Erkrankung mehr als 4 Wochen Beschwerden, sprechen wir von Long Covid. Halten diese Beschwerden mehr als 12 Wochen an, dann liegt eine Post Covid-Erkrankung vor.
Diese Beschwerden können auftreten:
- Müdigkeit und Erschöpfung, Fatigue
- anhaltendes Gefühl von Luftnot und / oder Husten
- Thoraxschmerzen
- verminderte Sauerstoffmenge im Blut
- Muskelschwäche
- Kopfschmerzen
- Konzentrationsstörung
- Riech- und Schmeckstörung
- Schwindel
- Hautausschlag
Was tun, wenn die Beschwerden 4 oder 12 Wochen anhalten?
Wie immer fragen wir nach, wir untersuchen Sie, machen womöglich eine Blutuntersuchung in die entsprechende Richtung und leiten Sie ggfs. weiter zur Facharztpraxis, um dort weitere Untersuchungen in die Wege zu leiten. Dabei gilt es immer zu klären, ob es sich um eine Folge Ihrer Coviderkrankung handeln kann oder ob eine andere Ursache verantwortlich sein kann. Zudem ist die Frage zu klären, ob sofort eingeschritten werden muss, also ob es sich um eine potentiell lebensbedrohende Erkrankung handeln kann. Gerade wenn vermehrte psychische Symptome wie Erschöpfung bestehen, lassen wir Sie womöglich Fragen beantworten, um mehr Einblicke zu gewinnen.
Wie geht es dann weiter?
Seit Januar 2023 gibt es auch hier in Bremen ein Long-Covid-Behandlernetzwerk. Mit einer Überweisung und einem entsprechenden Vermittlungscode kann dort ein Termin eingeholt werden.
Wenn anhaltende Einschränkungen bestehen, die die Teilhabe am Alltags- und Berufsleben beeinträchtigen, kann es sinnvoll sein, eine Rehamaßnahme zu beantragen. Aber leider ist es so, dass Betroffene viel Geduld mitbringen müssen. Die Angebote sind in Anbetracht der großen Zahl der Betroffenen nicht groß genug, und nicht jeder kann sofort die nötige Hilfe zur Abklärung oder Therapie bekommen. Das führt zu Frust und zu nachvollziehbarer Unzufriedenheit.
Aber neben dieser großen Aufgabe ist ja auch alles andere der medizinischen Diagnostik und Therapie zu leisten. Und die Personalzahlen sind während der Pandemie eher kleiner geworden, die Wartezeiten für Rehamaßnahmen nicht kürzer.
Wir sind für Sie da, sprechen Sie uns an.
geschrieben von Brigitte Sauter
Mittwoch, 1. März 2023
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Nach dem Hype in den 1990er und den frühen 2000er Jahren über Magensäureblocker wie Omeprazol oder Pantoprazol ist mittlerweile in Studien klar geworden, dass zwar die Wirkung sehr gut ist, aber eine dauerhafte Anwendung durchaus auch bleibende Schäden, wie zum Beispiel eine Osteoporose, nach sich ziehen kann. In kleinen Mengen sind die oben angeführten Wirkstoffe in den Apotheken frei verkäuflich. Es gibt aber immer wieder Menschen, die anhaltende Beschwerden wie Sodbrennen beklagen und dann auch dauerhaft sogenannte PPI (Protonenpumpenhemmer) nehmen wollen. Patientinnen und Patienten, die unter anhaltenden Beschwerden leiden, kommen auf Dauer nicht um eine Magenspiegelung herum. Manchmal kommen dabei Krankheitsbilder zum Vorschein, die ohne dauerhafte Behandlung in bösartigen Krankheiten enden können. Oft aber ist es so, dass auch mit etwas Lebensstiländerung auf einen Teil oder alle Medikamente verzichtet werden kann. Was kann konkret helfen? Es ist sinnvoll, mehrere kleine Portionen über den Tag verteilt zu essen statt großer Mengen