Impfpass - jetzt kontrollieren lassen
Der Sommer kommt: Wir sind wieder mobiler, gehen auf kleine und große Reisen. Bei letzteren ist uns meistens bewusst, dass wir an einen ausreichenden Impf-Schutz denken müssen. Aber auch ohne Sommer, ohne Mobilsein, ist es wichtig, immer mal wieder in das eigene Impfbuch zu schauen und gucken zu lassen, was fehlt.
Eine pauschale Empfehlung für Reisen gibt es nicht. Unsere Empfehlung: Vereinbaren Sie einen Termin, um nach den jeweiligen Landeserfordernissen zu gucken. Dies ist keine Kassenleistung, wird aber von manchen Krankenkassen übernommen.
Impf-Empfehlungen für Erwachsene
Im Kindesalter sind die meisten Menschen mehr oder weniger „durchgeimpft“ worden. Da die meisten unserer Patientinnen und Patienten erwachsen, also über 18 Jahre alt sind, geht es hier nur um die Impf-Empfehlungen für diese Altersgruppe.
Zu den Impfungen, die für alle Erwachsenen gelten, gehören die Impfungen gegen:
• Tetanus
• Diphtherie
• Keuchhusten
• Kinderlähmung
• Röteln
• Masern
• Lungenentzündung
• Gürtelrose
Nach einer Grundimmunisierung und Auffrischung im Kindes- und Jugendalter wird alle 10 Jahre eine Auffrischimpfung gegen Tetanus und Diphtherie durchgeführt. Einmalig sollte im Erwachsenenalter dabei auch gegen Keuchhusten geimpft werden. Wer schwanger ist, eigene Kinder oder Enkelkinder erwartet, sollte möglichst auch diesen Schutz bekommen, da Neugeborene keinen eigenen Schutz gegen Keuchhusten haben.
Wer in bestimmten Gebieten unterwegs ist, muss ggfs. den Schutz gegen Kinderlähmung auffrischen, nach einer kompletten Grundimmunisierung plus Auffrischung ist dies nicht erforderlich.
Wichtige Impfungen für über 60-Jährige
Seit wenigen Jahren gilt die Impfpflicht gegen Masern für Menschen, die in bestimmten Bereichen wie Schulen, Kindergärten, Arztpraxen und Krankenhäusern arbeiten – die sogenannte einrichtungsbezogene Impfpflicht. Hier müssen Beschäftigte zweimal geimpft sein, es sei denn, sie wurden vor 1970 geboren. Bei diesen Menschen ist von einer durchgemachten Erkrankung und damit vom Vorliegen eines Impfschutzes auszugehen.
Der Schutz vor Röteln ist für alle Schwangeren erforderlich. Er wird zu Beginn einer Schwangerschaft im Blut untersucht, eine Infektion in der Schwangerschaft kann das ungeborene Leben schädigen. Deswegen sollten auch werdende Väter und Großeltern ggfs. diesen Schutz überprüfen lassen.
Für alle über 60-jährigen gibt es außerdem die Empfehlung, sich gegen Lungenentzündung und Gürtelrose impfen zu lassen.
Jetzt den Impfpass kontrollieren lassen
Die Impfung gegen Lungenentzündung wird normalerweise einmalig verabreicht, unter bestimmten Umständen ist eine Auffrischung erforderlich und sinnvoll. Hintergrund ist das Nachlassen der Immunabwehrkräfte im Alter. Gleiches gilt auch für die Impfung gegen Gürtelrose: Jede oder jeder, die/der im jüngeren Alter Windpocken durchgemacht hat, kann an Gürtelrose erkranken – gerade in Phasen, wo er/sie körperlich oder seelisch gestresst ist. Eine Gürtelrose kann mit langanhaltenden Nervenschmerzen einhergehen, dies gilt es zu verhindern. Die Impfung wird zweimal im Abstand von 2 bis 6 Monaten verabreicht.
Wir sehen gerne nach, ob und was Ihnen fehlt. Gerne tun wir dies im Rahmen der alle 3 Jahre möglichen Gesundheitsvorsorgeuntersuchung oder auch einfach zwischendrin. Wir geben Ihnen dann eine Empfehlung, die entsprechenden Impfstoffe sind so gut wie immer vor Ort, so dass Sie einfach reinkommen können.
Bleiben Sie sicher und geschützt.
Ihre Hausärzte Habenhausen
geschrieben von Brigitte Sauter
Donnerstag, den 8. Juni 2023
Eine pauschale Empfehlung für Reisen gibt es nicht. Unsere Empfehlung: Vereinbaren Sie einen Termin, um nach den jeweiligen Landeserfordernissen zu gucken. Dies ist keine Kassenleistung, wird aber von manchen Krankenkassen übernommen.
