Hyperlipidämie: Ursachen, Symptome, Behandlung
Leiden Patientinnen und Patienten unter Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, lässt sich dies oft auf eine sogenannte Hyperlipidämie zurückführen. Menschen mit Adipositas und Übergewicht sind davon besonders häufig betroffen, die Fettstoffwechselstörung bleibt zudem häufig lange unbemerkt. Was hinter einer Hyperlipidämie steckt und was Betroffene tun können.
Unter einer Hyperlipidämie versteht man eine zu hohe Konzentration bestimmter Blutfette. Diese werden in drei Hauptgruppen unterteilt, die jeweils unterschiedliche Aufgaben im Körper erfüllen. Gerät ihr Verhältnis aus dem Gleichgewicht, kann das zu erheblichen Gesundheitsrisiken wie Arterienverkalkung und Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen. Weitere Risikofaktoren sind Bluthochdruck, Diabetes, Nikotinkonsum und eine erbliche Veranlagung.
Symptome einer Hyperlipidämie
Hohe Blutfette verursachen in der Regel keine Beschwerden bei den Betroffenen. Aber sie können, wie bereits erwähnt, das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Schlaganfall, Herzinfarkt und Durchblutungsstörungen in den Beinen erhöhen. Bei sehr hohen Werten bestimmter Blutfette kann es auch zu Bauchspeicheldrüsenentzündungen oder einer Fettleber kommen. Bei familiärer Hypercholesterinämie können außerdem Fetteinlagerungen in Haut und Sehnen in Form von Knötchen und Fetteinlagerungen am Augenlid auftreten.
Ursachen für erhöhte Blutfettwerte
Es gibt viele Ursachen für erhöhte Blutfettwerte. Sie können erblich bedingt oder Folge einer Erkrankung sein. Aber auch Lebensgewohnheiten wie fettreiche Ernährung und Bewegungsmangel können erhebliche Auswirkungen haben. Mögliche Ursachen sollten in einem ärztlichen Gespräch z.B. im Rahmen der Gesundheitsvorsorgeuntersuchung abgeklärt werden. Dort sollte auch besprochen werden, ob beispielsweise andere Mitglieder der Familie hohe Blutfettwerte haben, ob Herz-Kreislauf-Erkrankungen in der Familie vorliegen oder ob die Patientinnen und Patienten Vorerkrankungen haben oder Medikamente einnehmen, die die Blutfettwerte beeinflussen.
Behandlung einer Hyperlipidämie
Liegt eine Hyperlipidämie vor, wird zunächst eine Änderung des Lebensstils empfohlen. Dazu gibt es folgende Empfehlungen:
Auch die Ernährung spielt eine große Rolle im Zusammenhang mit erhöhten Blutfettwerten. Diese sollte cholesterinarm sein:
Medikamente – ja oder nein?
Die Entscheidung für eine medikamentöse Behandlung sollten Ärzte und Patienten immer gemeinsam abwägen: Dabei ist zu klären, wie hoch der Nutzen ist und welche Nebenwirkungen und Nachteile die Behandlung haben kann.
Wenn das Gesamtrisiko für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall innerhalb der nächsten zehn Jahre hoch ist (über 20 Prozent), wird eine medikamentöse Behandlung empfohlen. Dazu werden sogenannte Statine verschrieben, die den Cholesterinspiegel senken.
Wichtig: Nebenwirkungen können natürlich auch durch eine medikamentöse Therapie entstehen. Denken Sie also daran, dass die empfohlene Veränderung des Lebensstils die Besserung Ihrer Gesundheit zur Folge hat.
Sprechen Sie uns an.
geschrieben von Marvena Zeller
Freitag, 3. Januar 2023
Unter einer Hyperlipidämie versteht man eine zu hohe Konzentration bestimmter Blutfette. Diese werden in drei Hauptgruppen unterteilt, die jeweils unterschiedliche Aufgaben im Körper erfüllen. Gerät ihr Verhältnis aus dem Gleichgewicht, kann das zu erheblichen Gesundheitsrisiken wie Arterienverkalkung und Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen. Weitere Risikofaktoren sind Bluthochdruck, Diabetes, Nikotinkonsum und eine erbliche Veranlagung.
Symptome einer Hyperlipidämie
Hohe Blutfette verursachen in der Regel keine Beschwerden bei den Betroffenen. Aber sie können, wie bereits erwähnt, das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Schlaganfall, Herzinfarkt und Durchblutungsstörungen in den Beinen erhöhen. Bei sehr hohen Werten bestimmter Blutfette kann es auch zu Bauchspeicheldrüsenentzündungen oder einer Fettleber kommen. Bei familiärer Hypercholesterinämie können außerdem Fetteinlagerungen in Haut und Sehnen in Form von Knötchen und Fetteinlagerungen am Augenlid auftreten.