auf einmal. Halten Sie einen Abstand von 3 Stunden zwischen der letzten Mahlzeit und dem Zubettgehen ein. Es sollte keine enge Kleidung getragen werden, weil diese auf den Magen drücken und so zum Aufsteigen des sauren Magensaftes führen kann. Genussmittel wie saure Säfte oder Wein, aber auch andere hochprozentige Alkoholika und Nikotin können Sodbrennen verursachen und sollten deswegen reduziert oder gänzlich vom Speiseplan gestrichen werden. Auch andere säurehaltige Speisen wie Fruchtsäfte, Tomaten oder saure Beeren und auch kohlensäurehaltige Getränke sollten eher gemieden werden. Wer immer wieder unter Sodbrennen leidet, sollte beobachten, wann die Beschwerden auftreten. Wer nachts Beschwerden hat, kann versuchen, den Oberkörper höher zu lagern, zum Beispiel mit einem verstellbaren Lattenrost. Damit kann das Zurücklaufen des sauren Magensaftes in die Speiseröhre verhindert werden. Manchen Menschen hilft es, auf der rechten Körperseite zu schlafen, auch dann kann der Magensaft schlechter in die Speiseröhre zurücklaufen. Reduzieren Sie ihr Gewicht, wenn Sie Übergewicht haben; damit senkt sich der Druck im Bauchraum Wenn Sie zu Verstopfung neigen, sorgen sie für eine regelmäßige Stuhlentleerung. Das Pressen bei der Darmentleerung kann auch zu einem Hochlaufen des Magensaftes führen. Vermeiden Sie Tätigkeiten, wo Sie regelmäßig kopfüber arbeiten müssen, dies erhöht den Druck im Bauchraum Wenn Sie Medikamente einnehmen müssen, dann achten Sie darauf, diese mit genügend Flüssigkeit einzunehmen, damit die Tabletten auch im Magen landen und nicht davor in der Speiseröhre kleben bleiben. Was hilft noch? An rezeptfreien Alternativen fällt vielen sicher zuerst das gute alte Natron ein, gelegentlich angewandt in kleinen Mengen kann es aufgelöst in wenig Wasser die überschüssige Säure binden. Bei zu häufiger Anwendung kann es zu einer Verschiebung in unserem Säurehaushalt führen; deswegen ist Vorsicht geboten. Durch Kaugummi-Kauen wird Speichel produziert, dieser kann in kleinen Mengen den Magensaft neutralisieren. Dieses Mittelchen ist sicher aus den verschiedensten Gründen nicht für jeden geeignet. Auch ein Glas Milch oder säurearmer Tee (zum Beispiel Kamille) können Linderung bringen. Des Weiteren gibt es verschiedene Teemischungen gegen Sodbrennen: eine Mischung aus Kamille, Malve und Eibisch kann einen gereizten Magen beruhigen Fenchel-Anis-Kümmel-Tee ist wohltuend für den Magen-Darm-Trakt bekannt und durchaus schmackhaft Kamille-Fenchel-Süßholzwurzel-Tee Auch andere freiverkäufliche Medikamente können hilfreich gegen Sodbrennen sein, das sollte aber in einem Gespräch geklärt werden, weil nicht alles für jeden zu jeder Zeit das Richtige ist. Manchmal ist es so, dass Patientinnen und Patienten schon lange Säurehemmer genommen haben und gerne die Dosis reduzieren wollen oder sollen. Dann ist es sinnvoll, langsam mit der Dosis runterzugehen, also, nicht von heute auf morgen alles abzusetzen, sondern das Medikament erst mal jeden zweiten und dann jeden dritten Tag einzunehmen. Der Wirkstoff hat eine lange Wirkdauer, so dass dies durchaus funktionieren kann. Und wenn beim Ausschleichen Beschwerden auftreten, dann können genau diese Hausmittel hilfreich sein. geschrieben von Brigitte Sauter Dienstag, den 7. April 2026