Impf-Empfehlungen für Erwachsene
Im Kindesalter sind die meisten Menschen mehr oder weniger „durchgeimpft“ worden. Da die meisten unserer Patientinnen und Patienten erwachsen, also über 18 Jahre alt sind, geht es hier nur um die Impf-Empfehlungen für diese Altersgruppe.
Zu den Impfungen, die für alle Erwachsenen gelten, gehören die Impfungen gegen:
• Tetanus
• Diphtherie
• Keuchhusten
• Kinderlähmung
• Röteln
• Masern
• Lungenentzündung
• Gürtelrose
Nach einer Grundimmunisierung und Auffrischung im Kindes- und Jugendalter wird alle 10 Jahre eine Auffrischimpfung gegen Tetanus und Diphtherie durchgeführt. Einmalig sollte im Erwachsenenalter dabei auch gegen Keuchhusten geimpft werden. Wer schwanger ist, eigene Kinder oder Enkelkinder erwartet, sollte möglichst auch diesen Schutz bekommen, da Neugeborene keinen eigenen Schutz gegen Keuchhusten haben.
Wer in bestimmten Gebieten unterwegs ist, muss ggfs. den Schutz gegen Kinderlähmung auffrischen, nach einer kompletten Grundimmunisierung plus Auffrischung ist dies nicht erforderlich.
Wichtige Impfungen für über 60-Jährige
Seit wenigen Jahren gilt die Impfpflicht gegen Masern für Menschen, die in bestimmten Bereichen wie Schulen, Kindergärten, Arztpraxen und Krankenhäusern arbeiten – die sogenannte einrichtungsbezogene Impfpflicht. Hier müssen Beschäftigte zweimal geimpft sein, es sei denn, sie wurden vor 1970 geboren. Bei diesen Menschen ist von einer durchgemachten Erkrankung und damit vom Vorliegen eines Impfschutzes auszugehen.
Der Schutz vor Röteln ist für alle Schwangeren erforderlich. Er wird zu Beginn einer Schwangerschaft im Blut untersucht, eine Infektion in der Schwangerschaft kann das ungeborene Leben schädigen. Deswegen sollten auch werdende Väter und Großeltern ggfs. diesen Schutz überprüfen lassen.
Für alle über 60-jährigen gibt es außerdem die Empfehlung, sich gegen Lungenentzündung und Gürtelrose impfen zu lassen.
Jetzt den Impfpass kontrollieren lassen
Die Impfung gegen Lungenentzündung wird normalerweise einmalig verabreicht, unter bestimmten Umständen ist eine Auffrischung erforderlich und sinnvoll. Hintergrund ist das Nachlassen der Immunabwehrkräfte im Alter. Gleiches gilt auch für die Impfung gegen Gürtelrose: Jede oder jeder, die/der im jüngeren Alter Windpocken durchgemacht hat, kann an Gürtelrose erkranken – gerade in Phasen, wo er/sie körperlich oder seelisch gestresst ist. Eine Gürtelrose kann mit langanhaltenden Nervenschmerzen einhergehen, dies gilt es zu verhindern. Die Impfung wird zweimal im Abstand von 2 bis 6 Monaten verabreicht.
Wir sehen gerne nach, ob und was Ihnen fehlt. Gerne tun wir dies im Rahmen der alle 3 Jahre möglichen Gesundheitsvorsorgeuntersuchung oder auch einfach zwischendrin. Wir geben Ihnen dann eine Empfehlung, die entsprechenden Impfstoffe sind so gut wie immer vor Ort, so dass Sie einfach reinkommen können.
Bleiben Sie sicher und geschützt.
Ihre Hausärzte Habenhausen
geschrieben von Brigitte Sauter
Donnerstag, den 8. Juni 2023
Wissenswertes zur HPV-Impfung
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Warnzeichen, Ernährung, Hygiene: Was tun bei Durchfall?