Ursachen für erhöhte Blutfettwerte
Es gibt viele Ursachen für erhöhte Blutfettwerte. Sie können erblich bedingt oder Folge einer Erkrankung sein. Aber auch Lebensgewohnheiten wie fettreiche Ernährung und Bewegungsmangel können erhebliche Auswirkungen haben. Mögliche Ursachen sollten in einem ärztlichen Gespräch z.B. im Rahmen der Gesundheitsvorsorgeuntersuchung abgeklärt werden. Dort sollte auch besprochen werden, ob beispielsweise andere Mitglieder der Familie hohe Blutfettwerte haben, ob Herz-Kreislauf-Erkrankungen in der Familie vorliegen oder ob die Patientinnen und Patienten Vorerkrankungen haben oder Medikamente einnehmen, die die Blutfettwerte beeinflussen.
Behandlung einer Hyperlipidämie
Liegt eine Hyperlipidämie vor, wird zunächst eine Änderung des Lebensstils empfohlen. Dazu gibt es folgende Empfehlungen:
- Bewegung: mindestens 150 Minuten/Woche. Keine Angst, Sie müssen kein Leistungssportler werden. Bewegung lässt sich gut in den Alltag einbauen.
- Wann immer es geht laufen Sie, nehmen Sie z.B. die Treppe, fahren Sie mit dem Rad statt mit dem Bus oder Auto zur Arbeit. Kleine Veränderungen können viel bewirken.
- Suchen Sie sich einen Verbündeten/Gefährten/Mitstreiter und gehen Sie spazieren, machen Sie gemeinsame Radtouren oder besuchen zusammen einen Verein oder ein Sportstudio.
Ernährung – gesättigte Fette vermeiden
Auch die Ernährung spielt eine große Rolle im Zusammenhang mit erhöhten Blutfettwerten. Diese sollte cholesterinarm sein:
- Vermeiden Sie gesättigte Fette. Diese sind vor allem in tierischen Lebensmitteln wie Butter, Käse, Frischkäse, Sahne, Mayonnaise, Fleisch und Wurst zu finden. Aber auch in Rührkuchen, Croissants, Fertigprodukten, Fast Food, Kokos- und Palmfett
- Bevorzugen Sie stattdessen ungesättigte Fette, wie sie in nativem Olivenöl, Leinöl, Walnussöl und Fischöl, Nüssen, Chiasamen, Leinsamen, Fisch (Lachs, Scholle, Hering) und Vollkornprodukten (Haferflocken, Quinoa, Hirse) zu finden sind
Medikamente – ja oder nein?
Die Entscheidung für eine medikamentöse Behandlung sollten Ärzte und Patienten immer gemeinsam abwägen: Dabei ist zu klären, wie hoch der Nutzen ist und welche Nebenwirkungen und Nachteile die Behandlung haben kann.
Wenn das Gesamtrisiko für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall innerhalb der nächsten zehn Jahre hoch ist (über 20 Prozent), wird eine medikamentöse Behandlung empfohlen. Dazu werden sogenannte Statine verschrieben, die den Cholesterinspiegel senken.
Wichtig: Nebenwirkungen können natürlich auch durch eine medikamentöse Therapie entstehen. Denken Sie also daran, dass die empfohlene Veränderung des Lebensstils die Besserung Ihrer Gesundheit zur Folge hat.
Sprechen Sie uns an.
geschrieben von Marvena Zeller
Freitag, 3. Januar 2023
Wissenswertes zur HPV-Impfung
Ernährung bei Diabetes mellitus – worauf sollte man achten?
Gesund bleiben trotz Hitze
Das Lungenkrebsscreening – eine neue Vorsorgeuntersuchung
Rauchfrei: Methoden und Tipps bei Rückfällen
Endometriose – viel mehr als nur Menstruationsbeschwerden
Rauchfrei: Diese Phasen durchlaufen Sie
Rauchfrei: Das passiert im Körper, wenn man mit dem Rauchen aufhört
Warnzeichen, Ernährung, Hygiene: Was tun bei Durchfall?