Nach dem Hype in den 1990er und den frühen 2000er Jahren über Magensäureblocker wie Omeprazol oder Pantoprazol ist mittlerweile in Studien klar geworden, dass zwar die Wirkung sehr gut ist, aber eine dauerhafte Anwendung durchaus auch bleibende Schäden, wie zum Beispiel eine Osteoporose, nach sich ziehen kann. In kleinen Mengen sind die oben angeführten Wirkstoffe in den Apotheken frei verkäuflich. Es gibt aber immer wieder Menschen, die anhaltende Beschwerden wie Sodbrennen beklagen und dann auch dauerhaft sogenannte PPI (Protonenpumpenhemmer) nehmen wollen. Patientinnen und Patienten, die unter anhaltenden Beschwerden leiden, kommen auf Dauer nicht um eine Magenspiegelung herum. Manchmal kommen dabei Krankheitsbilder zum Vorschein, die ohne dauerhafte Behandlung in bösartigen Krankheiten enden können. Oft aber ist es so, dass auch mit etwas Lebensstiländerung auf einen Teil oder alle Medikamente verzichtet werden kann. Was kann konkret helfen? Es ist sinnvoll, mehrere kleine Portionen über den Tag verteilt zu essen statt großer Mengen auf einmal. Halten Sie einen Abstand von 3 Stunden zwischen der letzten Mahlzeit und dem Zubettgehen ein. Es sollte keine enge Kleidung getragen werden, weil diese auf den Magen drücken und so zum Aufsteigen des sauren Magensaftes führen kann. Genussmittel wie saure Säfte oder Wein, aber auch andere hochprozentige Alkoholika und Nikotin können Sodbrennen verursachen und sollten deswegen reduziert oder gänzlich vom Speiseplan gestrichen werden. Auch andere säurehaltige Speisen wie Fruchtsäfte, Tomaten oder saure Beeren und auch kohlensäurehaltige Getränke sollten eher gemieden werden. Wer immer wieder unter Sodbrennen leidet, sollte beobachten, wann die Beschwerden auftreten. Wer nachts Beschwerden hat, kann versuchen, den Oberkörper höher zu lagern, zum Beispiel mit einem verstellbaren Lattenrost. Damit kann das Zurücklaufen des sauren Magensaftes in die Speiseröhre verhindert werden. Manchen Menschen hilft es, auf der rechten Körperseite zu schlafen, auch dann kann der Magensaft schlechter in die Speiseröhre zurücklaufen. Reduzieren Sie ihr Gewicht, wenn Sie Übergewicht haben; damit senkt sich der Druck im Bauchraum Wenn Sie zu Verstopfung neigen, sorgen sie für eine regelmäßige Stuhlentleerung. Das Pressen bei der Darmentleerung kann auch zu einem Hochlaufen des Magensaftes führen. Vermeiden Sie Tätigkeiten, wo Sie regelmäßig kopfüber arbeiten müssen, dies erhöht den Druck im Bauchraum Wenn Sie Medikamente einnehmen müssen, dann achten Sie darauf, diese mit genügend Flüssigkeit einzunehmen, damit die Tabletten auch im Magen landen und nicht davor in der Speiseröhre kleben bleiben. Was hilft noch? An rezeptfreien Alternativen fällt vielen sicher zuerst das gute alte Natron ein, gelegentlich angewandt in kleinen Mengen kann es aufgelöst in wenig Wasser die überschüssige Säure binden. Bei zu häufiger Anwendung kann es zu einer Verschiebung in unserem Säurehaushalt führen; deswegen ist Vorsicht geboten. Durch Kaugummi-Kauen wird Speichel produziert, dieser kann in kleinen Mengen den Magensaft neutralisieren. Dieses Mittelchen ist sicher aus den verschiedensten Gründen nicht für jeden geeignet. Auch ein Glas Milch oder säurearmer Tee (zum Beispiel Kamille) können Linderung bringen. Des Weiteren gibt es verschiedene Teemischungen gegen Sodbrennen: eine Mischung aus Kamille, Malve und Eibisch kann einen gereizten Magen beruhigen Fenchel-Anis-Kümmel-Tee ist wohltuend für den Magen-Darm-Trakt bekannt und durchaus schmackhaft Kamille-Fenchel-Süßholzwurzel-Tee Auch andere freiverkäufliche Medikamente können hilfreich gegen Sodbrennen sein, das sollte aber in einem Gespräch geklärt werden, weil nicht alles für jeden zu jeder Zeit das Richtige ist. Manchmal ist es so, dass Patientinnen und Patienten schon lange Säurehemmer genommen haben und gerne die Dosis reduzieren wollen oder sollen. Dann ist es sinnvoll, langsam mit der Dosis runterzugehen, also, nicht von heute auf morgen alles abzusetzen, sondern das Medikament erst mal jeden zweiten und dann jeden dritten Tag einzunehmen. Der Wirkstoff hat eine lange Wirkdauer, so dass dies durchaus funktionieren kann. Und wenn beim Ausschleichen Beschwerden auftreten, dann können genau diese Hausmittel hilfreich sein. geschrieben von Brigitte Sauter Dienstag, den 7. April 2026