Nach dem Hype in den 1990er und den frühen 2000er Jahren über Magensäureblocker wie Omeprazol oder Pantoprazol ist mittlerweile in Studien klar geworden, dass zwar die Wirkung sehr gut ist, aber eine dauerhafte Anwendung durchaus auch bleibende Schäden, wie zum Beispiel eine Osteoporose, nach sich ziehen kann. In kleinen Mengen sind die oben angeführten Wirkstoffe in den Apotheken frei verkäuflich. Es gibt aber immer wieder Menschen, die anhaltende Beschwerden wie Sodbrennen beklagen und dann auch dauerhaft sogenannte PPI (Protonenpumpenhemmer) nehmen wollen. Patientinnen und Patienten, die unter anhaltenden Beschwerden leiden, kommen auf Dauer nicht um eine Magenspiegelung herum. Manchmal kommen dabei Krankheitsbilder zum Vorschein, die ohne dauerhafte Behandlung in bösartigen Krankheiten enden können. Oft aber ist es so, dass auch mit etwas Lebensstiländerung auf einen Teil oder alle Medikamente verzichtet werden kann. Was kann konkret helfen? Es ist sinnvoll, mehrere kleine Portionen über den Tag verteilt zu essen statt großer Mengen auf einmal. Halten Sie einen Abstand von 3 Stunden zwischen der letzten Mahlzeit und dem Zubettgehen ein. Es sollte keine enge Kleidung getragen werden, weil diese auf den Magen drücken und so zum Aufsteigen des sauren Magensaftes führen kann. Genussmittel wie saure Säfte oder Wein, aber auch andere hochprozentige Alkoholika und Nikotin können Sodbrennen verursachen und sollten deswegen reduziert oder gänzlich vom Speiseplan gestrichen werden. Auch andere säurehaltige Speisen wie Fruchtsäfte, Tomaten oder saure Beeren und auch kohlensäurehaltige Getränke sollten eher gemieden werden. Wer immer wieder unter Sodbrennen leidet, sollte beobachten, wann die Beschwerden auftreten. Wer nachts Beschwerden hat, kann versuchen, den Oberkörper höher zu lagern, zum Beispiel mit einem verstellbaren Lattenrost. Damit kann das Zurücklaufen des sauren Magensaftes in die Speiseröhre verhindert werden. Manchen Menschen hilft es, auf der rechten Körperseite zu schlafen, auch dann kann der Magensaft schlechter in die Speiseröhre zurücklaufen. Reduzieren Sie ihr Gewicht, wenn Sie Übergewicht haben; damit senkt sich der Druck im Bauchraum Wenn Sie zu Verstopfung neigen, sorgen sie für eine regelmäßige Stuhlentleerung. Das Pressen bei der Darmentleerung kann auch zu einem Hochlaufen des Magensaftes führen. Vermeiden Sie Tätigkeiten, wo Sie regelmäßig kopfüber arbeiten müssen, dies erhöht den Druck im Bauchraum Wenn Sie Medikamente einnehmen müssen, dann achten Sie darauf, diese mit genügend Flüssigkeit einzunehmen, damit die Tabletten auch im Magen landen und nicht davor in der Speiseröhre kleben bleiben. Was hilft noch? An rezeptfreien Alternativen fällt vielen sicher zuerst das gute alte Natron ein, gelegentlich angewandt in kleinen Mengen kann es aufgelöst in wenig Wasser die überschüssige Säure binden. Bei zu häufiger Anwendung kann es zu einer Verschiebung in unserem Säurehaushalt führen; deswegen ist Vorsicht geboten. Durch Kaugummi-Kauen wird Speichel produziert, dieser kann in kleinen Mengen den Magensaft neutralisieren. Dieses Mittelchen ist sicher aus den verschiedensten Gründen nicht für jeden geeignet. Auch ein Glas Milch oder säurearmer Tee (zum Beispiel Kamille) können Linderung bringen. Des Weiteren gibt es verschiedene Teemischungen gegen Sodbrennen: eine Mischung aus Kamille, Malve und Eibisch kann einen gereizten Magen beruhigen Fenchel-Anis-Kümmel-Tee ist wohltuend für den Magen-Darm-Trakt bekannt und durchaus schmackhaft Kamille-Fenchel-Süßholzwurzel-Tee Auch andere freiverkäufliche Medikamente können hilfreich gegen Sodbrennen sein, das sollte aber in einem Gespräch geklärt werden, weil nicht alles für jeden zu jeder Zeit das Richtige ist. Manchmal ist es so, dass Patientinnen und Patienten schon lange Säurehemmer genommen haben und gerne die Dosis reduzieren wollen oder sollen. Dann ist es sinnvoll, langsam mit der Dosis runterzugehen, also, nicht von heute auf morgen alles abzusetzen, sondern das Medikament erst mal jeden zweiten und dann jeden dritten Tag einzunehmen. Der Wirkstoff hat eine lange Wirkdauer, so dass dies durchaus funktionieren kann. Und wenn beim Ausschleichen Beschwerden auftreten, dann können genau diese Hausmittel hilfreich sein. geschrieben von Brigitte Sauter Dienstag, den 7. April 2026
